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Wie geht es weiter mit dem Ohlsdorfer Schwimmbad? Anfrage gem. § 27 BezVG

Anfrage nach § 27 BezVG

Sachverhalt

Das Familienbad Ohlsdorf ist ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Infrastruktur im Bezirk Hamburg-Nord und dient der Gesundheitsförderung sowie dem Freizeitangebot für die Bevölkerung. Es wurde 2019 als kompletter Neubau wiedereröffnet. Trotz des noch jungen Alters des Baus zeigen sich bereits jetzt deutliche Feuchtigkeitsschäden an der Decke des Hallenbades, insbesondere im hinteren Bereich der Schwimmhalle.

Darüber hinaus steht die für Gastronomie vorgesehene Fläche seit der Eröffnung leer. Bäderland Hamburg sucht seit 2019 nach geeignete Pächter*innen, bislang jedoch ohne Erfolg.

Die festgestellten baulichen Mängel und der anhaltende Leerstand der Gastronomiefläche könnten auf Dauer Attraktivität oder Funktionalität des Bades beeinträchtigen. Eine Klärung der Ursachen und die Entwicklung von Lösungsansätzen sind daher im Interesse der Öffentlichkeit und der Nutzer*innen des Bades.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Umweltbehörde BUKEA:

  1. Welche konkreten Ursachen wurden für die Feuchtigkeitsschäden an der Decke des Familienbades Ohlsdorf identifiziert?

Vorangestellt sei, dass das Bad in 2019 als Ersatzneubau vollständig neu entstanden ist. Es erfreut sich großer Beliebtheit und befindet sich in einem technisch einwandfreien Zustand. Noch zu erledigende Nacharbeiten im Rahmen der Gewährleistungsfrist haben keine Auswirkungen auf das bestehende Angebot, dessen Qualität oder die Zukunftsfähigkeit der Einrichtung.

Dies vorausgeschickt beantwortet die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) unter Beteiligung der Bäderland Hamburg GmbH (Bäderland) die Anfrage wie folgt:

Als Ursache wurde eine Leckage in der Dampfsperre identifiziert.

  1. Welche Maßnahmen wurden bisher ergriffen, um die Schäden zu beheben, und welche weiteren Schritte sind geplant?

Die ausführenden Firmen wurden im Rahmen der Gewährleistung zur Ortung und Beseitigung der Leckage aufgefordert. Aufgrund der Schadenshöhe wurde ein gerichtliches Gutachterverfahren eingeleitet. Die Schadensbeseitigung wird nach Abschluss des laufenden juristischen Verfahrens erfolgen. Im Dezember wird zur Sicherung des Betriebs im Innenbereich der Schwimmhalle zunächst ein Austausch der Deckensegel mittels eines Provisoriums stattfinden.

  1. Wie hoch sind die bisher entstandenen Kosten für die Behebung der Feuchtigkeitsschäden, und wer trägt diese?

Bisher sind Bäderland keine Kosten entstanden. Im Rahmen der Gewährleistung ist das ausführende Gewerk haftbar.

  1. Welche Anforderungen stellt Bäderland Hamburg an potenzielle Pächter*innen der Gastronomiefläche im Familienbad Ohlsdorf?

Die Gastronomiefläche ist so konzipiert, dass sie sowohl den Badebetrieb über das Foyer als auch eine externe Nutzung unabhängig vom Badbetrieb ermöglicht. Die Erwartung an eine Badversorgung beinhaltet preisgünstige Kleinigkeiten, die üblicherweise wartende Eltern oder an-/abreisende Gäste konsumieren (u.a. Kaffee, Snacks, Süßigkeiten, Getränke). Es besteht die Möglichkeit den sommerlichen Hochbetrieb mittels einer Stellfläche auch direkt im Bad zu versorgen. Im Übrigen sind potenzielle Pächterinnen und Pächter in der Ausgestaltung ihres Angebots frei.

  1. Welche Maßnahmen wurden seit 2019 unternommen, um geeignete Pächter*innen für die Gastronomiefläche zu finden?

Ein ursprünglich existierender Pachtvertrag, der den Betriebsbeginn Anfang 2020 vorsah, wurde pandemiebedingt aufgehoben. Seither befindet sich das Objekt in Makler-Betreuung und wird am Markt angeboten. Darüber hinaus wurde es im Kreis der bestehenden Gastro-Pächter:innen und bei Initiativ-Anfragen für andere Standorte ebenfalls angeboten.

  1. Welche Gründe wurden ggf. von potenziellen Pächter*innen für eine Absage genannt, und wie bewertet Bäderland Hamburg die Attraktivität des Standortes für gastronomische Angebote?

Die Fläche befindet sich im Rohbauzustand und soll anhand der Vorstellungen eines Pächters bzw. einer Pächterin auf dessen Bedarf angepasst ausgestattet werden. Dafür steht ein Budget zur Verfügung. Darüber hinaus gehende Ausstattungswünsche kann Bäderland aufgrund einer dann voraussichtlich unwirtschaftlichen Pachtsituation nicht realisieren. Für potentielle Pächter:innen, die sich für eine solche Kleingastronomie/Bistro-Gastronomie interessieren, erfordert der derzeitige Ausbauzustand noch eine eigenständige Planung hinsichtlich der späteren Nutzung. Aufgrund der Lage in unmittelbarer Nähe zum U- und S-Bahnhof sowie der angrenzenden Wohnquartiere ist der Standort grundsätzlich als attraktiv einzuschätzen. Hinzu kommt eine beständige Stammkundschaft aus dem laufenden Badebetrieb.

  1. Gibt es Überlegungen, das Nutzungskonzept der Gastronomiefläche zu überarbeiten, um die Attraktivität für potenzielle Pächter zu erhöhen?

Ja, entsprechende Überlegungen finden derzeit statt.

  1. Falls nein, welche sonstigen Maßnahmen trifft Bäderland, um eine Verpachtung endlich zu realisieren?

Bäderland prüft, die Fläche zunächst ohne bekannte Pächterin bzw. bekannte Pächter auszubauen und auszustatten, um potentiellen Interessenten einen vollständigeren Eindruck der Pachtsache zu vermitteln. Hierbei besteht jedoch das Risiko, dass Einbauten (Technik, Küche, Geräte, etc.) nicht passend für alle Konzepte oder Pächter:innen geeignet sind und wieder zurückgebaut werden müssen.

der Bezirksabgeordnete Daniela Clément, Marcel Bulawa, Katharina Fischer-Zernin, Sidney Gregor-Wielan, Nadja Grichisch, Katrin Hofmann, Dr. Anıl Kaputanoğlu, Timo B. Kranz, Azra Kültür, Isabel Permien, Angelina Platz, Carsten Redlich, Christoph Reiffert, Thorsten Schmidt, Nergis Zarifi

Lokalisation Beta
Familienbad Ohlsdorf
Stadtteile

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Themen Beta

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