Eingabe: Eppendorfer Landstraßenfest 8
Letzte Beratung: 15.06.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 4.3.8
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord informiert über folgende Bürgereingabe:
„Sehr geehrte Damen & Herren, liebe Vertreter der Nachbarschaft,
das letzte Eppendorfer Landstraßenfestes ist leider erneut vollkommen eskaliert, mit aus unserer Sicht nicht vertretbaren Folgen für die direkte Nachbarschaft. Schon im letzten Jahr (2025) war es unerträglich, dieses Jahr (2026) ist es leider noch schlimmer geworden. Somit handelt es sich um keinen Einzelfall mehr und kann so auf gar keinen Fall weitergehen.
Ich möchte hiermit gerne für uns und unsere Nachbarn am Eppendorfer Baum 39 eintreten, da wir zwar nicht offizieller Teil des Eppendorfer Landstraßenfests sind, aber durch die Verkehrsanbindungen an die U3 (Eppendorfer Baum) und U1 (Klosterstern), sowie durch Kioske etc. direkt betroffen sind. Wir leben in einem Mehrfamilienhaus und haben hier viele kleinere Kinder, die Älteste 11 Jahre alt. Nach dem Baustufenplan Eppendorf (14.01.1955) leben wir in einem reinen Wohngebiet.
Schon im letzten Jahr wurde sich im Vorfeld in unserem unmittelbaren Umfeld sowohl am Kiosk (Eppendorfer Baum 41) als auch beim Edeka (Eppendorfer Baum 35) bereits ab dem Mittag warmgetrunken (es ist ja auch deutlich günstiger als auf dem Landstraßenfest) und es bildeten sich größere Menschenansammlungen im Freien konsumierend, die dann gerne auch unseren Hinterhof sowie Hauseingang für ihre Hinterlassenschaften genutzt haben. Dieses Jahr hat es sich wiederholt, Edeka hat zwar einen Security bestellt, der hat aber nur am Ladeneingang aufgepasst und dem Treiben vor dem Geschäft, sowie im Hinterhof hilflos zugesehen.
Zum Abend hin und vor allem in die Nacht hinein eskaliert die Lage dann zusehends. Es wird wild uriniert, randaliert, Glas geworfen, provoziert und die Nachbarschaft eingeschüchtert & mit diversen mobilen Anlagen beschallt. Edeka macht sein Geschäft bis 21:00 Uhr und spätestens ab dem frühen Abend schlägt die Stunde von Kebab Bey (Eppendorfer Baum 41) und dem Kiosk (Eppendorfer Baum 41). Diese Nachbarn machen das Geschäft des Jahres (es sei ihnen grundsätzlich gegönnt) und verkaufen sehr freizügig Alkohol in Massen direkt aus der Eiswanne auf dem Fußweg vorm Geschäft und kennen keinerlei Rücksichtfür die Nachbarschaft. Das große Problem beginnt dann vor allem aber in den Abendstunden, spätestens wenn auf dem offiziellen Teil des Eppendorfer Landstraßenfest die Stände schließen und sich die Besucherströme Richtung noch offener Trinkquellen verlagern.
Der Mob (leider kann man es nicht mehr anders formulieren) sammelt sich dann um Kiosk und Kebab Bey (Eppendorfer Baum 41) und gibt sich hemmungslos dem Besäufnis und Vandalismus hin. Es fliegen Glasflaschen, wird gepöbelt, in Hauseingänge uriniert, Briefkästen vollgespritzt, Türen beschmiert und wahllos randaliert und gepöbelt. Sowohl Betreiber von Kebab Bey als auch dem Kiosk (Eppendorfer Baum 41) schreiten nicht ein, vielmehr befeuern sie den Umsatz und damit die Umstände vor Ort.
Im Jahr 2025 habe ich mehrfach spät in der Nacht die Polizei (PK23?) gerufen nachdem nach 02:00 Uhr nachts weit über 100 Leute immer noch lautstark randaliert haben und der Kioskbetreiber das Ganze mit lauter Musik beschallt hat. Die Polizisten haben damals die Musik ausstellen lassen, die jedoch nach dem Abrücken direkt wieder aufgedreht wurde – es wurden aber keine Leute angesprochen, nichts aufgelöst oder ähnliches da die Situation bereits kaum mehr beherrschbar war (vor allem nicht zu zweit) und natürlich darauf gehofft wurde das langsam abzukochen bzw. auszusitzen und das nichts „Schlimmeres“ passiert. Aber das war 2025 und ich möchte dazu nicht mehr zu sehr ins Detail gehen.
