Bürger*innenbudget: Ablauf des Förderzeitraums zum 30.6.2025 Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG der GRÜNE-Fraktion
Am 16.09.2021 hatte die Bezirksversammlung auf Antrag von GRÜNEN und SPD die Einrichtung eines Bürger*innenbudgets für den Zeitraum bis Juni 2024 beschlossen [1]. Die Förderperiode wurde danach einstimmig um ein Jahr verlängert [2] und läuft nun am 30. Juni 2025 aus. Die GRÜNE Fraktion hatte in der Sitzung der Bezirksversammlung am 15.5.25 beantragt, dieses Förderinstrument erneut zu verlängern [3]. Der Antrag wurde in den Sozialausschuss SIIGK am 5.6.25 vertagt.
Das Bürger*innenbudget richtet sich vor allem an Engagierte, die nicht in Vereinen oder Initiativen organisiert sind. Es unterstützt zum Beispiel Bürger*innen, die ein Straßenfest in ihrer Nachbarschaft organisieren wollen. Besonders vorteilhaft ist, dass durch die Ausgliederung der Durchführung des Förderverfahrens an die Freiwilligenagentur für die Antragstellenden nur wenig Bürokratie zu bewältigen ist. Das senkt die Hemmschwelle, sich zu engagieren und entlastet die Bezirksverwaltung.
Vor diesem Hintergrund frage ich:
Ja, es handelt sich um eine Zuwendung.
Bei Förderungen aus Sondermitteln, die von der Zuwendungsabteilung beraten und bearbeitet werden, beträgt der Vorlauf in der Regel von der Antragstellung bis zur Genehmigung - inklusive der benötigten Bewilligung durch den Hauptausschuss oder die Bezirksversammlung – ca. drei Monate. Nach Erteilung der Genehmigung können Projekte begonnen werden.
Beim Bürger*innenbudget beträgt der Vorlauf ca. zwei Wochen zwischen Antragstellung und Genehmigung.
Bei Sondermitteln müssen die Zuwendungsempfangende zum einen in einem Sachbericht über das Projekt und dessen Verlauf berichten und zum anderen die entsprechenden (Original-)Belege zu allen angefallenen Ausgaben einreichen.
Der Verwendungsnachweis für das Bürger*innenbudget ist identisch.
Fehlanzeige.
Ja, die Projekte müssen bis zum 30.06.2025 stattgefunden haben.
Nein, die Abrechnung kann später erfolgen.
Projektanträge, die nach dem 30.06.2025 eingehen, können nicht mehr aus dem Bürger*innenbudget bewilligt werden. Die Freiwilligenagentur verweist Interessierte in diesen Fällen - soweit thematisch passend - auf andere Fördertöpfe (z.B. Bürgerliches Engagement, Sportfonds, Sondermittel der BV, Qualifizierungsfonds fürs Ehrenamt).
Es ist darüber hinaus davon auszugehen, dass in dieser Übergangszeit die Fristen bei der Bewilligung von Sondermitteln in eiligen Fällen verkürzt werden können.
Das Bezirksamt empfiehlt die Vorstellung der Evaluation zum Bürgerbudget in der Julisitzung des SIIGK zu berücksichtigen. Diese bildet dann die Grundlage für eine Neuvergabe der Maßnahme in einem Interessensbekundungsverfahren (IBV).
Daraus ergibt sich folgende Zeitleiste
a. Konzepterstellung – ca. drei Wochen
b. IBV Start (inkl. Veröffentlichung im Amtlicher Anzeiger) – ca. drei Wochen
c. Auswahl und Vertragserstellung – ca. vier Wochen
d. Erstellung des neuen Zuwendungsbescheids – ca. zwei Wochen
Insgesamt ca. drei Monate bis neue Anträge aus dem Bürgerbudget bearbeitet werden können.
Grundsätzlich siehe Punkt 5.
Anträge können nach der Neuvergabe bei neuem Träger eingereicht werden.
Das Bezirksamt erstellt derzeit eine Gesamtevaluation des Bürger*innenbudgets und präsentiert die Ergebnisse am 03.07.2025 im Ausschuss SIIGK.
Dr. Bettina Schomburg
Bezirksamtsleitung
[1] http://sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1011006
[2] http://sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1014144%0D%0A
[3] http://sitzungsdienst-hamburg-nord.hamburg.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=1015228%0D%0A
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