Antwort: Schulzenbrücke (Hövelbrücke) | Die unendlichen Baustellen auf der Elbinsel II (Anfrage der CDU-Fraktion)
Fragesteller: Jörn Frommann, Dr. Gunter Böttcher, Roland Hoitz
Im März 2023 wurde das alte Bauwerk der Brücke über die Dove Elbe abgerissen und die Baustelle trennt seither zwei Quartiere auf der Elbinsel und erschwert vor allen Dingen Kindern den Weg zur und von der Schule Rahmwerder Straße. Die neue etwas breitere Brücke sollte im August 2023 fertiggestellt sein. Eine erste Verlängerung der Bauzeit bis Ende 2023 wurde mit „unvorhersehbaren Bodenverhältnissen“ begründet. Als weiterer Grund für die Verzögerungen bis ins Jahr 2024 wurden alsdann vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) „technische Fehler der Stahlbauer“ benannt.
Mängel bei dem mit der Ausführung der Arbeiten beauftragten Unternehmen führten dann Mitte 2024 zu einem dritten Stopp, weil man plötzlich festgestellt hat, dass das Unternehmen keine gültigen Zertifikate für die Arbeiten vorlegen konnte.
Seither ruhen die Arbeiten an der Brücke und das Jahr 2025 neigt sich dem Ende. Eine Fertigstellung der Brücke vor dem Frühjahr 2026 – und damit nach drei(!!) Jahren Bauzeit zeichnet sich immer noch nicht ab. Und dies, obwohl der Senat in seiner Antwort in der Drucksache 22/16735 davon sprach, dass die Fertigstellung „im ersten Halbjahr 2025 ... mit Hochdruck verfolgt“ wird.
Während der LSBG an den Hinweisschildern zur Baumaßnahme am Anfang noch stolz den Fertigstellungszeitpunkt präsentierte, ist dies seit geraumer Zeit nicht mehr der Fall und die Bürger der Elbinsel, aber auch die vielen Besucher des Stadtteils bekommen den Eindruck, dass die Brücke nicht mehr fertig gestellt wird.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die zuständigen Stellen:
Die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) beantwortet die Fragen wie folgt:
1. Soll die Schulzenbrücke (Hövelbrücke) noch fertiggestellt werden? Wenn ja, wann ist mit der Fertigstellung nach aktuellen Schätzungen zu rechnen? Wenn nein, warum nicht?
Die aktuellen Planungen sehen eine Fertigstellung der Brücke Hövelweg bis Ende September 2025 vor.
2. Welche Gründe liegen aktuell für die weitere Verzögerung des Neubaus der Schulzenbrücke vor?
Die aktuelle Verzögerung resultiert daraus, dass Prüfungen seitens des Auftragnehmers nicht bestanden wurden und daher von der Bauüberwachung nicht abgenommen werden konnten.
3. Wie hoch werden die Baukosten entsprechend der aktuellen detaillierten Kostenaufstellung sein und wie haben diese sich seit den ersten Planungen entwickelt?
Die Baukosten werden voraussichtlich 2,49 Mio. Euro (brutto) betragen. Im Rahmen der Planung wurden Baukosten in Höhe von 1,33 Mio. Euro (brutto) veranschlagt. Auslöser für die Kostensteigerung war, dass sich die Umstände im Rahmen der weiteren Planungen als komplexer herausstellen, als in der Planung anfänglich ersichtlich war.
4. Wann wurde der konkrete Terminplan endgültig festgelegt, von dem in der o.g. Drucksache gesprochen wird und wie ist der aktuelle Stand zu diesem?
Der Terminplan wurde im Rahmen der Antwort auf die Drucksache 22/16735 mit dem Auftragnehmer zusammen festgelegt. Der aktuelle Terminplan sieht eine Fertigstellung der Brücke Hövelweg bis Ende September 2025 vor.
5. Welche Maßnahmen werden derzeit unternommen, um die Probleme zu lösen und eine Fertigstellung der Brücke im Jahr 2025 zu ermöglichen?
Es wurden Beschleunigungsmaßnahmen geprüft und derzeit sukzessive umgesetzt, um die Fertigstellung zu ermöglichen. Dies betrifft die Stahlbau- und Korrosionsschutzmaßnahmen, die notwendigen Prüfungen des Stahlbaus sowie die Logistikplanung inklusive der Einholung der erforderlichen Transportgenehmigungen, um vorgefertigte Brückenteile vom Werk zum Einbauort zu transportieren. Des Weiteren laufen enge Abstimmungen mit Leitungsbetreibern und städtischen Versorgungsunternehmen, welche weitere Arbeiten am Bauwerk durchführen, um schnellstmöglich die Fertigstellung der Brücke Hövelweg zu ermöglichen.
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