Dieses Jahr bin ich mit unseren Kindern (8 + 11 Jahre alt) aufgrund der bereits am Samstagnachmittag schon absehbaren Entwicklungen geflohen (aus der Stadt raus) da die Erfahrung 2025 für meine größere Tochter bereits traumatisch war. Meine Frau war jedoch noch auf einer anderen Veranstaltung in Hamburg und ist erst in der Nacht zu Sonntag um ca. 00:30 Uhr zuhause (Eppendorfer Baum 39) eingetroffen. Sie hatte Angst es überhaupt noch ins Haus zu schaffen, wurde vom Mob verhöhnt als sie versucht hat die frisch beschmutzte Tür zu öffnen und hat sich nur noch hastig in die Wohnung geflüchtet. Leider hat sie sich nicht getraut die Polizei anzurufen – ich hatte ihr zuvor nahe gelegt notfalls auch einfach die 110 zu wählen. Es kann nicht sein das man sich in seinem eigenen Hauseingang nicht mehr sicher fühlen kann.
Dazu dann am nächsten Morgen direkt wieder der ganze Müll, tonnenweise Glasscherben, trotz Stadtreinigung (ein großes Danke wie immer an die Stadtreinigung) noch immer Glasbruch auf Fuß- und Radwegen, an der Kreuzung Eppendorfer Baum / Hegestraße und selbst noch vor der U-Bahn Eppendorfer Baum. Selbst am Sonntagabend bei der Rückkehr mit den Kindern als auch noch zu Wochenbeginn auf dem Weg zur Arbeit per Rad. Hindernislauf, weiterhin überall Reste des Glasbruchs.
Wir erwarten das sich auch für unsere Belange als unmittelbaren Nachbarschaft des Eppendorfer Landstraßenfests eingesetzt wird und insbesondere auch die Folgeschäden im Laufe der Nacht durch Konsumverlagerung an den Eppendorfer Baum verhindert werden. Ein weiter so wie nach 2025 kann es nicht geben, die angekündigten Maßnahmen desVeranstalters haben rein gar nichts gebracht (es ist effektiv sogar noch schlimmer geworden). Das Eppendorfer Landstraßenfest in seiner bisherigen Form kann es eigentlich so nicht mehr geben - weder Publikum noch Veranstalter scheinen noch in der Lage zu sein angemessen mit solchen Situationen umzugehen.
Auch von ihnen als unsere Vertreter erhoffen wir uns vor allem mehr Einwirkung bereits im Vorfeld auf zuständige Behörden und unseren Freund & Helfer die Polizei. Es hat mir keinen Spaß gebracht 2025 mehrfach die Polizei zu rufen, sie darüber aufzuklären der der Kiosk (Eppendorfer Baum 41) sie nicht Ernst nimmt (wieder Aufdrehen der Musik) und das sie mit einer Situation konfrontiert sind, die zum Zeitpunkt meiner Beschwerden anscheinend nicht mehr so einfach beherrschbar ist.
Warum lässt man es zu, dass bei gleichzeitigen Auflagen zu einem Zapfenstreich auf der Eppendorfer Landstraße (Schließen der Verkaufsstände) andere Einrichtungen (Kiosk + Kebab Bey am Eppendorfer Baum 41) in einem reinen Wohngebiet anfangen die Nacht in einen Albtraum für sämtliche Nachbarn zu verwandeln? Ich rede da nicht von ein wenig Lärm & Stimmen an einem lauen Sommerabend im Jahr – nein, es geht um hemmungslosen Konsum und Vandalismus durch einen zuvor vom Eppendorfer Landstraßenfest verdrängten Mob, der begeistert von Kiosk und Kebab Bey so lange wie nur irgend möglich die Nacht hindurch bewirtet wird.
So kann es nicht weiter gehen.
Mit der Bitte um Unterstützung vor allem im Hinblick auf die Zukunft. Auch generell für den Umgang mit wilder Außengastronomie (ob direkt Kebab Bey, oder Indirekt Kiosk) 24/7h in einem reinen Wohngebiet.
Vielen Dank &
Mit freundlichem Gruß“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
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