Mehr Sicherheit für Kinder auf der Alsterdorfer Straße: Gesicherte Querung und Dialog-Displays
Letzte Beratung: 23.02.2026 Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Ö 5.3
Der Antrag in Kürze und einfacher Sprache:
Problem: Die Alsterdorfer Straße liegt zwischen den Häusern von einer Schule und einer Kita. Viele Kinder müssen über die Straße. Es gibt nur eine Mittel-Insel. Das ist nicht sicher genug. Oft fahren Autos zu schnell. Besonders morgens und nach der Schule ist es gefährlich.
Lösung: Eine Ampel oder ein Zebra-Streifen soll gebaut werden. Ein Bildschirm soll Autofahrernzeigen, wie schnell sie fahren.
Wer das machen soll: Das Bezirksamt und die Polizei sollen das prüfen.
Die Alsterdorfer Straße trennt zwei Standorte der Zukunftsschule und Kita Alsterpalais (Hausnummern 523+534), zwischen denen täglich zahlreiche Kinder und Jugendliche unterwegs sind. Insbesondere zu Schulbeginn, in den Pausenzeiten und zum Schulschluss kommt es regelmäßig zu konfliktträchtigen Situationen zwischen querenden Schüler*innen und dem motorisierten Verkehr. Die zwar in Höhe Hausnummer 529 und damit zwischen den beiden Standorten bestehende Mittelinsel bietet zwar eine bauliche Querungshilfe, gewährleistet jedoch keine ausreichende Sicherung des Querungsvorgangs.
Auf die Situation fast am Nordende der Alsterdorfer Straße machte die Zukunftsschule am 4. Februar 2026 mit einer von der Polizei begleiteten Aktion aufmerksam („Roter Teppich für Schulkinder“, s. Fotos). Zudem wurde eine umfangreiche Eingabe beim Regionalausschuss eingereicht [1].
Eine signalgesicherte Querung (Ampel/LZA) stellt die wirksamste Maßnahme dar, um die Querungssicherheit nachhaltig zu erhöhen. Sollte eine LZA aus fachlichen Gründen nicht realisierbar sein, bietet ein Fußgängerüberweg („Zebrastreifen“) eine geeignete Alternative, um Sichtbarkeit, Aufmerksamkeit und Vorrangregelung für den Fußverkehr zu verbessern.
Mit der jüngst erfolgten Überarbeitung der Hamburger Richtlinien für die Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen (HRVV) wurde ausdrücklich der fachliche und rechtliche Spielraum geschaffen, im unmittelbaren Umfeld von Schulen und Kitas gesicherte Querungsanlagen einzurichten, sofern – wie hier – ein gebündelter Querungsbedarf und eine besondere Schutzbedürftigkeit vorliegen.
Die Installation von Dialog-Displays ergänzt die Querungssicherung sinnvoll, da empirische Untersuchungen zeigen, dass Geschwindigkeitsrückmeldungen die Einhaltung von Tempolimits signifikant verbessern und insbesondere im Schulumfeld wirksam sind.
Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss FOLAG beschließen:
Für die GRÜNE Fraktion
Carsten Redlich
[1]http://sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1016228
Fotos (Reiffert/GRÜNE Fraktion): Aktion „Roter Teppich für Schulkinder“, 4.2.26
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