Eingabe: Elternrat der St. Antonius-Grundschule: Mehr sichere Fahrradabstellmöglichkeiten im unmittelbaren Schulumfeld
Letzte Beratung: 15.06.2026 Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude Ö 4.3.11
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord informiert über folgende Bürgereingabe:
„An den Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude der Bezirksversammlung Hamburg-Nord
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wenden uns als Elternrat der St. Antonius-Grundschule an den Regionalausschuss, weil die Situation rund um unsere Schule für viele Kinder und Eltern inzwischen deutlich unbefriedigend und aus unserer Sicht auch gefährlich ist.
Immer mehr Kinder kommen mit dem Fahrrad oder Roller zur Schule. Das ist ausdrücklich gewünscht und wird vom Schulträger und uns Eltern ausdrücklich unterstützt: Die Kinder bewegen sich, sie lernen ihren Schulweg selbstständiger zu bewältigen, und es reduziert im besten Fall den Bringverkehr mit dem Auto. Damit das wirklich gelingen kann, braucht es aber im direkten Schulumfeld ausreichend sichere und gut erreichbare Abstellmöglichkeiten.
Genau daran fehlt es derzeit, wie auch die beigefügten Fotos eindrücklich belegen.
Die vorhandenen Fahrradbügel reichen nach unserer Beobachtung nicht aus, denn sie sind regelmäßig vollständig belegt. Die beigefügten Fotos zeigen, dass Fahrräder und Roller deshalb auch an Stellen angeschlossen werden, die offensichtlich nicht als sichere Fahrradstellplätze gedacht sind. Besonders problematisch ist, dass auch die Bügel am seitlichen Randstein genutzt werden, die eigentlich verhindern sollen, dass Pkw dort parken.
Dort stehen die Fahrräder unmittelbar an der Fahrbahn. Das ist für Kinder, die ihr Fahrrad dort anschließen oder wieder losmachen, aus unserer Sicht gefährlich.
Gerade Grundschulkinder sind im Straßenverkehr noch nicht so sicher wie Erwachsene. Sie brauchen mehr Platz, mehr Übersicht und einfache, sichere Lösungen. Wenn Kinder ihre Fahrräder direkt am Fahrbahnrand anschließen müssen, weil es keine andere Möglichkeit gibt, ist das kein Zustand, den man einfach hinnehmen sollte.
Wir bitten den Regionalausschuss deshalb, sich mit der Situation kurzfristig zu befassen und das Bezirksamt zu bitten, im unmittelbaren Umfeld der St. Antonius-Grundschule (insbesondere am Eingang Alsterdorfer Straße) zusätzliche Fahrradbügel einzurichten. Dabei sollte ausdrücklich auch geprüft werden, ob ein oder mehrere Kfz-Stellplätze im direkten Schulumfeld, vorzugsweise vor dem Eingang zur Aula, zugunsten sicherer Fahrradabstellflächen umgewandelt werden können.
Wir möchten in diesem Zusammenhang auf die Drucksache 22-1948 zur Einrichtung von Fahrradbügeln vor der Eisdiele im Falkenried 47 hinweisen. Dort wurde vor dem Hintergrund einer beengten Situation, vieler abgestellter Fahrräder und der Verkehrssicherheit insbesondere auch für Kinder vorgeschlagen, einen Kfz-Stellplatz zugunsten mehrerer Fahrradbügel aufzugeben.
Wir begrüßen diesen Ansatz ausdrücklich. Gleichzeitig bitten wir darum, denselben Maßstab auch im Umfeld einer Grundschule anzulegen. Was vor einer Eisdiele für Besucherinnen und Besucher sowie Familien mit Kindern möglich ist, sollte für Schulkinder erst recht möglich sein. Hier geht es nicht nur um Komfort, sondern um Schulwegsicherheit, um nachhaltige Mobilität und darum, Kinder darin zu stärken, ihren Schulweg eigenständig und sicher zurückzulegen.
Uns ist bewusst, dass der öffentliche Straßenraum begrenzt ist und viele Interessen berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig erleben wir täglich, dass Kinder und Eltern derzeit keine gute Lösung vorfinden. Wir möchten nicht warten, bis es zu einem Unfall kommt. Aus unserer Sicht ist es eine naheliegende und verhältnismäßige Maßnahme, hier mehr sichere Fahrradbügel zu schaffen.
Wir bitten den Regionalausschuss daher nachdrücklich, die Schulwegsicherheit an dieser Stelle ernst zu nehmen und eine konkrete Verbesserung auf den Weg zu bringen.
Mit freundlichen Grüßen
Elternrat der St. Antonius-Grundschule“
Anlagen:
Fotos der aktuellen Fahrradparksituation im Schulumfeld.
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.