22-1859

Aus dem Fliederweg ins Alstertal: Sichere und zumutbare Querung des Brombeerwegs schaffen

Antrag

Sachverhalt

Der Antrag in Kürze und einfacher Sprache

Problem: Menschen aus dem Fliederweg kommen schwer ins Alstertal. Denn der Brombeerweg hat vier Fahr-Spuren und viele Autos fahren schnell. Es gibt keine sichere Über-Querung. Die nächste Ampel ist weit weg. Das ist besonders schwer für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Geh-Problemen.

sung: Eine Ampel am Fliederweg soll gebaut werden. So wird die Über-Querung sicherer und der Weg kürzer.

Wer das machen soll: Die Polizei und die Behörde für Verkehr sollen das prüfen.

Der Zugang ins Alstertal ist für die Menschen in Fuhlsbüttel von hoher Bedeutung als Naherholungsraum, als täglicher Fußweg und als wichtige Verbindung im Quartier. Wer aus dem Fliederweg kommend ins Alstertal gelangen möchte, findet auf den ersten Blick einen idealen Zugang: Direkt gegenüber der Einmündung Fliederweg öffnet sich der Weg ins Grün. Was fehlt, ist aber eine sichere und leicht erreichbare Querungsmöglichkeit über den Brombeerweg.

Der vierspurige Brombeerweg ist rege befahren, zeitweise durch Umleitungsverkehre zusätzlich belastet und weist bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h wegen seiner schnurgeraden Führung und großen Breite oft höhere gefahrene Geschwindigkeiten auf. Ein Artikel des Hamburger Abendblatts bezeichnete den Brombeerweg im Zusammenhang mit temporären Halteverboten und Umleitungsverkehren als „endgültig Autobahn“. Diese zugespitzte Formulierung macht deutlich, was Anwohnende hier vorfinden: Eine Querung in einer „Autoverkehrslücke“ ist bei vier Fahrspuren realistisch nicht möglich erst recht nicht für Kinder, ältere Menschen oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen.

Genau diese Gruppen sind hier jedoch regelmäßig unterwegs: Im Fliederweg befindet sich unter anderem der Sozialdienstr den Stadtteil Ohlsdorf, zudem nutzen viele Familien und Senior*innen diesen Weg ins Alstertal.

Die nächste gesicherte Querung mittels Lichtsignalanlage befindet sich über 400 Meter entfernt an der Einmündung Heinrich-Traun-Straße. Der notwendige Umweg beträgt rund sechs Minuten pro Richtung also etwa 12 Minuten zusätzlich, nur um den Brombeerweg zu überqueren. Alternativ kann die Unterführung am Schanzenberg genutzt werden. Auch hier entsteht ein Umweg von rund sechs Minuten je Richtung bei durchschnittlicher Gehgeschwindigkeit.

Wer schlecht zu Fuß, mit Kindern unterwegs oder auf kurze, direkte Wege angewiesen ist, r den ist das mehr als eine Unbequemlichkeit.

Die Hamburger Fußverkehrsstrategie sowie die Ziele des Senats zur Stärkung des Umweltverbundes betonen die Bedeutung direkter, sicherer und barrierearmer Wege. Dazu gehört auch die Frage: Wie viel Umweg ist im Alltag akzeptabel? An dieser Stelle ist die Antwort klar: Die derzeitige Situation verfehlt dieses Ziel deutlich.

Eine Lichtsignalanlage für Fußnger*innen auf Höhe des Fliederwegs würde:

  • den direkten Zugang ins Alstertal ermöglichen,
  • die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöhen,
  • Umwege deutlich reduzieren,
  • insbesondere Kindern, älteren Menschen und Personen mit Einschränkungen eine Nutzung dieses Naherholungsgebiets erleichtern.

Sie wäre damit ein konkreter, sichtbarer Beitrag zur Stärkung des Fußverkehrs und zur Teilhabe im Quartier.

Petitum/Beschluss

Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss LangenhornFuhlsbüttelOhlsdorfAlsterdorfGroß Borstel beschließen:

  1. Die zuständigen Behörden auf Landesebene (Polizei, BVM) werden gebeten zu prüfen, ob und wie auf Höhe der Einmündung Fliederweg eine Lichtsignalanlage für Fußnger*innen über den Brombeerweg eingerichtet werden kann.
  2. In der Prüfung sind insbesondere die Querungsbedarfe von Kindern, älteren Menschen sowie Personen mit Mobilitätseinschränkungen zu berücksichtigen.
  3. Die Ergebnisse der Prüfung werden dem Regionalausschuss zeitnah bekanntgegeben, einschließlich einer Einschätzung zu den Auswirkungen auf Verkehrssicherheit, Umwegzeiten und hinsichtlich glicher Alternativen zu einer Ampel.
  4. Ziel ist eine sichere, direkte und alltagstaugliche Querungsmöglichkeit, die den Zugang ins Alstertal für die Anwohnenden des Fliederwegs und der angrenzenden Quartiere deutlich verbessert.

r die GRÜNE Fraktion
Daniela Clément

Anhänge

Lichtsignalanlagen und Umwege Fliederweg/Brombeerweg

(Quelle: GRÜNE Fraktion Nord / Kartengrundlage: LGV Hamburg / dl-de/by-2-0)

Lokalisation Beta
Fuhlsbüttel Ohlsdorf Friedhof Ohlsdorf Heinrich-Traun-Straße

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