21-1452

Quartiersfonds 2020
Hier: Neubau einer Kanufreizeitstätte

Mitteilungsvorlage Bezirksamt

Bera­tungs­reihen­folge
Gremium
TOP
30.09.2020
01.09.2020
Sachverhalt

 

Das Bezirksamt schlägt vor, € 176.000,- aus dem Quartiersfonds für den Neubau einer Kanufreizeitstätte am Osterbekkanal für das Haus der Jugend Barmbek zu verwen-den.

 

Die Kanufreizeitstätte liegt direkt am Osterbekkanal an der Grenze zwischen Barmbek und Dulsberg. Die Kanufreizeitstätte wird durch das Haus der Jugend Barmbek von Mai bis Oktober betrieben. Hier können Kinder, Jugendliche und Familien sich un-entgeltlich Kanus, Kajaks oder SUPs ausleihen. Sie werden in der Benutzung ange-leitet, zum Teil durch die pädagogischen Mitarbeiter*innen begleitet. Viele Einrichtun-gen der offenen Kinder- und Jugendarbeit des Bezirks und darüber hinaus nutzen die Kanufreizeitstätte, um mit ihren Besucher*innen einen Ausflug zu gestalten. An-grenzende Schulen, Kitas und soziale Einrichtungen nutzen das Angebot ebenfalls. Die Kanufreizeitstätte ist ein fester Bestandteil des Stadtteils. Viele Kinder, Jugendli-che und Familien nutzen die Einrichtung. Insbesondere für einkommensschwache Besucher*innen ist dieses Angebot in den Schulferienzeiten äußerst attraktiv.

 

Neben dem Verleih werden in der Kanufreizeitstätte eigene Gruppenangebote des Haus der Jugend Barmbek vorgehalten. Hier können die Stammnutzer*innen Billard und Darts spielen, mit den Betreuer*innen Gesellschaftsspiele erproben, kochen und finden verlässliche Ansprache zu Problemlagen. Regelmäßig bietet der Straßensozi-alarbeiter Sprechzeiten in der Kanufreizeitstätte an.

 

Die Boote werden in ehemaligen gemauerten Garagen auf dem Gelände gelagert und gewartet. Dies soll auch weiterhin so erfolgen. Die Räumlichkeiten der jetzigen Ka-nufreizeitstätte bestehen aus vier zusammengefügten Containern mit einer Gesamt-fläche von ca. 44 m², in der Sanitärräume, ein Aufenthaltsraum mit Küche und ein Abstellraum untergebracht sind. Der Einsatz dieser Container war als Übergangslö-sung geplant, das Raumangebot ist beengt und für viele Besucher*innen nicht an-sprechend.

 

2013 wurde das Grundstück zur Standortsicherung vom Bezirksamt Hamburg-Nord gekauft. Gleichzeitig wurden erste Ideen entwickelt, die provisorische Container-Lösung durch einen eingeschossigen Neubau zu ersetzen. Die Sozialbehörde hat dafür

€ 450.000,- zur Verfügung gestellt. Ein festes Haus bietet an diesem Standort vielfälti-ge Möglichkeiten. So kann der saisonale auf einen ganzjährigen Betrieb erweitert werden. In dem neuen Haus sollen Gruppenveranstaltungen und regelmäßige Bera-tungen stattfinden. Während des ebenfalls geplanten Neubaus des Haus der Jugend Barmbek könnte der offene Betrieb in die Kanufreizeitstätte verlagert werden.

 

Der im hinteren Grundstücksteil zum Wasser gerichtete geplante Neubau hat eine Größe von 114 m². Die funktionale Raumaufteilung sieht einen Gruppenraum, zwei Umkleide- und Sanitärräumen, ein Behinderten-WC und einen Abstellraum vor. Zu-sätzlich bietet die Terrasse mit Blick auf den Osterbekkanal eine Verbesserung der Aufenthaltsmöglichkeit. Das vor dem Gebäude liegende Volleyball-Feld wird verlagert.

 

Die Gesamtkosten für das Vorhaben belaufen sich auf € 717.762,43 gemäß Kosten-berechnung nach DIN 276 und gem. der Drucksache Kostenstabiles Bauen (Pläne und Kostenberechnungen finden sich in der Anlage). Die bereits verfügbaren € 450.000 der Sozialbehörde sind nicht auskömmlich. Das Bezirksamt setzt investive Mittelreserven in Höhe von € 91.760,- ein.

Für die Umsetzung des Vorhabens wird um Bereitstellung der restlichen € 176.000,00,- gebeten.

Im Quartiersfonds stehen aktuell noch € 181.068 zur Verfügung. Hierbei ist eine mög-liche Bewilligung des Antrages "Bauspielplatz Poßmoorwiese" bereits berücksichtigt (s. Anlage).

 

Petitum/Beschluss

 

Der Hauptausschuss nimmt Kenntnis und folgt dem Vorschlag des Bezirksamtes

€ 176.000,- aus dem Quartiersfonds für den Neubau der Kanufreizeitstätte einzusetzen.

 

 

Michael Werner-Boelz