Antrag des Abgeordneten Leuser der AfD-Harburg zur Errichtung eines Denkmals für die Trümmerfrauen in Hamburg-Harburg
Anlässlich der alliierten Bombardierung Dresdens im Februar 1945 wird auch im Jahr 2026 wieder der Opfer und an die verheerenden Folgen eines entgrenzten Krieges erinnert.
Die Trümmerfrauen in Hamburg leisteten nach dem Zweiten Weltkrieg einen wesentlichen Beitrag zum Wiederaufbau der zerstörten Stadt. Mit großem Einsatz befreiten sie Straßen und Gebäude von Schutt und schufen damit die Grundlage für den zivilen Wiederaufbau. Ein Denkmal ist daher geeignet diese bislang nur wenig sichtbare Leistung öffentlich zu würdigen und dauerhaft im historischen Bewusstsein zu verankern.
Bereits Anfang der 1950er Jahre begann die DDR, noch vor der Bundesrepublik, an zentralen Orten Denkmäler für die Trümmerfrauen zu errichten. Diese dienten der symbolischen Darstellung des Neuanfangs nach dem Zweiten Weltkrieg und wurden zugleich in das sozialistische Selbstverständnis eingebettet, in dem die Trümmerfrau als Sinnbild für Arbeitsleistung, Wiederaufbau und gesellschaftlichen Aufstieg durch eigenen Einsatz stand. (https://de.wikipedia.org/wiki/Trümmerfrau-Denkmal).
Was Westdeutschland betrifft besteht insbesondere in Hamburg ein klarer Nachholbedarf sowie eine kulturelle Verantwortung gegenüber den Frauen dieser Generation und der eigenen Geschichte. Wie aus der Antwort des Senats auf die Drucksache 22/1404 der Abgeordneten Olga Petersen und Thomas Reich (AfD) hervorgeht liegen den zuständigen Behörden keine Erkenntnisse darüber vor dass es in Hamburg Denkmäler, Benennungen oder Hinweisschilder gibt die an die Trümmerfrauen oder ihre Verdienste für den Wiederaufbau einer freien Gesellschaft erinnern. (https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/72548/denkmaeler_und_ehrungen_fuer_truemmerfrauen_in_hamburg).
In den deutschen Städten herrschte erwiesenermaßen ein gravierender Mangel an jungen und arbeitsfähigen Männern. Mehr als elf Millionen deutsche Soldaten im Alter zwischen 18 und 50 Jahren befanden sich in Kriegsgefangenschaft weitere 5,3 Millionen waren gefallen oder galten als vermisst. Damit standen zwischen zwei Dritteln und drei Vierteln der männlichen Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter für schwere körperliche Arbeit nicht zur Verfügung. Die Beseitigung der massiven Kriegsschäden wurde daher zwangsläufig von alten Männern Jugendlichen und vor allem von Frauen übernommen. (https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/73153/denkmal_fuer_truemmerfrauen_in_hamburg.pdf).
Frauen trugen damit die Hauptlast des Wiederaufbaus. Sie hielten Familien zusammen und leisteten schwere körperliche Arbeit in den Trümmern der zerstörten Städte. Ein Denkmal für die Trümmerfrauen in Hamburg-Harburg ist daher mehr als Symbolik. Es erinnert an den Krieg und warnt vor den Auswirkungen totalitärer Herrschaft und würdigt jene Frauen, die mit Arbeit, Verzicht, Disziplin und Leistungsbereitschaft die Grundlagen für unsere einstigen Werte aus Einigkeit, Recht und Freiheit schufen. Damit steht es für historische Identität und den gesellschaftlichen Zusammenhalt den Harburg heute so dringend braucht wie die Generation der Trümmerfrauen damals. (https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article122805985/Truemmerfrauen-Die-geschichtsblinde-Attacke-der-Gruenen.html).
Vor diesem Hintergrund möge die Bezirksversammlung Harburg beschließen:
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