22-1431

Antrag FDP Fraktion betr. Wohnungsbaupotenzial aktiv erschließen

Antrag

Sachverhalt

Wohnungsbaupotenzial aktiv erschließen

Nachverdichtung ist in vielen Fällen ein zufallsgesteuerter Vorgang, heißt es im jüngst vorgestellten Wohnungsbauprogramm für den Bezirk Harburg. Im Stadtentwicklungsausschuss erklärte die Verwaltung zudem, dass sie nicht aktiv an Grundeigentümer herantreten würde, um Potenziale für den Wohnungsbau zu erschließen.

Durch das komplexe Baurecht und immer komplexer werdende Bebauungspläne ist vielen Grundeigentümern oft nicht bekannt, welche Potenziale ihr Grundstück hat. Wäre etwa die Aufstockung eines Bestandsgebäudes möglich? Könnte noch ein weiteres Gebäude auf der gleichen Fläche errichtet werden? Würde sich Abriss und Neubaur mehr Wohnungen lohnen?

Eins ist klar: Der Bezirk Harburg benötigt mehr Wohnungen. Deshalb sollte die Bezirksverwaltung ihre Passivität aufgeben und aktiv an Grundeigentümer herantreten, um mehr Wohnungsbau zu schaffen und mit Grundeigentümern ins Gespch zu kommen.

So würde das Wohnungsbauprogramm auch endlich zu einem aktiven Programm werden und nicht eine Auflistung dessen bleiben, was an Planungen und Anträgen vorliegt.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksverwaltung wird ersucht,

  1. Grundstücke im Bestand zu identifizieren, die nach aktueller Rechtslage und dem aktuell gültigen Bebauungsplan das Potenzial für zusätzlichen neuen Wohnraum haben, etwa durch Aufstockungen, Zusatzbauten oder Ersatzbauten,
  2. aktiv mit einer Beschreibung des Potenzials an die Grundeigentümer heranzutreten und das Gespräch zu suchen,
  3. zu prüfen, wie die Bauberatung zu bestimmten Zeiten ohne Termin möglich ist und zudem gebührenfrei r die erste halbe Stunde (bisher 58,80 pro angefangener halben Stunde) angeboten werden kann,
  4. dem Bezirk bis zum 31. Mai 2026 über die getroffenen Maßnahmen schriftlich zu berichten.
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