Stellungnahme zum Antrag SPD betr. Sietas-Werft - wie geht es weiter?
Letzte Beratung: 02.02.2026 Stadtentwicklungsausschuss Ö 3.1
Vor etwa einem Jahr hat die Pella Sietas Werft in Cranz Insolvenz angemeldet. Nicht das erste Mal in der langen Geschichte der ältesten Werft Deutschlands.
Diesmal aber scheint das Aus für den Werftstandort endgültig zu sein. Der Ausverkauf der Werft endete Ende August mit dem Verkauf des Schwimmdocks an die Flensburger Schiffswerft.
Öffentliche Informationen über die Zukunft des Werftgeländes mit den darauf befindlichen Montagehallen gibt es nicht.
Die Bezirksverwaltung wird gebeten, im Stadtentwicklungsausschuss zu berichten, ob und ggf. welche Erkenntnisse es hinsichtlich der Zukunft des Werftstandortes gibt und welche Nutzungen auf dem Werksgelände geplant oder möglich sind.
BEZIRKSVERSAMMLUNG HARBURG
DER VORSITZENDE
21. Januar 2026
Der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) nimmt zu dem Antrag wie folgt Stellung:
Der zur Finanzbehörde gehörende Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) hat am 13. November 2025 im Zwangsversteigerungsverfahren das Sietas-Werftgelände am Neuenfelder Fährdeich 88 mit einer Gesamtfläche von 147.690 m² für das Allgemeine Grundvermögen der Freien und Hansestadt Hamburg erworben. Der Zuschlag erfolgte zum Meistgebot von 20,01 Mio. Euro. Ein Großteil des Werftgeländes soll perspektivisch im Erbbaurecht vergeben und weiterhin als Industriefläche genutzt werden. Entsprechende Erschließungsmaßnahmen sind in Vorbereitung.
Weitere Flächenanteile sollen insbesondere dem Hochwasserschutz sowie weiterhin der öffentlich-rechtlichen Unterbringung dienen. Zudem wird der dauerhafte Verbleib des denkmalgeschützten Portalkrans Jucho am Neuenfelder Fährdeich gesichert. Die FHH wird den Portalkran in ein künftiges Nutzungskonzept integrieren. Der weitere Umgang mit den ersteigerten beweglichen Unternehmensbestandteilen wird geprüft.
gez. Böhm f.d.R.
Schulz
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.