Aufklärung über Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) im Bezirk Hamburg-Nord Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG der GRÜNE-Fraktion
Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu schweren und irreversiblen gesundheitlichen Schäden beim ungeborenen Kind führen. Fetale Alkoholspektrum-Störungen (FASD) zählen zu den häufigsten nicht genetisch bedingten Behinderungen in Deutschland. Nach Schätzungen des FASD-Fachzentrums Hamburg werden jährlich rund 500 Kinder in Hamburg mit alkoholbedingten Beeinträchtigungen geboren¹.
Die Weltgesundheitsorganisation stellt klar, dass es während der Schwangerschaft weder eine unkritische Menge noch einen unbedenklichen Zeitpunkt für Alkoholkonsum gibt.² Dennoch zeigen Studien, dass ein erheblicher Anteil der Schwangeren auch nach Kenntnis der Schwangerschaft Alkohol konsumiert.³
In Hamburg sind seit 2025 erstmals auch Diagnosen von FASD bei Erwachsenen möglich⁴. Dies verdeutlicht, dass FASD häufig erst spät erkannt wird und Betroffene oftmals erst nach Jahren Zugang zu Unterstützungsangeboten und bei sozialrechtlichen Ansprüchen erhalten.
Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt Hamburg-Nord:
Bitte nach Art (z. B. Informationsmaterialien, Kampagnen, Projekte), Umfang und ggf. Stadtteilen aufschlüsseln.
Bitte ggf. nach Stadtteilen differenzieren.
Wenn ja, welche Kooperationen bestehen, seit wann und in welchem Umfang?
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Fußnoten / Quellen
¹ NDR, Alkoholschäden im Mutterleib: Diagnosen jetzt auch für Erwachsene, Stand: 09.09.2025, unter Bezugnahme auf Angaben des FASD-Fachzentrums Hamburg. https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/alkoholschaeden-im-mutterleib-diagnosen-jetzt-auch-fuer-erwachsene,fasd-100.html
²https://www.mdr.de/wissen/alkoholverbot-fuer-frauen-who100.html
³ Hamburger Abendblatt, Alkohol in der Schwangerschaft – so verheerend ist ein Glas, 24.10.2023, unter Bezugnahme auf internationale Studien.
https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-nord/article405024520/alkohol-in-der-schwangerschaft-so-verheerend-ist-ein-glas.html
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