Eingabe: Fahrradstraße Stübeheide 1. Planverschickung
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterrichtet über folgende Eingabe:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
zur 1. Planverschickung zur Fahrradstraße Stübeheide schicke ich Ihnen folgende Anträge:
Antrag 1
Für alle Anwohner in Klein Borstel ist es essentiell, dass die Geschäftstätigkeit unser Gewerbetreibenden in Klein Borstel durch keine Maßnahme gefährdet wird. Der Dorfkern lebt von den Möglichkeiten, auf kurzem Wege Einkäufe zu erledigen, Cafés zu besuchenetc. Da viele Eltern der Schulkinder von weit her kommen, kommen diese oft mit dem Auto nach Klein Borstel und sind ein wichtiger Teil der Kundschaft.
Mit der derzeitigen Planung der Fahrradstraße, ganz besonders im Bereich Kornweg bis Borstels Ende wird die Geschäftstätigkeit gefährdet:
Ein Grundproblem der Sicherheit für die Radfahrer: -der elterliche Taxiservice vor der ASS - wird nicht gelöst: das die ASS das selbst lösen könnte, wie in der Planverschickung vorgeschlagen, ist illusorisch.
Falls sich die beteiligten Parteien von der Umsetzung der Fahrradstraße in der Stübeheide in dem Bereich nicht abbringen lassen, beantrage ich folgende Änderung:
Antrag 2
Bei der Durchsicht der Planungsunterlagen musste ich feststellen, dass mit einem erheblichen Aufwand für die Einrichtung der Fahrradstraße zu rechnen ist. Fast alle Nebenflächen müssen verändert werden, ebenso die Fahrbahn durch Veränderungen in den Fahrbahnbreiten. Die geplante Verringerung der Parkplätze um 88 trifft die Anwohner, von denen ohnehin schon jetzt sehr viele mit dem Rad unterwegs sind, aber dennoch auf ein Auto nicht verzichten können, sehr. Selbst wenn die Stadt Hamburg dafür Geld im Budget vorrätig hat, finde ich es unverantwortlich, das dieses Projekt in der Form in der heutigen Zeit allgemein knapper Kassen durchgeführt werden soll und die bereits knappen Parkplätze weiter verringert werden. Da ich aber durchaus Verständnis als Radfahrer dafür habe, dass sich auch in Klein Borstel etwas verbessern könnte, stelle ich hiermit folgenden Antrag:
Veränderung der Streckenführung der kompletten Fahrradstraße: Beginnend in der WeLa, in die Stübeheide, bei Stübeheide No 2 Übergang in die Kleine Horst (reine Anliegerstraße und Sackgasse für PKW), von dort in den Sodenkamp bis zum Beginn der Zuständigkeit des Bezirkes Wandsbek. Vorteil: Der Ortskern von Klein Borstel bleibt unberührt, keine Nebenfläche oder Fahrbahnbreite sowie schwierige Parksituation muss in der Stübeheide angepasst werden. Keine Probleme mit Elterntaxis an der ASS. Bedeutend weniger Auto-Rad-Konflikte insgesamt und besonders an den Kreuzungen durch deutlich weniger Autoverkehr. In der Kleinen Horst reicht es vermutlich aus, einmal frischen Asphalt zu verteilen und - falls gewünscht- Beleuchtung zu installieren. Die Beleuchtung könnte, wie derzeit auf der Baustelle der WeLa zu sehen, preiswert mit Oberleitungen ausgeführt werden. Vorteil: gar kein Autoverkehr in der Kleinen Horst sowie Nutzung der Spielstraßen im ersten Teil des Sodenkamps. Im restlichen Sodenkamp dürften die notwendigen Veränderungen ebenfalls gering sein.
Weiterer Vorteil: falls sich der Bezirk Wandsbek zur Einrichtung einer Fahrradstraße ab Sodenkamp / Siriusweg entscheidet, würde der Radweg nahtlos anschließen.
Leider wurde von Seiten der Stadt keine Prüfung der Frequenz der Radfahrer in dem Bereich vorgenommen. Meine persönliche Erfahrung zeigt auf der Strecke eine hohe Frequenz von Radfahrern, die einerseits zu den Schulen fahren und andererseits den Friedhofseingang nutzen, um von dort weiter in die Stadt zu gelangen.
Antrag 3
Bitte geben Sie Auskunft über den zu erwartenden finanziellen Aufwand bei Durchführung des Planes gemäß 1. Planverschickung. Bitte geben Sie Auskunft bezüglich des finanziellen Aufwandes für die Alternativroute gemäß Antrag 2
Antrag 4
Bitte geben Sie Auskunft über die Anzahl Verkehrsunfälle Radfahrer versus Autofahrer in der Stübeheide in den letzten 5 Jahren.
Antrag 5
Verzicht auf die ganze Maßnahme aufgrund des zu erwartenden finanziellen Aufwands für die Stadt Hamburg und damit für die Steuerzahler. Eine Fahrradstraße in „Porsche“ Ausstattung (gemäß der 1. Planverschickung) zu bauen ist momentan finanziell unverantwortlich. Das Budgetdenken sollte von Seiten der Behörde und den Politikern der Einsicht weichen, dass Steuergelder in der derzeitigen geopolitischen Lage vorrangig für andere Projekte eingesetzt werden müssen.
Mit freundlichen Grüßen“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
-
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.