Wohnungsbau in Hamburg-Nord Große Anfrage Nr. 08/2017 von der Fraktion Die LINKE
In der Einleitung zum Entwurf des Wohnungsbauprogramms Hamburg-Nord 2018 heißt es: »Das Wohnungsbauprogramm 2018 des Bezirks Hamburg-Nord enthält ein Bauflächenpotenzial von knapp 9000 Wohnungen. Der Anteil der öffentlich geförderten Wohnungen liegt bei diesen Flächen mittlerweile bei 51 %, in 2012 waren dies knapp 40 %.«
Diese Aussage ist viel zu allgemein, um ihren empirischen Gehalt beurteilen zu können.
Vor diesem Hintergrund fragen wir:
Für die im Wohnungsbauprogramm 2018 als Zielabsicht aufgeführte Anzahl öffentlich geförderten Wohneinheiten kann erst nach der Feinjustierung –nach Lage, Ort und Projekt- eine Aussage über verschiedenen Förderwege bzw. sonstige Förderungen gemacht werden, prognostisch ist das nicht möglich. Generell wird jedes Wohnungsbauprojekt in seinem Umfeld genau betrachtet und eine optimale Ergänzung zum Bestand gesucht. Diese Feinjustierungen werden bei städtischen Grundstücken in der Dispo Wohnungsbau beschlossen und über die Vergaben der Grundstücke in der Kommission für Bodenordnung entschieden. Insgesamt können von den im Wohnungsbauprogramm 2018 aufgeführten Wohnbauprojekten in 2018 rechnerisch ca. 1.500 öffentlich geförderte Wohnungen in die Realisierung gehen.
Pro Stadtteil sind es folgende:
Stadtteil |
Anzahl möglicher geförderter WE in 2018 der Projekte im Wohnungsbauprogramm des Bezirks Hamburg-Nord |
Alsterdorf |
0 |
Barmbek-Nord |
245 |
Barmbek-Süd |
217 |
Dulsberg |
0 |
Eppendorf |
0 |
Fuhlsbüttel |
0 |
Groß Borstel |
100 |
Hoheluft-Ost |
140 |
Hohenfelde |
0 |
Langenhorn |
333 |
Ohlsdorf |
85 |
Uhlenhorst |
60 |
Winterhude |
317 |
2. Der Hinweis auf das Jahr 2012 mit einem Anteil von 40 % geförderten Wohnungen suggeriert eine sukzessive Steigerung in den letzten Jahren. Um das nachvollziehen zu können, ist ein Vergleich zu den Vorjahren unerlässlich.
a) Wie viele der in den Jahren 2014, 2015, 2016 und 2017 in Hamburg-Nord genehmigten Wohneinheiten entfielen auf die in Frage 1. genannten Kategorien a) bis d)? Bitte auch hier in absoluten Zahlen und in Prozent der Gesamtzahl der genehmigten Wohneinheiten im Bezirk.
Der Anteil öffentlich geförderter Wohneinheiten und die Aufschlüsselung nach Förderwegen müssten bei der IFB HH oder BSW/WSB erfragt werden. Seitens des Bezirksamtes wird deshalb eine Anfrage nach §27 BezVG anheimgestellt.
Jahr |
Wohneinheiten |
2014 |
2645 |
2015 |
1491 |
2016 |
1937 |
2017 ( Stand 14.12.17) |
1965 |
Gesamt |
8038 |
b) Diese Zahlen bitte auch aufschlüsseln nach Stadtteilen.
Der Anteil öffentlich geförderter Wohneinheiten für die Jahre 2014, 2015, 2016 und 2017 sowie die Aufschlüsselung nach Förderwegen und Stadtteilen müssten bei der IFB HH oder BSW/WSB erfragt werden. Seitens des Bezirksamtes wird deshalb eine Anfrage nach §27 BezVG anheimgestellt.
3. Wie viel der in den einzelnen Jahren geförderten Wohnungen je Stadtteil (Basis:
erteilte Baugenehmigungen) entfielen auf die städtische Baugesellschaft SAGA/GWG
und wie viele auf Baugenossenschaften?
Fehlanzeige.
4. Wie viele Wohneinheiten sind in den einzelnen Jahren aus der Sozialbindung
herausgefallen, insgesamt und aufgeschlüsselt nach Stadtteilen?
Siehe nachstehende Tabelle.
Wohnraumversorgung in Hamburg-Nord:
Stadtteile |
2012 |
2013 |
2014 |
2015 |
2016 |
2017 |
|
Alsterdorf |
84 |
- |
22 |
34 |
- |
180 |
|
Barmbek Nord |
- |
99 |
- |
- |
40 |
||
Barmbek Süd |
- |
- |
- |
42 |
110 |
10 |
|
Dulsberg |
- |
173 |
48 |
61 |
22 |
10 |
|
Eppendorf |
- |
- |
- |
- |
74 |
- |
|
Fuhlsbüttel |
- |
- |
- |
16 |
- |
- |
|
Groß Borstel |
76 |
- |
- |
53 |
- |
36 |
|
Hoheluft Ost |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
|
Hohenfelde |
- |
- |
- |
123 |
143 |
- |
|
Langenhorn |
60 |
72 |
12 |
197 |
822 |
8 |
|
Ohlsdorf |
- |
86 |
32 |
- |
- |
183 |
|
Uhlenhorst |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
|
Winterhude |
- |
59 |
- |
288 |
10 |
60 |
|
GESAMT |
220 |
489 |
114 |
814 |
1221 |
487 |
09.01.2018
Harald Rösler
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