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Betrugsmaschen am Telefon: Wie betroffen ist Hamburg-Nord? Kleine Anfrage nach § 24 BezVG der AfD-Fraktion

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG

Sachverhalt

In Bergedorf häufen sich nach Angaben der dortigen Bezirksverwaltung und Polizei die Fälle von Telefonbetrug, bei denen sich Täter beispielsweise als Angehörige, Polizeibeamte oder Mitarbeitende von Banken oder Online-Bezahldiensten ausgeben. Diese Betrugsversuche richten sich häufig gegen ältere Menschen und führen in vielen Fällen zu erheblichen finanziellen Schäden und psychischen Belastungen. Auch in Hamburg-Nord wird seitens der Jüdischen Union eine Aufklärungsveranstaltung für Senioren zu diesem Thema stattfinden.

Um einschätzen zu können, ob auch im Bezirk Hamburg-Nord vergleichbare Entwicklungen zu beobachten sind und ob gegebenenfalls Handlungsbedarf besteht, wird um Auskunft gebeten.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Bezirksamtsleitung:

  1. Sind der Verwaltung oder der Polizei Fälle von Telefonbetrug im Bezirk Hamburg-Nord bekannt? Falls ja, wie viele Fälle wurden in den letzten drei Jahren (2023, 2024, 2025) registriert?
  2. Wie viele dieser gemeldeten Fälle führten zu einem tatsächlichen finanziellen oder materiellen Schaden?
  3. Gibt es Schwerpunkte oder auffällige Muster im Bezirk (z. B. bestimmte Stadtteile oder Zielgruppen)?

Dem Bezirksamt Hamburg-Nord liegen zu Frage 1 bis 3 keine Erkenntnisse im Sinne der Fragestellungen vor. Entsprechende Daten werden auch statistisch nicht erfasst.

  1. Welche Maßnahmen zur Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung gegen Telefonbetrug werden im Bezirk Hamburg-Nord derzeit umgesetzt oder unterstützt?

Pflegestützpunkt und Beratungszentrum für ältere, pflegebedürftige und körperbehinderte Menschen (PBM; SDZ13) händigt Kund:innen – soweit im Beratungsgespräch etwaiger Bedarf erkannt wird – Informationsmaterial der Polizei zum so genannten Enkeltrick aus. Darüber hinaus sensibilisiert PBM hinsichtlich der bekannten Risiken und rät seinen Kund:innen zu Aufmerksamkeit und Vorsicht.

  1. Werden im Bezirk Hamburg-Nord bei Auftreten neuer Betrugsmaschen Warnungen oder Hinweise an die Bevölkerung herausgegeben? Wenn ja, über welche Kanäle?

Soweit PBM Betrugsmaschen bekannt werden, beziehen die Mitarbeitenden diese in die Beratung mit ein. Informationsmaterial wird verteilt, soweit es von Dritten (z.B. Polizei) zur Verfügung steht.

  1. Gibt es im Bezirk Hamburg-Nord spezielle Präventionsangebote oder Beratungsstellen, die sich insbesondere an ältere Menschen oder andere besonders gefährdete Gruppen richten?

PBM richtet sich insbesondere an ältere Menschen. Beratungsgespräche orientieren sich hauptsächlich an der pflegerischen Situation, präventive Hinweise zu Betrugsmaschen können bei Bedarf am Rande Bestandteil sein.

  1. Hält die Bezirksverwaltung zusätzliche Maßnahmen zur Information und Unterstützung der Bürger im Bezirk Hamburg-Nord für erforderlich?

Dem Bezirksamt Hamburg-Nord liegen keine Erkenntnisse oder besondere Hinweise im Sinne der Fragestellung vor.

Dr. Bettina Schomburg 11.06.2026

(Bezirksamtsleitung)

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