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Eingabe: Eppendorfer Landstraßenfest 3

Mitteilungsvorlage vorsitzendes Mitglied

Letzte Beratung: 15.06.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 4.3.3

Sachverhalt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord informiert über folgende rgereingabe:

Sehr geehrte Damen und Herren des Bezirksamts Hamburg-Nord,

sehr geehrte Frau Dr. Schomburg,

als gebürtige Eppendorferin gibt es das Eppendorfer Landstraßenfest, seitdem ich denken kann.

Ich habe mich in den letzten Jahren immer gefreut, wenn ich es geschafft habe, am Wochenende des Fests in Hamburg zu sein.

Nun sind mein Mann und ich wieder nach Eppendorf gezogen und haben das Fest dieses Wochenende...miterlebt.

Wir waren einfach nur entsetzt.

Und nicht nur wir, auch jeder andere Nachbar, mit dem wir gesprochen haben.

Dieses Fest in dieser Form möchten weder wir als Anwohner noch irgendeiner unserer Nachbarn. Besonders problematisch erachten wir,

  1. dass das Fest vollkommen überfüllt und diesen Menschenmengen nicht gewachsen war. Ich bezweifle, dass die Sicherheits- und Evakuierungskonzepte bei einer Massenpanik am Samstagabend aufgegangen wären, man war nämlich auch so schon reichlich eingequetscht.

Die Deichseln der Stände, die Mülltonnen (an sich ja gut!), die Poller und die komplett überfüllten Bürgersteige hätten ein schnelles Ausweichen verhindert, Schwerverletzte oder gar Tote quasi vorprogrammiert im Ernstfall.
Bitte teilen Sie mir mit, für welche Personenanzahl ein solches Konzept erstellt wurde, wie viele Menschen tatsächlich vor Ort waren und wie kritisch Sie die o.g. Hindernisse erachten.

  1. dass die Menschenmassen auf dem Fest enorme Mengen an Alkohol konsumierten,
    a) tlw. aus Glasflaschen. Überall auf dem Fest und in den Nebenstraßen lagen Scherben.
    Bitte teilen Sie mir mit, ob ein Glasverbot für den Konsum und das Mitführen bestand und wie dessen Einhaltung kontrolliert wurde.
    b) wobei der Eindruck entstand, dass am Samstagabend die überwiegende Mehrheit alkoholisierte, kreischende und aggressive Minderjährige waren.
    Bitte teilen Sie mir mit, welche Maßnahmen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes getroffen wurden.
  1. dass zahlreiche Besucher in Hauseingängen und Vorgärten der Nachbarschaft urinierten und defäkierten.
    Bitte teilen Sie mir mit, für wie viele Menschen kostenlos nutzbare Toiletten zur Verfügung gestellt wurden (Tipp: anscheinend zu wenige!).
  1. dass wir den Notruf wählen mussten, als wir beobachteten, wie zwei Personen in unserem Straßenblock die Gunst der Stunde am Samstagabend nutzen, um mal in Ruhe und beiläufig die Eingangs- und Kellertüren zu inspizieren und auszukundschaften - Ein tolles Gefühl, hier sind jetzt bestimmt einige Leute auf den Gedanken gekommen, im "reichen" Eppendorf mal in der einen oder anderen Wohnung vorbeizuschauen!
  1. dass auch andere Nachbarn sich wegen Auseinandersetzungen mit Besuchern gezwungen sahen, die Polizei einzuschalten.

Um es als Anwohner unmissverständlich auszudrücken: Dieses Fest mit all den damit verbundenen Unannehmlichkeiten möchten wir so nicht mehr.

Angesichts der o.g. Beobachtungen darf man leider unterstellen, dass die Veranstalter mittlerweile komplett überfordert zu sein scheinen mit der Ausrichtung des Fests.

sungsansatz Nr. 1: Das Fest wird zukünftig komplett gestrichen.

sungsansatz Nr. 2: Es werden zukünftig geeignete Maßnahmen getroffen, um dieses Ausarten zu unterbinden (z.B. Zugangskontrollen bezüglich Alter und Alkoholisierungsgrad, striktes Glasverbot und Kontrolle dessen, ausreichend viele und kostenlos nutzbare Toiletten, geringes Eintrittsgeld, früheres Schließen o.ä.).

Bitte teilen Sie mir mit, evtl. unter Mitsendung aller erforderlicher Unterlagen, wie ich diese beiden Lösungsansätze auf kommunaler Ebene über diese E-Mail hinaus anschieben kann (z.B. Bezirksversammlung, Abstimmung der Anwohner über das Abhalten des Fests o.ä.).

Herzlichen Dank im Voraus und mit freundlichen Grüßen

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Isabel Permien

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Eppendorf

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