22-1446

Antrag CDU betr. Gasstörungen in Harburg beheben - Lösungen aufzeigen

Antrag

Sachverhalt


Seit November des vergangenen Jahres ist das Gasnetz in Harburg teilweise von Staubpartikeln belastet. Dieser Umstand sorgt für massive Einschränkungen in der Gasversorgung einiger Haushalte. Viele waren mehrfach von Ausfällen betroffen. Die Hamburger Energienetze GmbH (HNE) konnten das Problem bisher nicht beheben.

Uns liegen Berichte von zahlreichen Betroffenen vor, die teilweise über viele Tage keine funktionierende Gasversorgung hatten. Bei den anhaltend tiefen Temperaturen birgt dieser Umstand zusätzlich die Gefahr von Folgeschäden wie z. B. eingefrorene Wasserleitungen.

Zusätzlich erschwert werden Lösungen für die Betroffenen dadurch, dass Gasinstallateure nur die Anlage der Kundenseite warten dürfen. Störungen der Hausdruckregler (Eigentum der Gasnetze) müssen durch Wartungsteams von HNE behoben werden. Dieser Umstand führt bei Betroffenen zum Teil zu langen Wartezeiten.

Petitum/Beschluss


Der Vorsitzende wird gebeten, auskunftsfähige Vertreter der HNE und BUKEA in den Regionalausschuss Harburg einzuladen, um zu folgenden Fragen umfassend Stellung zu nehmen:


1. Welche Erkenntnisse liegen derzeit über den Ursprung und die chemische Zusammensetzung der Partikel vor? Gibt es Hinweise auf einen Zusammenhang mit sanierungsbedürftigen Gasrohren (etwa alten Stahlrohren)?


2. Welche Entstörmaßnahmen wurden durchgeführt? Welche sind noch geplant und welche Maßnahmen sind über die bisher ergriffenen Maßnahmen möglich um das Problem zu beheben.

3. Gab es im Zeitraum vor den Störungen Einschränkungen im regulären Wartungs- und Reinigungsbetrieb der Gasleitungen? Wenn Ja, welche und warum kam es zu Einschränkungen?

4. Wie stellt sich die aktuelle Schadenslage dar? Welche Straßenzüge sind derzeit betroffen? Ist eine Ausweitung der Schadenslage auf andere Straßenzüge möglich oder bereits erfolgt?

5. Sind auch öffentliche Gebäude wie Schulen oder Kitas oder Gewerbebetriebe betroffen? Ist der Betrieb dort eingeschränkt gewesen und wenn ja, in welchem Umfang?

6. Sind Empfehlungen an Fachbetriebe zum Umgang mit der aktuellen Störungswelle ergangen? Wenn ja, welche und haben sich die Empfehlungen als zielführend erwiesen? Wenn nein, warum nicht?

7. Wie ist die rechtliche Bewertung der Schadenersatzansprüche gegenüber HNE? Wird die Aussage aufrechterhalten, dass die privaten Hausversicherungen für die Schadensregulierung zuständig sind? Wenn ja, wie wird diese Auffassung begründet? In welchen Fällen übernimmt HNE Kosten, die den Betroffenen entstanden sind?


8. In wie vielen Fällen ist die Kundenseite (Filter, Regler, Armatur) oder die Gasnetzseite (Hausdruckregeler) vom Defekt betroffen? Wie schnell können die Wartungsteams der HNE die Störung auf Gasnetzseite beseitigen und fallen dabei Gebühren für die Haushalte an?


Hamburg, am 09.02.2026

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