22-2335

Eingabe: Stellungnahme zur Teilbaumaßnahme Stübeheide - Auswirkungen auf Anwohner (Kornweg)

Mitteilungsvorlage vorsitzendes Mitglied

Sachverhalt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterrichtet über folgende Eingabe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrter Ausschussvorsitzender,

als Anwohner in unmittelbarer Nachbarschaft zur genannten Unterkunft wende ich mich heute erstmals an Sie, da es seit mehreren Monaten wiederkehrend zu Beeinträchtigungen kommt, die ich auf direktem Weg bislang nicht lösen konnte.

Konkret betrifft dies folgende Punkte:

1. Lärmbelastung

Insbesondere während der gesetzlichen Ruhezeiten (werktags 22:0006:00 Uhr) sowie an Sonn- und Feiertagen kommt es regelmäßig zu deutlich wahrnehmbarem Lärm (lautes Geschrei und Rufen im Außenbereich, lautes Abspielen von Musik, Kindergeschrei). Die Geräuschkulisse überschreitet aus meiner Wahrnehmung das nachbarschaftlich übliche Maß und beeinträchtigt die Nachtruhe sowie die Sonn- und Feiertagsruhe gemäß den einschlägigen landesrechtlichen Regelungen. Dies führt unweigerlich zu einem Zustand, in welchem das konzentrierte Arbeiten zuhause sowie die Regeneration von der Arbeitswoche kaum noch möglich sind. Auch das Lüften bei erhöhten Außentemperaturen stellt sich somit als schwierig dar, insbesondere in der Nacht.

2. Vermüllung

Auf dem Gelände sowie im angrenzenden öffentlichen Bereich (Gehweg, Straße, Parkplätze und Wendehammer) sammeln sich regelmäßig Abfälle wie Verpackungen, Flaschen und Zigarettenkippen, die offenbar nicht zeitnah beseitigt werden. Zudem sind wiederholt Vorkommnisse von Sachbeschädigung an unserem Grundstück festzustellen. So wurde am 23. Mai 2026 gegen 18:00 Uhr beispielsweise eine Scheibe im 1. OG unseres Hauses eingeworfen.

3. Belästigung durch Zigarettenrauch

Durch häufiges Rauchen unmittelbar an der Grundstücksgrenze zieht Rauch in unser Wohnumfeld. Ein beschwerdefreies Lüften ist dadurch zeitweise nicht möglich.

4. Sorge um das Kindeswohl / Unfallgefahr für Kinder

Über die genannten Punkte hinaus möchte ich auf eine Beobachtung hinweisen, die mir besondere Sorge bereitet: Zahlreiche in der Unterkunft lebende Kinder halten sich regelmäßig unbeaufsichtigt in Bereichen auf, die für ein Spielen offenkundig nicht geeignet und mit erheblichen Gefahren verbunden sind. So werden unter anderem selbstgebaute Schaukeln an Feuertreppen angebracht und es wird im Bereich der Tiefgaragenein- und -ausfahrt gespielt. Damit bestehen aus meiner Sicht konkrete Risiken für Stürze aus Höhe, Einklemmungen sowie für Unfälle mit ein- und ausfahrenden Fahrzeugen.

Ich gehe davon aus, dass weder der Betreiber der Einrichtung noch die Erziehungsberechtigten diese Situation in vollem Umfang überblicken. Da es sich um Anhaltspunkte für eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls handelt, bitte ich um Weiterleitung dieses Hinweises an das zuständige Jugendamt mit der Bitte um Prüfung nach § 8a SGB VIII sowie um Abstimmung mit dem Betreiber, ob durch bauliche Maßnahmen (z. B. Sicherung der Feuertreppen gegen unbefugte Nutzung) und durch sozialpädagogische Begleitung Abhilfegeschaffen werden kann.

Mein Anliegen ist hierbei ausdrücklich der Schutz der Kinder selbst.

Mir ist bewusst, dass das Zusammenleben in einer Gemeinschaftsunterkunft besondere Herausforderungen mit sich bringt und dass die dort lebenden Menschen Anspruch auf eine würdige Unterbringung haben. Es geht mir ausdrücklich nicht um die Einrichtung als solche, sondern um die konkrete Situation vor Ort, für die ich mir eine gemeinsam getragene Lösung wünsche.

Ich bitte Sie daher höflich um Folgendes:

Prüfung des Sachverhalts und gegebenenfalls Ortstermin

Kontaktaufnahme mit dem Betreiber bzw. der Heimleitung mit dem Ziel, geeignete Maßnahmen zu vereinbaren (wir würden uns konkret wünschen: klare Regelungen für Raucherbereiche, regelmäßige Reinigung des Außenbereichs, Einsatz eines Sicherheits- oder Ordnungsdienstes zur Einhaltung der Ruhezeiten)

Einbeziehung des Ordnungs- und gegebenenfalls Umweltamtes

ckmeldung zum weiteren Vorgehen

Gerne stehe ich für ein Gespräch zur Verfügung und bin bereit, meine Beobachtungen mit Datum und Uhrzeit weiter zu dokumentieren, sofern dies hilfreich ist. Für Rückfragen stehe ich via E-Mail zur Verfügung.

Bitte bestätigen Sie den Eingang dieser E-Mail. Über aktuelle Informationen zum Bearbeitungsstand bin ich dankbar und verbleibe

Mit freundlichem Gruß

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Isabel Permien

Anhänge

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