Gedenken an Julius Fressel historisch einordnen Beschlussempfehlung des Regionalausschusses Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg
Der Regionalausschuss Barmbek-Uhlenhorst-Hohenfelde-Dulsberg hat sich in seiner Sitzung am 09.04.2018 mit o. g. Thematik auf der Grundlage eines gemeinsamen Antrages der SPD- und GRÜNE-Fraktion befasst und folgende Beschlussempfehlung bei Gegenstimmen der CDU-Fraktion mehrheitlich verabschiedet:
Behörde für Kultur und Medien
Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg)
HMS Hamburg Media School GmbH
Hochschule für bildende Künste (HFBK Hamburg)
TIDE
Miami Ad School
Studierendenwerk Hamburg
Geschichtswerkstatt Barmbek
Begründung:
Gemäß der Drucksache 20-5526 von der SPD- und GRÜNE-Fraktion existiert eine historische Einordnung insbesondere zu dem politischen Wirken von Julius Fressel in der NS-Zeit bislang nicht. Eine bloße Entfernung des Gedenksteins und damit eine Tilgung von Person und Debatte aus dem öffentlichen Raum erscheint nicht zielführend. Vielmehr sollte ein transparenter und offensiverer Umgang mit der zweifelhaften Würdigung gefunden werden. Eine künstlerische Befassung mit der Person und dem Wirken Fressels sowie der Debatte um dessen Würdigung könnte dabei gewinnbringend sein.
Es erscheint daher sinnvoll, eine Initiative zur historischen Einordnung der Person Julius Fressels zu starten. Ziel sollte sein, den Betrachtenden des Gedenksteins eine kritische Auseinandersetzung mit Fressel zu ermöglichen, beispielsweise durch zusätzliche Informationen auf einem weiteren erläuternden Schild oder auch die Einbettung in einen künstlerisch gestalteten Kontext. Dabei soll auch darüber debattiert werden, ob der Gedenkstein an Ort und Stelle verbleiben oder an einen anderen Ort wie zum Beispiel ein Museum der Stadt Hamburg gebracht werden soll.
Der Hauptausschuss folgt der Beschlussempfehlung.
Gedenkstein für Julius Fressel, Kunst- und Mediencampus Hamburg, Finkenau 35 Ecke Uferstraße
Keine Orte erkannt.
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.