Aus dem Fliederweg ins Alstertal: Sichere und zumutbare Querung des Brombeerwegs schaffen
Der Antrag in Kürze und einfacher Sprache
Problem: Menschen aus dem Fliederweg kommen schwer ins Alstertal. Denn der Brombeerweg hat vier Fahr-Spuren und viele Autos fahren schnell. Es gibt keine sichere Über-Querung. Die nächste Ampel ist weit weg. Das ist besonders schwer für Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Geh-Problemen.
Lösung: Eine Ampel am Fliederweg soll gebaut werden. So wird die Über-Querung sicherer und der Weg kürzer.
Wer das machen soll: Die Polizei und die Behörde für Verkehr sollen das prüfen.
Der Zugang ins Alstertal ist für die Menschen in Fuhlsbüttel von hoher Bedeutung – als Naherholungsraum, als täglicher Fußweg und als wichtige Verbindung im Quartier. Wer aus dem Fliederweg kommend ins Alstertal gelangen möchte, findet auf den ersten Blick einen idealen Zugang: Direkt gegenüber der Einmündung Fliederweg öffnet sich der Weg ins Grün. Was fehlt, ist aber eine sichere und leicht erreichbare Querungsmöglichkeit über den Brombeerweg.
Der vierspurige Brombeerweg ist rege befahren, zeitweise durch Umleitungsverkehre zusätzlich belastet und weist bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h wegen seiner schnurgeraden Führung und großen Breite oft höhere gefahrene Geschwindigkeiten auf. Ein Artikel des Hamburger Abendblatts bezeichnete den Brombeerweg im Zusammenhang mit temporären Halteverboten und Umleitungsverkehren als „endgültig Autobahn“. Diese zugespitzte Formulierung macht deutlich, was Anwohnende hier vorfinden: Eine Querung in einer „Autoverkehrslücke“ ist bei vier Fahrspuren realistisch nicht möglich – erst recht nicht für Kinder, ältere Menschen oder Personen mit Mobilitätseinschränkungen.
Genau diese Gruppen sind hier jedoch regelmäßig unterwegs: Im Fliederweg befindet sich unter anderem der Sozialdienst für den Stadtteil Ohlsdorf, zudem nutzen viele Familien und Senior*innen diesen Weg ins Alstertal.
Die nächste gesicherte Querung mittels Lichtsignalanlage befindet sich über 400 Meter entfernt an der Einmündung Heinrich-Traun-Straße. Der notwendige Umweg beträgt rund sechs Minuten pro Richtung – also etwa 12 Minuten zusätzlich, nur um den Brombeerweg zu überqueren. Alternativ kann die Unterführung am Schanzenberg genutzt werden. Auch hier entsteht ein Umweg von rund sechs Minuten je Richtung bei durchschnittlicher Gehgeschwindigkeit.
Wer schlecht zu Fuß, mit Kindern unterwegs oder auf kurze, direkte Wege angewiesen ist, für den ist das mehr als eine Unbequemlichkeit.
Die Hamburger Fußverkehrsstrategie sowie die Ziele des Senats zur Stärkung des Umweltverbundes betonen die Bedeutung direkter, sicherer und barrierearmer Wege. Dazu gehört auch die Frage: Wie viel Umweg ist im Alltag akzeptabel? An dieser Stelle ist die Antwort klar: Die derzeitige Situation verfehlt dieses Ziel deutlich.
Eine Lichtsignalanlage für Fußgänger*innen auf Höhe des Fliederwegs würde:
Sie wäre damit ein konkreter, sichtbarer Beitrag zur Stärkung des Fußverkehrs und zur Teilhabe im Quartier.
Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss Langenhorn–Fuhlsbüttel–Ohlsdorf–Alsterdorf–Groß Borstel beschließen:
Für die GRÜNE Fraktion
Daniela Clément
Lichtsignalanlagen und Umwege Fliederweg/Brombeerweg
(Quelle: GRÜNE Fraktion Nord / Kartengrundlage: LGV Hamburg / dl-de/by-2-0)
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