22-2074

Eingabe: Baustellenkoordination WeLa

Mitteilungsvorlage vorsitzendes Mitglied

Letzte Beratung: 27.04.2026 Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel-Ohlsdorf-Alsterdorf-Groß Borstel Ö 4.3.2

Sachverhalt

Die Bezirksversammlung Hamburg-Nord unterrichtet über folgende Eingabe:

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus Sicht zahlreicher Anwohnerinnen und Anwohner sowie betroffener Bürgerinnen und Bürger bestehenerhebliche Missstände in der Baustellenkoordination im Bereich der WeLa. Die aktuelle Situation führt zukonkreten Gefährdungen, insbesondere für Kinder und mobilitätseingeschränkte Personen, sowie zu einerunzureichenden Information der Anwohnerschaft.

  1. Sicherheitsmängel im öffentlichen Raum
  • Das Notfallkonzept wird nicht eingehalten, insbesondere sind nicht genügend Nothaltebuchteneingerichtet. Diejenigen, die eingerichtet sind, werden von Baufahrzeugen und Baumaterial blockiert.Verkehr, der während des Beginns eines Notfalls bereits in den langen Baustellenbereich eingefahrenist, kann so den Rettungskräften nicht ausweichen, zumal innerhalb der Baustelle Informationstafelnfehlen, die den Notfall anzeigen und zum Ausweichen auffordern.
  • Auf Höhe der Hausnummern 122 bis Schluchtweg fehlt ein ausgewiesener Gehweg. Kinder sindgezwungen, ungeschützt die Straße zu überqueren, was eine erhebliche Gefährdung darstellt. DieDurchgänge durch den Bauzaun, damit zumindest der gegenüberliegende Gehweg einigermaßen sichererreicht werden kann, sind teilweise nicht mehr existent und/oder mit Baumaterial versperrt.
  • Vor Hausnummer 122 und 124 lagern seit mehreren Wochen unbewegte Rohre im öffentlichen Raum,ohne erkennbare Nutzung oder Fortschritt.
  • Der Fußgängerüberweg auf Höhe der Hausnummer 211 ist zwar ausgeschildert, jedoch faktisch nichterkennbar, da:

o Rohre direkt vor dem Schild abgestellt sind,
o Beschilderungen regelmäßig durch Baustellenfahrzeuge verdeckt werden.

DIe Beschilderung der Baustelle bzw. der Zufahrten zur Baustelle mit Verkehrszeichen ist rechtswidrig undwidersprüchlich. Insbesondere Lieferanten, Besucher etc. können die nur mündlich kommuniziertenSondererlaubnisse“ nicht kennen. Die Baustelle sollte für den Anliegerverkehr freigegeben und entsprechendbeschildert werden, damit für alle Verkehrsteilnehmer unmissverständlich klar und die rechtliche Situationeindeutig ist, was innerhalb der Baustelle gestattet ist.

Diese Situation wurde mehrfach dokumentiert (u. a. Stand 19.03.2026 und 20.03.2026), ohne dass einenachhaltige Verbesserung erkennbar ist.

  1. Unzureichende Kommunikation und Informationsweitergabe

Zusätzlich bestehen erhebliche Defizite im Informationsfluss zwischen den verantwortlichen Stellen und denAnwohnern. Wichtige Mitteilungen erreichen die Betroffenen entweder gar nicht oder nur indirekt über Dritte. Diesbetrifft unter anderem folgende Informationen:

  1. Wie ist der aktuelle Baufortschritt? Ist noch alles im Zeitplan nach dem harten Winter? Der 1. Bauabschnitt soll beispielsweise im Frühjahr 2026 fertiggestellt sein. Wird das noch der Fall sein. Wenn nein, wann ist mit der Fertigstellung jetzt zu rechnen?
  2. Geplante Samstagsarbeiten aufgrund witterungsbedingter Bauverzögerungen sowie entsprechende Tagessperrungen bzw. Wiedereröffnung der Schranke, wenn die Bauarbeiten beendet sind, gerade Samstags, um die Belastungen für die Anwohner erträglicher zu machen.
  3. Einschränkungen der Friedhofsdurchfahrt (Reduzierung der Öffnungszeit auf 20:00 Uhr aufgrund der Krötenwanderung).
  4. Umfangreiche Verkehrsänderungen durch Bauarbeiten an der U-Bahnbrücke Ohlsdorf (ab 16.03.2026), einschließlich Sackgassenregelungen und Umleitungen.
  5. Ankündigung eines Schienenersatzverkehrs für die U1 zwischen Lattenkamp und Fuhlsbüttel Nord vom 13.07. bis 14.10.2026.

