23-1342

Potentielle Gefährdungslage durch Kampfdrachen (Anfrage der CDU-Fraktion)

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG

Sachverhalt

Fragesteller: Dr. Gunter Böttcher

Kampfdrachen ist ein traditioneller afghanischer Drachensport. Zwei oder mehr Teilnehmer lassen dabei ihre Drachen gegeneinander steigen. Die Schnüre der Drachen sind mit Glasstaub oder Glasscherben versehen. Das Ziel besteht darin, die Schnur des gegnerischen Drachens zu durchtrennen. Gelingt dies, treibt der besiegte Drache davon. Häufig versuchen sogenannte „ufer“, den freigewordenen Drachen einzufangen, was als besonderer Ehrenbeweis gilt.

Ein Problem dieses Freizeitsports entsteht dadurch, dass viele der mit Glas präparierten Schnüre später in der Natur liegen bleiben. Sie verursachen nicht nur Umweltverschmutzung, sondern stellen auch eine Gefahr für Menschen und Tiere dar.

Vor diesem Hintergrund frage ich das Bezirksamt:

  1. Ist dem Bezirksamt bekannt, ob und in welchem Ausmaß in Grünanlagen und Parks in Hamburg-Mitte, insbesondere im Öjendorfer Park, der Kampfdrachensport ausgeübt wird?
  2. Wie viele Fälle wurden in den vergangenen 24 Monaten in Hamburg-Mitte dokumentiert, in denen Kampfdrachen oder deren Schnüre in der Natur aufgefunden wurden? Wie viele dieser Fälle entfielen dabei auf den Öjendorfer Park?
  3. Wie viele dokumentierte Verletzungen von Personen oder Tieren stehen in den vergangenen 24 Monaten in Zusammenhang mit dem Kampfdrachensport in Hamburg-Mitte?
  4. Welche Maßnahmen wurden bislang ergriffen, um die Umweltverschmutzung durch die mit Glas präparierten Schnüre der Kampfdrachen zu reduzieren?
  5. Welche weiteren Schritte plant das Bezirksamt, um Sicherheit und Umweltschutz im Zusammenhang mit dem Kampfdrachensport künftig zu gewährleisten?
Lokalisation Beta
Öjendorfer Park

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