22-1659

Antrag der SPD-Abgeordneten Benizar Gündogdu, Mehmet Kizil, Markus Sass und Dennis Wacker betr.: Fortsetzung des interreligiösen Dialogs im Bezirk Harburg sichern

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 28.04.2026 Bezirksversammlung Harburg Ö 6.16

Sachverhalt

Der Harburg Integrationsrat (H.I.R.) hat am 09.02.2026 im Ausschuss für Soziales, Integration, Gesundheit und Inklusion berichtet, dass der interreligiöse Dialog derzeit nicht fortgeführt werden kann, da es an einer neuen Leitung für das Projekt fehlt.

Der interreligiöse Dialog im Bezirk Harburg hat in den vergangenen Jahren eine wichtige Rolle für das gesellschaftliche Zusammenleben gespielt. Durch Formate wie gemeinsame Veranstaltungen, Begegnungsabende, sowie interreligiöse Austausche konnten Menschen unterschiedlicher Religionen und Kulturen miteinander ins Gespräch kommen und gegenseitiges Verständnis aufbauen.

Auch religiös geprägte Veranstaltungen wie Ramadan-Empfänge und gemeinsame Friedensgebete tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen und das Miteinander im Bezirk zu stärken.

Gerade vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, internationaler Konflikte und wachsender Polarisierung ist es von besonderer Bedeutung, bestehende Dialogformate zu erhalten und weiterzuführen. Orte des Austauschs und der Begegnung sind entscheidend, um Vertrauen zu schaffen, Vorurteile abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Ein Wegfall oder eine längere Unterbrechung des interreligiösen Dialogs würde gewachsene Strukturen gefährden und ein wichtiges Signal für das Zusammenleben im Bezirk schwächen.

Vor diesem Hintergrund sollte die Fortführung des interreligiösen Dialogs aktiv unterstützt und strukturell abgesichert werden.

Petitum/Beschluss

Die Bezirksversammlung möge beschließen:

1. Das Bezirksamt Harburg wird gebeten, den Integrationsrat Harburg bei der Fortsetzung des interreligiösen Dialogs aktiv zu unterstützen.

2. Insbesondere soll das Bezirksamt bei der Suche und Gewinnung einer neuen Projektleitung unterstützend tätig werden sowie bis zur Neubesetzung eine Übergangskoordination sicherstellen.

3. Das Bezirksamt wird gebeten, aktiv auf die Religionsgemeinschaften im Bezirk Harburg zuzugehen und diese für eine Mitwirkung am interreligiösen Dialog zu gewinnen.

Dazu zählen insbesondere:

o christliche Gemeinden (evangelisch, katholisch, orthodox)

o syrisch-orthodoxe Gemeinden

o muslimische Gemeinden

o alevitische Gemeinden

o sowie weitere im Bezirk vertretene Glaubensgemeinschaften

4. Es sollen regelmäßige Austauschformate etabliert werden, um den interreligiösen Dialog langfristig zu sichern.

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
28.04.2026
Ö 6.16
Lokalisation Beta

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