Eingabe: Dringender Antrag auf Verkehrsberuhigung im Maienweg (Alsterdorf) - akute Gefährdung von Kindern, älteren Menschen und Anwohnern
Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterrichtet über folgende Eingabe:
„Sehr geehrte Damen und Herren der Bezirksversammlung Hamburg-Nord,
sehr geehrte Mitglieder der Fraktionen,
hiermit überreichen wir, die Anwohnerinnen und Anwohner des Maienwegs, eine aktuelle Unterschriftenliste mit der dringenden Bitte, Maßnahmen zur nachhaltigen Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Verkehrssicherheit im Maienweg zu veranlassen. Weitere Unterschriften werden in Kürze nachgereicht.
Die Verkehrssituation im Maienweg ist seit längerer Zeit problematisch. Durch die derzeitige Sperrung der Traute-Laufrenz-Straße hat sich die Lage jedoch deutlich verschärft, da der Maienweg zunehmend als Ausweich- und Durchfahrtsstrecke genutzt wird. Besonders im Bereich der BVE-Anlagen (Hausnummern 71–113) ist aus Sicht der Anwohnerschaft eine akute Gefährdungslage entstanden.
Im betroffenen Abschnitt leben zahlreiche Familien mit Kindern. Darüber hinaus befinden sich in unmittelbarer Nähe zwei Kindertagesstätten sowie ein Alten- und Pflegeheim. Dennoch fehlen dort bislang wesentliche Maßnahmen zur Sicherung des Fußverkehrs. Es gibt weder Zebrastreifen noch bauliche Verkehrsberuhigungen wie Fahrbahnschwellen oder Aufpflasterungen. Die vorhandenen Ampeln liegen in beiden Fahrtrichtungen in zu großer Entfernung, sodass sie im Alltag keine ausreichend sichere Querungsmöglichkeit darstellen. Insbesondere Kinder, ältere Menschen und mobilitätseingeschränkte Personen sind dadurch besonderen Risiken ausgesetzt.
Die derzeitige Tempo-30-Regelung ist zeitlich eingeschränkt und erweist sich aus unserer Sicht als unzureichend. Bereits an Werktagen wird die zulässige Geschwindigkeit häufig überschritten. Besonders in den Abendstunden nach 19 Uhr sowie an Wochenenden wird regelmäßig deutlich schneller gefahren. Die Gefährdung für Anwohnerinnen und Anwohner nimmt dadurch erheblich zu.
Hinzu kommt aus unserer Sicht eine unübersichtliche und lückenhafte Beschilderung. Die Verkehrszeichen werden häufig zu spät oder gar nicht wahrgenommen. Besonders problematisch ist, dass das Alten- und Pflegeheim sowie ein Kindergarten im betroffenen Bereich derzeit nicht durchgehend von der Tempo-30-Regelung erfasst werden, obwohl sich diese Einrichtungen unmittelbar an der Gefahrenstelle befinden.
Zusätzlich beobachten Anwohnerinnen und Anwohner regelmäßig erhebliche Ablenkungen im Straßenverkehr durch die verbotswidrige Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. Gerade in einer engen Wohnstraße mit Fußgängerverkehr verlängert dies die Reaktionszeiten und erhöht das Unfallrisiko deutlich.
Die Sorge der Anwohnerschaft ist nicht nur theoretischer Natur. In der Vergangenheit kam es im Maienweg bereits zu schweren und auch tödlichen Unfällen. Nach Kenntnis der Nachbarschaft kamen unter anderem eine Anwohnerin mit ihrem Hund sowie vor Jahren ein Kind ums Leben. Auch gegenwärtig kommt es immer wieder zu Unfällen, bei denen Haustiere infolge überhöhter Geschwindigkeit verletzt oder getötet werden.
Wir fordern präventives Handeln, bevor erneut ein Mensch zu Schaden kommt.
Wir beantragen insbesondere:
die Einführung eines durchgehenden Tempolimits von 30 km/h im gesamten betroffenen Abschnitt des Maienwegs, 24 Stunden täglich und an allen Wochentagen,
die Installation fester Radarsäulen in beide Fahrtrichtungen,
bauliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung durch Fahrbahnschwellen oder Aufpflasterungen, um das Geschwindigkeitsniveau physisch zu senken,
die Einrichtung von Zebrastreifen an den Einfahrten der Wohnanlage im Bereich Maienweg 71–113, um Kindern eine sichere Überquerung zu ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie höflich um eine zeitnahe Prüfung und Beratung unseres Anliegens im zuständigen Regionalausschuss sowie um Information über das weitere Vorgehen.
Mit freundlichen Grüßen“
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
Isabel Permien
7 Listen mit 100 Unterschriften (komplett geschwärzt)
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