Eingabe: Zum TOP "Maßnahme Schutzstreifenmarkierung Jarrestraße" - Stellungnahme des ADFC zur Kenntnisnahmeschlussverschickung -
Letzte Beratung: 23.03.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 4.2.5
Das Bezirksamt Hamburg-Nord informiert über die folgende Bürgereingabe:
„Die Herstellung von Radverkehrsanlagen in der Jarrestraße begrüßen wir ausdrücklich. Die Straße stellt eine wichtige Rad-Verbindung dar und wird entsprechend viel genutzt, nicht zuletzt, weil sich etliche Ziele wie Einkaufsmöglichkeiten und mehrere soziale Einrichtungen direkt in oder in der Nähe der Jarrestraße befinden.
Besonders das mehrreihige Halten und Parken von Kfz führt in der Jarrestraße zu schlechten
Sichtbeziehungen und einem Unsicherheitsgefühl, das etliche Radfahrende veranlasst, die Gehwege zu befahren.
Schutzstreifen sollen nun explizit einen Raum für Radverkehr vorhalten, das ist ein guter Schritt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Gehwege damit wieder den Zufußgehenden vorbehalten sind, also die Streifen von der überwiegenden Mehrheit auch genutzt werden.
Schutzstreifen und Parkstände
Im Mischverkehr können Radfahrende zu parkenden Kfz selbst einen ausreichenden Sicherheitsabstand wählen, um Türen auszuweichen, die geöffnet werden. (Die Polizei empfiehlt mindestens einen Meter, ein Unterschreiten führt im Zweifel zu einer Mitschuld bei einem Dooring-Unfall.)
Die geplanten Schutzstreifen führen Radfahrende nun allerdings direkt an den parkenden Kfz entlang.
Ein Fahren links der Schutzstreifen akzeptieren viele Autofahrende nicht, das "Revierverhalten" wird ausgeprägter, wie die Erfahrung zeigt. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man innerhalb der Schutzstreifen ausreichend Abstand zu parkenden Kfz halten kann. Der Sicherheitstrennstreifen zwischen Radverkehr und Parkständen sollte daher möglichst 75 cm breit sein, statt der geplanten 50 cm. Denn besonders unsichere Radfahrende halten sich eher rechts im Schutzstreifen, um den Abstand zu den Überholenden zu vergrößern, denen das Einhalten von 1,50 m bzw. 2 m bei Kindern und durch Busse oft nicht gelingt - und begeben sich damit in den Bereich, in den Autotüren geöffnet werden.
Der Sicherheitstrennstreifen soll deutlich als nicht zu beparkende Fläche markiert werden, bspw. Könnte dies als Verkehrsversuch durch eine Auftragung von Verkehrszeichen 299 (Zickzacklinie) innerhalb des Sicherheitstrennstreifens erreicht werden.
Tempo 30 vor sozialen Einrichtungen und deren Verbindung
In der Jarrestraße gibt es im Bereich des Alten- und Pflegeheimes bereits eine Strecke mit Begrenzung auf 30 km/h. Die Grund- und Stadtteilschule Winterhude hat zwar keinen Eingang zur Jarrestraße, sorgt aber für starken Schüler:innenverkehr in dieser.
Es sollte im Rahmen dieser Maßnahme unbedingt überprüft werden, welche Einrichtungen (hier
insbesondere mehrere Kindertagesstätten, eine Tagesklinik und Alsterdorf Assistenz West/ tagewerk.jarrestadt) nach heutigem Stand der HRVV eine Reduktion auf Tempo 30 ermöglichen und ob diese dann verbunden werden können. Ein geringeres Gesamttempo in der Jarresstraße würde die Sicherheit von Fuß- und Radverkehr zusätzlich deutlich verbessern.
Switch-Parkstände
Gerade im Bereich des Ärztehauses / Kampnagel / Supermarktes sind Switch-Angebote sinnvoll. DieParkstände sollten allerdings möglichst in der Nebenfläche oder am Südende des Rambatzwegesuntergebracht werden, damit der Schutzstreifen die gesamte Straße abdeckt und Radfahrende besondersin diesem hoch frequentierten Bereich nicht aus der Barmbeker Straße gleich wieder auf den Gehwegeinbiegen.“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
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