Die Auswirkungen der Klimakrise werden in Hamburg immer deutlicher sichtbar. Hitzewellen treten häufiger auf, dauern länger an und erreichen höhere Temperaturen. Kinder gehören zu den Bevölkerungsgruppen, die durch extreme Hitze besonders gefährdet sind. Ihr Organismus kann hohe Temperaturen schlechter ausgleichen als der von Erwachsenen, sie erhitzen schneller, ihre Haut ist empfindlicher und sie sind stärker auf schattige Aufenthaltsorte sowie ausreichende Trinkmöglichkeiten angewiesen.
Spielplätze sind selbstverständlich besonders während der Sommermonate einer ihrer wichtigsten Aufenthaltsorte. Dies gilt insbesondere für Kinder aus einkommensärmeren Familien, die aufgrund beengter Wohnverhältnisse, fehlender Gärten oder finanzieller Einschränkungen in besonderem Maße auf kostenfrei nutzbare öffentliche Räume angewiesen sind. Werden Spielplätze durch fehlenden Schatten, überhitzte Spielgeräte oder unzureichende Begrünung während Hitzewellen unbenutzbar, trifft es diese Kinder besonders stark.
Metallteile an Spielgeräten, beispielsweise Rutschen, erhitzen sich an Sommertagen auf Temperaturen, die Verbrennungen verursachen können. Gleichzeitig fehlen auf vielen Spielplätzen wirksame Hitzeschutzmaßnahmen wie ausreichend große schattenspendende Bäume, Sonnensegel oder Wasserspiele.
Wir fragen daher:
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Wie verteilen sich zwischen dem Bezirksamt Hamburg-Nord und der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) die Zuständigkeiten hinsichtlich Planung, Bau, Unterhalt und Klimaanpassung von öffentlichen Spielplätzen?
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Welche Vorgaben bzw. Leitlinien bestehen derzeit für den Hitzeschutz auf öffentlichen Spielplätzen?
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Welche Temperaturen wurden während der aktuellen Hitzewelle auf typischen, nicht verschatteten Spielplätzen im Bezirk Hamburg-Nord in den Nachmittagsstunden gemessen oder werden auf Grundlage vorhandener Erkenntnisse erwartet (insbesondere an Metallteilen wie Rutschen)?
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Wie bewertet das Bezirksamt diese Temperaturen im Hinblick auf die sichere Nutzbarkeit von Spielplätzen durch Kinder?
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Liegen dem Bezirksamt Erkenntnisse darüber vor, welche Spielplätze im Bezirk aufgrund fehlender Verschattung während sommerlicher Hitze nur eingeschränkt oder praktisch nicht nutzbar sind? Falls ja, welche?
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Gibt es eine Möglichkeit für Interessierte, online herauszufinden, welche Spielplätze im Bezirk ausreichend schattig sind, um auch bei starker Sonneneinstrahlung gut nutzbar zu sein?
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Welche Klimaanpassungsmaßnahmen sind auf Spielplätzen im Bezirk Hamburg-Nord in den kommenden Jahren geplant?
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Sind Pilotprojekte vorgesehen oder in Vorbereitung, insbesondere
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zur Installation von (begrünten) Sonnensegeln oder anderen Verschattungssystemen
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zur Erprobung anderer innovativer Hitzeschutzmaßnahmen
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zur wissenschaftlichen Begleitung entsprechender Maßnahmen?
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Welche zusätzlichen Baumpflanzungen oder sonstigen Begrünungsmaßnahmen sind auf Spielplätzen im Bezirk geplant?
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In welchem Umfang werden bei Neubauten oder grundlegenden Sanierungen von Spielplätzen Aspekte des sommerlichen Hitzeschutzes berücksichtigt?
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Werden bei der Planung neuer Spielplätze oder beim Austausch von Spielgeräten die Ausrichtung von Rutschen und anderen stark sonnenexponierten Spielgeräten berücksichtigt, beispielsweise durch eine bevorzugte Ausrichtung nach Norden? Gibt es andere geeignete Maßnahmen zur Verringerung der Aufheizung? Falls ja, nach welchen Kriterien erfolgt die Platzierung von Spielgeräten dann?
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Welche Planungen bestehen zur Errichtung zusätzlicher Wasserspielangebote oder anderer Möglichkeiten zur Abkühlung auf öffentlichen Spielplätzen?
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Ist vorgesehen, auf öffentlichen Spielplätzen im Bezirk, ggf. in Kooperation mit externen Partner*innen wie z.B. Kliniken, kostenfreie Sonnencremespender zu erproben oder dauerhaft einzurichten? Falls nein, warum nicht?
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Welche Rolle spielen die Ergebnisse der Hamburger Klimaanpassungsstrategie bei der Priorisierung von Maßnahmen auf Spielplätzen im Bezirk Hamburg-Nord?
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Beabsichtigt das Bezirksamt, künftig systematisch zu erfassen, welche Spielplätze aufgrund ihrer Ausstattung und Verschattung besonders hitzebelastet sind und daraus Prioritäten für Investitionen abzuleiten? Welche Ressourcen wären dafür ggf. notwendig?