Die Weitergabe dieser Informationen erfolgt offenbar uneinheitlich und nicht flächendeckend. Insbesondere istnicht nachvollziehbar, über welche Kanäle (z. B. Webseite, Aushänge, direkte Anschreiben) alle betroffenenHaushalte zuverlässig erreicht werden sollen. Die Informationen werden teilweise schneller über diergerinitiative verbreitet als durch die Baustellenleitung.

  1. Forderungen aus Bürgersicht

Vor dem Hintergrund der geschilderten Missstände bitten wir den Regionalausschuss um Prüfung undVeranlassung folgender Maßnahmen:

  • Bessere Umsetzung des Notfallkonzepts
  • Rechtskonforme Beschilderung der Zufahrten zur Baustelle und innerhalb der Baustelle, insbesondereAusweis der Baustelle als Anliegerverkehr.
  • Sofortige Herstellung sicherer Fußwege und Übergänge für alle Grundstücke, die innerhalb der Baumaßnahme liegen.
  • Freihaltung und klare Kennzeichnung von Fußgängerüberwegen, einschließlich regelmäßiger Kontrolleder Sichtbarkeit von Beschilderungen.
  • Beseitigung oder ordnungsgemäße Sicherung von abgestellten Baumaterialien, die den öffentlichenRaum beeinträchtigen.
  • Einrichtung eines transparenten und verbindlichen Informationssystems, das alle Anwohnerzuverlässig erreicht (z. B. durch verpflichtende schriftliche Anwohnerinformationen, zentrale Online-Plattform, klar definierte Ansprechpartner).
  • Verbesserte Koordination der Baustellenlogistik, um unnötige Behinderungen und Gefährdungen zuvermeiden.
  1. Klärungsbedarf

Wir bitten insbesondere um Beantwortung der Frage, über welche konkreten Wege die oben genanntenInformationen offiziell an die Anwohnerschaft kommuniziert wurden und wie künftig sichergestellt wird, dass alleBetroffenen rechtzeitig und vollständig informiert werden.

Mit freundlichen Grüßen

HAMBURG WASSER nimmt zur o.g. Eingabe wie folgt Stellung:

- Das Notfallkonzept ist mit den genehmigenden Behörden abgestimmt und umgesetzt.

- Die entsprechende Anordnung ist mit den genehmigenden Behörden abgestimmt und umgesetzt. Die Eingabe wird zum Anlass genommen, die Verkehrsführung an dieser Stelle erneut zu prüfen.

- Auf die vorstehenden Ausführungen wird verwiesen.

- Baumaterialien werden im Baufeld gesichert und ordnungsgemäß gelagert sowie zur weiteren Verwendung vorgehalten.

- Direkt betroffene Anwohner*innen werden mittels Handwurfzetteln informiert. Weitergehende Informationen erfolgen über die bisher bekannten Kanäle.

Newsletter - www.hamburgwasser.de/welawe-newsletter

Projektseite - Wellingsbütteler Landstraße - Wellingsbüttler Weg

- Die Eingabe wird genutzt, um die ausführenden Firmen erneut für die Belange der Anwohner*innen zu sensibilisieren. Dabei sind zugleich die Belange der Baustelle sowie des Baufortschritts zu berücksichtigen.

Hinweise und Anmerkungen werden unsererseits sorgfältig geprüft und ernst genommen. Ziel ist es, eine sichere und eindeutige Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten. Hierzu erfolgt eine enge Abstimmung mit den genehmigenden Behörden; Anregungen werden dabei soweit möglich berücksichtigt und umgesetzt.

Petitum/Beschluss

Um Kenntnisnahme wird gebeten.

Isabel Permien

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