Antrag SPD betr. Tempo 30 an Schulwegen, Spielplätzen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung
Nach der nun erfolgten Überarbeitung der Richtlinien zur Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen sollten die schon mehrfach beantragten Tempo 30 - Anordnungen an mehreren Straßen nun möglich und nach unserer Auffassung sehr sinnvoll sein. Dabei ist besonders bei der Heimfelder Straße zu berücksichtigen, dass dort wegen der extrem schmalen Fußwege das Radfahren auf der Straße unumgänglich ist und Tempo 30 auch von der Hamburger Hochbahn AG mitgetragen wird.
Ein wichtiger Faktor für die Verkehrssicherheit ist auch der Anhalteweg, welcher bei Tempo 30 nur halb so groß ist wie bei Tempo 50. (siehe hierzu auch: Wirkungen von Tempo 30 an Hauptverkehrsstraßen, Herausgeber: Umweltbundesamt Fachgebiet I 3.1 Umwelt und Verkehr; https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/publikationen/wirkungen_von_tempo_30_an_hauptstrassen.pdf). Nennenswerte nachteilige Effekte bezüglich der Leistungsfähigkeit der Straßen durch eine Geschwindigkeitsreduzierung bestehen laut genannter Studie nicht: "Eine Senkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit hat in den meisten Fällen keinen nennenswerten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit einer Hauptverkehrsstraße für den Kfz-Verkehr. Andere Faktoren wie die Qualität der Lichtsignalprogramme, die Anzahl querender Fußgänger oder Bushalte, Parkvorgänge oder Halten in zweiter Reihe haben in der Regel einen größeren Einfluss. Die Funktion einer innerstädtischen Hauptverkehrsstraße für den Kfz-Verkehr wird daher durch Tempo 30 nicht oder nicht nennenswert beeinträchtigt."
Die Geschwindigkeit und angepasste Fahrweise haben jedoch den größten Einfluss auf unsere Verkehrssicherheit.
Gerade in sensiblen Bereichen ist die Einrichtung von Tempo-30 Abschnitten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sinnvoll. Kinder sehen nicht über parkende Autos hinweg, sind abgelenkt oder schätzen Situationen falsch ein. Ältere Personen können körperlich oder mental eingeschränkt sein und sich anders verhalten, als zu erwarten wäre. Im Umfeld von sensiblen Bereichen geht es um den Schutz der Menschen.
In Teilbereichen folgender Straßen sollte Tempo 30 angeordnet werden:
Heimfelder Straße: Vor der Alten-Tagesstätte AWO - Heimfelder Str. 41, dem Spielplatz Ecke Homannstraße, Zuwegung zum Pflegeheim, insofern Tempo 30 von der Ecke Milchgrund bis zum Heimfelder Platz.
Vahrenwinkelweg: Vor dem Zugang zum Kinderheim und dem Waldspielplatz, Milchgrund - Zugang zur Schule, Haakestraße ebenfalls Zugang zu schulischen Einrichtungen.
In diesem Sinne sind alle Straßen im Bereich von Seniorenwohnanlagen und Pflegeheimen, Kindertagesstätten, Schulen und vergleichbaren Einrichtungen zu bewerten und ggfs. auch dort Tempo 30 angeordnet werden. Über die bewerteten Abschnitte und die Ergebnisse soll dem Ausschuss für Mobilität und Inneres schriftlich berichtet werden.
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