23-1607

Gewerbehof in der alten Feuerwehrwache (Antrag der AfD-Fraktion)

Antrag öffentlich

Sachverhalt

Aller Voraussicht nach wird die Berufsfeuerwehr in Finkenwerder im Frühjahr 2026die neue Wache am Ortseingang beziehen können. Danach stellt sich die Frage, wiedie Nachnutzung des alten Gebäudes bzw. die Nachnutzung des Areals aussieht.

Die Idee, den Rettungsdienst in Teilen in dem Altbestand weiter zu betreiben, wie erin Teilen von politischen Vertretern geäert wurde, entspringt wohl weniger einerNotwendigkeit, haben wir doch mit der neuen Rettungswache an der Aluminiumstraßediese Leistung vor Ort, sondern eher aus Verlegenheit, in Ermangelung kreativerIdeen hinsichtlich einer sinnvollen Nachnutzung.

Dieses Areal, bestehend aus dem alten Feuerwehrgebäude zur Unterbringung vonFahrzeugen und Personal, einer großen Freifläche und dem sogenanntenSchlauchturm oder Feuerwehrübungsturm liegt im gut erreichbaren Ortskern mitbester Anbindung an den ÖPNV. Angrenzend befinden sich die Schiffswerft vonlln GmbH & Co sowie die Finkenwerder Metall- und Maschinenbau oHG, alsoGewerbebetriebe. Was liegt da näher, als auch die freiwerdende Fläche für inFinkenwerder ansässiges Gewerbe zu nutzen. Als Vorbild könnte hier dieMeistermeile in Lokstedt oder auch der Handwerkshof in Altona dienen, natürlich ineinem auf Finkenwerder Verhältnisse angepasstem Maßstab.

Handwerksbetriebe brauchen bezahlbaren Platz für Büro-, Lager-, Personal- undWerkstatträumlichkeiten, aber auch Freiflächen für Container zwecksAbfallentsorgung oder übergroßes Material. Das Gebäude bietet zudem genügendRaum verschiedene Betriebe unter einem Dach zu vereinen, was das Schaffen vonSynergien begünstigt.

Der Bestandsbau im Eigentum der Stadt, verwaltet von der Sprinkenhof AG, wäreggf. zu sanieren bzw. zu modernisieren aber könnte im Anschluss zu attraktivenMietkonditionen angeboten werden.

Diese Maßnahme würde, wie eingangs erwähnt, dem Erfolgsmodell der Meistermeilein Lokstedt nacheifern, verdichtete Handwerksflächen in zentraler Lage, bei besterErreichbarkeit für Mitarbeiter und Kunden, bezahlbar anzubieten. Darüber hinausnnte man so einem Wegzug ortsansässiger Betriebe ins Umland begegnen odersogar neue Handwerksbetriebe aus dem Umland gewinnen.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Vor diesem Hintergrund möge der Regionalausschuss Finkenwerderbeschließen, das Bezirkamt wird gebeten:

1. Mit ortsansässigen Gewerbetreibenden Kontakt aufzunehmen, auchdurch Ansprache des örtlichen Gewerbevereins und ggf. dessen Vertreterzu einer Regionalausschusssitzung einzuladen, um in einer öffentlichenDiskussion zu erörtern, welche Chancen die freiwerdende Fläche derBerufsfeuerwehr in Finkenwerder für in Finkenwerder ansässigeGewerbebetriebe bieten könnte.

2. Bei nicht ausreichender lokaler Resonanz in einem zweiten Schritt inangrenzenden Stadtteilen oder dem Umland ebenfalls entsprechendeKontakte aufnehmen und die Interessenlage zu eruieren.

3. Den Regionalausschuss in angemessenen Zeitabständen überentsprechende Fortschritte in der Sache zu unterrichten, erstmalig imdritten Quartal 2026.

Lokalisation Beta
Finkenwerder Lokstedt

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