Bezirkspolitik sichtbar machen. Einrichtung digitaler bezirklicher Informationstafeln an zentralen Stadtteilstandorten prüfen Beschluss der Bezirksversammlung vom 26.02.2026 (Drs. 22-3177)
Letzte Beratung: 11.06.2026 Bezirksversammlung Wandsbek Ö 14.6
Folgender Beschluss wurde gefasst:
Die zuständige Fachbehörde wird gebeten,
Die Verwaltung wird gebeten,
Dem Ausschuss für Wirtschaft, Digitales und Katastrophenschutz soll über die Ergebnisse der
Prüfungen und Darstellungen berichtet werden.
Die Senatskanzlei nimmt wie folgt Stellung:
Zu Punkt 1:
Digitale Informationstafeln bieten grundsätzlich den Mehrwert, bezirkliche Informationen gebündelt, aktuell und zielgruppenübergreifend im öffentlichen Raum zugänglich zu machen. Sie er-möglichen eine niederschwellige Ansprache auch jener Bevölkerungsgruppen, die klassische Informationskanäle wie Websites oder soziale Medien nicht oder nur eingeschränkt nutzen. Darüber hinaus können Inhalte flexibel gesteuert und kurzfristig angepasst werden, wodurch eine höhere Aktualität und Relevanz der bereitgestellten Informationen gewährleistet werden können. Bislang dezentral organisierte Informationen aus unterschiedlichen Fachbereichen können in einem zentralen Format zusammengeführt werden. Dies kann zu einer verbesserten Sichtbarkeit bezirklicher Angebote und Veranstaltungen beitragen.
Die vergaberechtlichen Rahmenbedingungen sind jeweils zu prüfen.
Zu Punkt 2:
Die Nutzung bewegt sich derzeit auf einem mittleren Niveau. Standorte mit höherer Verweil-dauer könnten tendenziell gegenüber reinen Durchgangslagen besser geeignet sein.
Die eingesetzte Hardware zeigt sich als zuverlässig, und auch der Pflege- und Betreuungsaufwand wird derzeit als handhabbar eingeschätzt. Eine jährliche Wartung ist empfehlenswert und wird durch den Betreiber wahrgenommen. Ein First-Level-Support bei akuten technischen „Bugs“ wird sichergestellt.
Für den Betrieb der Stele ist ein LAN-Anschluss empfehlenswert – die Nutzung einer SIM-Karte ist ebenfalls möglich, kann aber weniger stabil sein. Sollte die Entscheidung auf den LAN-Anschluss fallen, sollte dies bei der Standortauswahl berücksichtigt werden. aus IT-Sicherheitssicht sollten nur frei verfügbare Informationen auf der Stele abgebildet und kein Zugang zum Intranet der FHH angestrebt werden. Dies ist aus IT-Sicherheitssicht als kritisch zu bewerten, daher wird davon abgeraten.
Eine Stele wird im Fundament fest verankert, benötigt daher einen stabilen Untergrund und ist mit einem Schutz gegen Vandalismus ausgestattet. Auch kann ein Modus auf einer Stele installiert werden, sodass das freie Internet nicht aufgerufen und somit die angezeigten Inhalte auf der Stele durch den Betreiber/ die Betreiberin reguliert werden kann.
Die auf der Stele dargestellten Seite der Hochbahn funktioniert fehlerfrei und zeigt Abfahrtzeiten an den umliegenden Haltestellen in Echtzeit an.
Zu Punkt 3:
Siehe obige Ausführungen unter 2.
Investitionskosten umfassen die Hardware (Herstellung und Installation) sowie die Software. Betriebs- und Unterhaltungskosten beschränken sich auf Strom und LAN. Einmal jährlich ent-stehen Wartungskosten.
Detaillierte Aufstellungen zu den Kosten sowie den Rahmenbedingungen stellt das Amt ITD gerne im Fachausschuss vor.
Zu Punkt 4:
Keine Angaben möglich, da diese Sachverhalte nicht im Fokus des Vorhabens der Stele vor dem Jenfeld-Haus standen.
Zu Punkt 5 & 6:
Weitere Pilotprojekte sind derzeit nicht in der Planung. Der derzeitige Fokus liegt darauf, die Funktionalität der Stele zu optimieren und zu erweitern.
Das Bezirksamt nimmt wie folgt Stellung:
Stellungnahme Fachamt Interner Service zum zweiten Punkt 1:
Eine Evaluierung hinsichtlich Reichweite, Zugänglichkeit und Zielgruppen kann mit den bestehenden Möglichkeiten, insbesondere im Hinblick auf die gewünschte Zielrichtung (Beurteilung der Sinnhaftigkeit digitalerInformationstafeln zur Ergänzung/Verbesserung bestehender Kommunikationsangebote),nicht geleistet werden. Dies gilt insbesondere für die analogen Informationswege, z. B. Flyer der unterschiedlichen Fachbereiche, Wandsbek-Broschüre, Seniorenwegweiser. Diese Erzeugnisse werden per klassischer Pressemitteilung, im Internet und bei Instagram beworben und an den unterschiedlichen Standorten des Bezirksamtes ausgelegt. Welche Personen diese Flyer/Broschüren mitnehmen, lesen, ggf. weitergeben oder sich daraufhin beim Bezirksamt melden, ist für eine Evaluation nicht ausreichend bekannt.
Bei Instagram variieren die Aufrufe je nach Themen von Monat zu Monat. Die Followerzahl ist zum jetzigen Zeitpunkt 2.010. Für die ersten beiden Monate dieses Jahres ergeben sich folgende Werte:
Januar
Februar
März
April
Der Internetauftritt umfasst rund 600 Seiten. Die meisten Aufrufe sind auf den Seiten zum Bürgerservice zu verzeichnen, auf denen über die Dienstleistungen des Bezirksamtes informiert wird, z. B. in den Sozialen Dienstleistungszentren (SDZ). Auch Seiten zur Struktur und den Erreichbarkeiten des Bezirksamtes stechen bei den Klickzahlen heraus.
Januar 47.035 Seitenaufrufe (SDZ rd. 1.800)
Februar 43.862 Seitenaufrufe (SDZ rd. 1.600)
März 52.661 Seitenaufrufe (SDZ rund 1.800)
April: 52.809 Seitenaufrufe (SDZ rund 1.500)
Ob ein Einsatz von digitalen Informationstafeln eine sinnvolle Ergänzung bestehender Informationswege sein kann, kann vom Bezirksamt nicht beurteilt werden.
Die Bezirksversammlung nimmt Kenntnis.
keine Anlage/n
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