Schutz der Alsterufer Illegale Bootslagerung beenden, Naturraum wiederherstellen Gemeinsamer Antrag von SPD-, CDU- und FDP-Fraktion
Letzte Beratung: 12.02.2026 Bezirksversammlung Ö 6.7
Die Ufer der Alster und ihrer Kanäle im Bezirk Hamburg-Nord sind ein wertvoller Natur- und Erholungsraum. Doch dieses Ökosystem ist massiv bedroht: Nach Schätzungen von Naturschutzverbänden (BUND, NABU, Kooperationsprojekt Lebendige Alster) lagern dort über 800 Kanus, Kajaks und SUP-Boards illegal.
Obwohl diese Wasserfahrzeuge oft noch benutzungstauglich sind, stellen sie eine erhebliche Belastung dar. Das wilde Lagern und das ständige Überwinden der Uferkanten zerstört die Vegetation, verdichtet die Böden und verdrängt Wasservögel wie Haubentaucherund Schwäne aus ihren Brutgebieten. Zudem droht eine schleichende Umweltverschmutzung: Die Boote bestehen meist aus Kunststoffen, die durch Witterung Mikroplastik, Weichmacher und Harze in Boden und Wasser abgeben.
Das Kernproblem: Bisher fehlt eine klare, rechtssichere Grundlage, um effektiv gegen diese Form der Sondernutzung vorzugehen. Während für Schrotträder im öffentlichen Raum etablierte Verfahren existieren, agieren die Behörden bei wild gelagerten Booten mangels spezifischer Regelungen und Bußgeldbestimmungen bisher zurückhaltend. Es bedarf einer konsequenten Strategie, die sowohl die Entsorgung von Wracks als auch die Entfernung intakter, aber illegal abgestellter Boote umfasst.
Beschluss:
Die Bezirksversammlung möge beschließen:
Für die CDU-Fraktion: Martin Fischer, Gunther Herwig, Stefan Baumann
Für die SPD-Fraktion: Tina Winter, Angelina Timm, Daniela Kerkow
Für die FDP-Fraktion: Claus-Joachim Dickow, Lars Jessen
Keine
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