Das Naturschutzgebiet Heimfelder Holz ist nach dem Kauf der letzten 43 Hektar nun komplett in städtischer Hand.
Voraus ging ein jahrelanger Konflikt mit dem ehemaligen Eigentümer über die Nutzung als Kletterpark bzw. über die forstwirtschaftliche Nutzung. Der damalige Eigentümer konnte die Fläche unter anderem durch die Unterschutzstellung des Gebietes im Jahr 2019kaum noch kostendeckend nutzen.
Vor dem Hintergrund des Kaufs der verbliebenen 43 Hektar im Heimfelder Holz bitten wir die BUKEA um die schriftliche Beantwortung folgender Fragen:
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Welche jährlichen Folgekosten entstehen künftig durch Pflege, Besucherlenkung und Infrastruktur?
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Wie bewertet der Senat rückblickend den Ablauf der Unterschutzstellung im Jahr 2019? Warum wurden Gutachten zu Flora und Fauna erst später nachgereicht und wie konnte das Gebiet ohne vorliegende Gutachten unter Naturschutz gestellt werden?
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Welche konkreten Maßnahmen sind geplant, um Nutzungskonflikte (z. B. zwischen Naturschutz und Erholung, freilaufenden Hunden, Parcours für Mountainbiker und illegaler Müllentsorgung) zu vermeiden?
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Ist geplant, die ausgewiesene Hundeauslauffläche einzuzäunen, um Wildtiere besser vor wildernden Hunden zu schützen?
- Welcher Baumbestand liegt in den neu erworbenen 43 Hektar vor und welche forstliche Entwicklung wird angestrebt?
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Wie wird die jagdliche Bewirtschaftung der neu erworbenen 43 Hektar erfolgen und ist geplant, den Jagddruck auf Rehwild zu erhöhen?
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Welches zusätzliches forstwirtschaftliches Arbeitsvolumen resultiert aus dem Erwerb von 43 Hektar Wald?
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In welcher Form wird es in Rahmenzuweisungen bzw. Stellenplänen abgebildet?
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Welche Käfer der „Urwaldreliktarten“ sind im NSG Heimfelder Holz anzutreffen und wie wurden sie nachgewiesen? Auf welche Größe wird die Population geschätzt?
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Kann bestätigt werden, dass der Abriss des Gebäudes Kuhtrift 7 geplant ist? Wenn ja, wann wird der Abriss voraussichtlich erfolgen?
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Wie ist die derzeitige Genehmigungssituation der restlichen Gebäude am Kuhtrift und ist eine Umnutzungsgenehmigung für das ehemalige THW-Gelände ausgesprochen worden?
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Welche Entwicklung ist für die restlichen Gebäude am Kuhtrift geplant?
Hamburg, am 09.04.2026