Sicheren Radverkehr über die Norderelbe während Sperrung der Freihafenelbbrücke ermöglichen (Antrag der Fraktion DIE LINKE)
Letzte Beratung: 19.03.2026 Bezirksversammlung Hamburg-Mitte Ö 8.7
Seit Ende Oktober ist die Freihafenelbbrücke für den Verkehr gesperrt. Ein Binnenmotorschiff war mit der Brücke kollidiert und hat dabei den Mittelteil des denkmalgeschützten Bauwerks stark beschädigt. Statt der direkten Verbindung zwischen der U- und S-Bahnhaltestelle Elbbrücken in der HafenCity und der Veddel muss der Verkehr auf die weiter östlich gelegenen Neuen Elbbrücken ausweichen.
Dieser Umstand stellt insbesondere für den Radverkehr eine besondere Einschränkung dar. Denn die Route über die Neuen Elbbrücke ist für diesen gefährlich und wenig komfortabel. Fahrräder müssen sich den nur 1,50 Meter breiten Radweg entlang der viel befahrenen Billhorner Brückenstraße (B4) mit den Fußgängern teilen. Mit dem Alten Elbtunnel steht außerdem nur eine weitere alternative Möglichkeit für eine kostenfreie Querung der Norderelbe zur Verfügung.
Viele Radfahrende von den Elbinseln sind daher bis zur Sperrung auf die Route über die Freihafenelbbrücke und durch die HafenCity ausgewichen, um die Innenstadt zu erreichen.
Im Januar gab die Wirtschaftsbehörde bekannt, dass die Schäden an der Freihafenelbbrücke irreparabel sind. Da die Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben sei, müsse der Mittelteil der Brücke aus Sicherheitsgründen zurückgebaut werden. Dies soll noch im Laufe des Jahres erfolgen. Ende Februar wurde bekannt, dass die Sanierung wegen des Neubaus der Eisenbahnüberführung über die Norderelbe voraussichtlich nicht vor 2038 abgeschlossen sein wird.
Für den Radverkehr sollte während der Sperrung und Sanierung eine sichere alternative Möglichkeit zur Querung der Elbe gefunden werden, etwa durch die Einrichtung einer provisorischen Brücke, sagt Lau. Hier könnte etwa die Behelfsbrücke, die während der dortigen Brückenarbeiten bei Tatenberg über die Dove-Elbe führte, als Vorbild dienen.
Mit Blick auf die im Frühjahr beginnende Saison für den Radverkehr sollte eine solche Lösung zeitnah erfolgen.
Beschluss:
Die Bezirksversammlung Hamburg-Mitte möge beschließen:
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