22-3385

Öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektro-Fahrräder Debattenantrag der SPD-Fraktion, der Fraktion Die Grünen und der FDP-Fraktion, angemeldet zur Debatte von der Fraktion Die Grünen

Antrag

Letzte Beratung: 09.04.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 4.9

Sachverhalt

Durch elektrisch unterstützte Fahrräder verändert sich die Mobilität in Hamburg gerade auch in unserem großen Bezirk Wandsbek. Für längere Strecken, die sonst nur mit dem Auto bewältigt werden konnten, stellen elektrisch unterstützte Fahrräder für Menschen, die Rad fahren können, mittlerweile ein gutes alternatives Fortbewegungsmittel dar. Dazu gehören auch Lastenräder, die durch das hohe Gewicht häufig nur mit elektrischer Unterstützung gut handhabbar sind.

Wenn elektrisch unterstützte Fahrräder jedoch über lange Zeit und für mehrere aneinandergereihte Mobilitätsanlässe verwendet werden, reicht der Akku nicht. Unterwegs gibt es nur wenige, häufig sogar gar keine Lademöglichkeiten. Meist ist z.B. ein Aufladen bei der Arbeit nicht möglich. Darüber hinaus werden auch Lademöglichkeiten benötigt für Touristen und andere Menschen, denen das Laden zuhause nicht möglich ist.

r Elektrofahrzeuge gibt es mittlerweile zahlreiche Lademöglichkeiten im öffentlichen Raum, für elektrisch unterstütze Fahrräder sind die Möglichkeiten bislang sehr begrenzt und von der Initiative weniger privater Unternehmen abhängig. Daher ist es geboten, Angebote im öffentlichen Raum zu schaffen.

r die Umsetzung erster Standorte bieten sich Standorte in den Stadtteilzentren an um das Laden mit Besorgungen verbinden zu können.

Da die Ladesysteme für Fahrräder weniger standardisiert sind als die von Pkw wäre eine Kombination aus Fahrradabstellmöglichkeit nach Vorbild der B+R Stationen an U-Bahnhöfen, Ladesteckern für die gängigsten Systeme und kleinen Schließchern für Akkus mit Steckdose optimal. So kann bei den gängigsten Systemen auf das Mitführen der schweren Ladegeräte verzichtet werden und dennoch können alle Elektrofahrradbesitzer laden.

Wie so ein Angebot beispielsweise aussehen könnte, ist auf dem Foto einer Ladestation an der Rindermarkthalle erkennbar.

Abbildung 1: Ladestation an der Rindermarkthalle in Hamburg

Petitum/Beschluss

Die zuständige Fachbehörde wird gebeten,

  1. gemeinsam mit den Radkultur Hamburg/der BVM und HEnWmobil/der BWI ein sinnvolles Angebot zum Laden von elektrisch unterstützten Fahrrädern im öffentlichen Raum in Wandsbek zu entwickeln.
  2. Dabei soll berücksichtigt werden, ob und wie bestehende Strukturen und Systeme genutzt werden können. Das könnte etwa
    1. die Erweiterung von Ladesäulen für Pkw um Lademöglichkeiten für Fahrräder sein,
    2. die Erweiterung der Abstellanlagen „Radparken im Quartier“ oder der B+R Stationen an U-Bahn Stationen um Lademöglichkeiten sein,
    3. oder eine Adaption kleiner Schließcher für Akkus an den Radstationen, die bereits jetzt mit Steckdosen ausgestattet sind.
  3. Fragen der Sicherheit (Akkus, Ladegeräte und Fahrräder müssen aufbewahrt werden können) und ein Vorschlag der Finanzierung des abgenommenen Stroms z.B. durch eine Bezahlfunktion sind zu berücksichtigen.
  4. Auf Grundlage der Ermittlung bisheriger Erfahrungen Standortvorschläge, welche ohne den Wegfall von Parkständen realisierbar sind, für Stadtteilzentren etwa im Wandsbeker Kern, in Poppenbüttel, Rahlstedt, Volksdorf oder Bramfeld zu machen um dort mögliche Pilotprojekte zu starten.
  5. die Ergebnisse im Mobilitätsausschuss vorzustellen um dort über die Umsetzung zu entscheiden
Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Anhänge

keine Anlage/n

Lokalisation Beta
Poppenbüttel Rahlstedt Volksdorf Bramfeld

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