Eingabe: Umplanung des Vorhabens Umbau der Osterbekstraße zur Fahrradstraße
Das Bezirksamt Hamburg-Nord informiert über dienachfolgende Bürger:innen-Eingabe:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
als langjähriger Anwohner der Osterbekstraße habe ich das Vorhaben des Umbaus der Straße zur Fahrradstraße mit großer Zustimmung aufgenommen. Ein Umbau wäre nicht nur für Fahrradfahrer ein großer Gewinn, sondern auch für alle Anwohner durch die damit verbundene deutliche Lärmminderung des durchaus vorhandenen Autoverkehrs auf einer asphaltierten Straße ggü. Kopfsteinpflaster. Zudem würde das auch viele unnötige Konflikte zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern auf dem gemeinsam genutzten Weg auf der Nordseite der Straße verhindern.
Seit Vorstellung der Umbauplanung vor nunmehr 5 Jahren hat sich der Zustand der Straße u.a. durch diverse Baumaßnahmen (Hamburg Wasser, Hamburg Energie, etc.) noch einmal erheblich verschlechtert, so dass die Benutzung als Fahrradfahrer gerade bei Dunkelheit und bei Nässe immer gefährlicher wird. Leider musste ich feststellen (gem. der neuesten Projektübersicht Straßenplanungen vom Januar 2026, Aktenzeichen 577.01-05/3003), dass die Umbaumaßnahme aufgrund des „Moratoriums Parken“ jetzt erstmal gestoppt wurde.
Dies ist aus meiner Sicht eine gute Gelegenheit kurz innezuhalten und die Planung zu überarbeiten – mit dem Ziel schnell, pragmatisch und kostengünstig eine Verbesserung für alle zu erreichen, ohne emotional aufgeladene Diskussionen über Parkplätze führen zu müssen. Aus meiner Sicht lassen sich die o.g. Vorteile auch erreichen, indem auf die Fahrradstraße verzichtet wird und stattdessen ein einfaches Ersetzen des Kopfsteinpflasters durch eine Asphaltstraße erfolgt. Die einzige zusätzliche Maßnahme wäre eine verbesserte Ein-/Ausleitung von der Barmbeker Straße/Bachstraße. Das Ein-/Ausleiten in die Schleidenstraße/Saarlandstraße wäre problemlos über die dort vorhandene Ampel möglich. Ansonsten müssten nur kleinere Umbaumaßnahmen (z.B. an den Kreiseln) erfolgen.
Der mögliche Einwand, dass eine Fahrradstraße u.a. durch verpflichtendes Längsparken zu einer höheren Sicherheit führt, ist bei der Osterbekstraße auch nur ein theoretisches Problem. In der Praxis betrifft dies im westlichen Teil nur ca. 90 der insgesamt 900 Meter und auch dort ist es so, dass 90% der Querparker heute schon rückwärts parken, so dass die Gefährdung von Fahrradfahrern sehr überschaubar ist (und deutlich geringer als in vielen anderen Hamburger Straßen).
Ich würde mich freuen, wenn Sie sich hier für eine praxisnahe, konfliktfreie Lösung einsetzten, die für alle Beteiligten (Fahrradfahrer, Anwohner, Fußgänger und Autofahrer) zu einem echten Nutzen führt ohne dass wieder viele Jahre nichts passiert.
Mit freundlichen Grüßen“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
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