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U5-Baustelle Bramfeld: Eiszeit-Findling im Stadtteil belassen und in die Haltestelle integrieren Antrag der CDU-Fraktion

Antrag

Letzte Beratung: 26.03.2026 Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne Ö 5.6

Sachverhalt

Am 20. März 2026 wurde bei den Bauarbeiten für die neue U5-Haltestelle in Bramfeld ein außergewöhnlicher Fund gemacht: Ein rund 22 Tonnen schwerer Findling aus der Saale-Eiszeit wurde in etwa sieben Metern Tiefe entdeckt. Der mehrere hunderttausend Jahre alte Granitblock stellt ein bedeutendes geologisches Zeugnis dar und ist zugleich ein seltenes Stück Naturgeschichte im urbanen Raum.

Solche Funde sind nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern bieten auch die Chance, Geschichte für die Bevölkerung sichtbar und erlebbar zu machen. Gerade im Zuge großer Infrastrukturprojekte besteht häufig die Herausforderung, Identität und Bezug zum Stadtteil zu erhalten. Der gefundene Findling eröffnet hier eine besondere Möglichkeit.

Bereits jetzt wird darüber beraten, wo der Findling künftig seinen Platz finden soll. Aus Sicht vieler Anwohnerinnen und Anwohner wäre es wünschenswert, den Findling im Stadtteil zu belassen und möglichst im Umfeld der neuen Haltestelle zu integrieren. Denkbar wäre beispielsweise eine Platzierung im Eingangsbereich oder im Bereich des Bahnsteigs.

Eine solche Lösung würde nicht nur einen gestalterischen Mehrwert schaffen, sondern auch die Geschichte des Ortes sichtbar machen und einen identitätsstiftenden Beitrag für Bramfeld leisten.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll zu prüfen, ob und wie der Findling dauerhaft im Bereich der neuen U5-Haltestelle in Bramfeld integriert werden kann.

Der Regionalausschuss Bramfeld-Steilshoop-Farmsen-Berne möge beschließen:

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Das Bezirksamt wird gebeten, gemeinsam mit der HOCHBAHN U5 Projekt GmbH sowie dem Geologischen Landesamt zu prüfen, ob der auf der U5-Baustelle in Bramfeld geborgene Findling dauerhaft im Stadtteil verbleiben und in die Gestaltung der neuen Haltestelle integriert werden kann.

Dabei soll insbesondere geprüft werden,

a) welche konkreten Standorte im Bereich der Haltestelle (z. B. Eingangsbereich oder Bahnsteig) für eine Integration geeignet wären,
b) welche technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen bei einer dauerhaften Platzierung zu berücksichtigen sind,
c) welche Kosten mit Transport, Aufbereitung und Integration verbunden wären und
d) in welchem Zeitrahmen eine Umsetzung erfolgen könnte.

Dem Regionalausschuss ist über das Ergebnis der Prüfung zu berichten.

Bera­tungs­reihen­folge
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Lokalisation Beta
Bramfeld

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