Erreichbarkeit der Regionalsportanlage Kirchdorf verbessern - Karl-Arnold-Ring entlasten (Antrag der SPD- und der GRÜNE-Fraktion)
Die Regionalsportanlage Kirchdorf umfasst den Neubau des SV Wilhelmsburg von 1888 e.V.. Dazu gehören auch drei Kunstrasenplätze sowie eine Leichtathletikanlage, die von verschiedenen Sportvereinen genutzt werden, ein öffentlicher Kleinfeldplatz und die Tennisanlage des SV Wilhelmsburg.
Verkehrlich wird die Regionalsportanlage derzeit ausschließlich über eine kleine, einspurige Zubringerstraße erreicht. Diese ist jedoch nicht ausreichend beleuchtet und für ihre zugedachte gemeinsame Nutzung von Fußgänger*innen, Radfahrenden und PKWs zudem sehr schmal. Weiterhin wird die Straße, die vom Karl-Arnold-Ring über eine schmale Brücke abzweigt, auch von den Besucher*innen einer Kita, Schüler*innen der Schule An der Burgweide und Nutzer*innen der Schulsporthalle genutzt. Diese intensive Nutzung, die insbesondere am Nachmittag – wenn Kita und Schule enden und die Nachmittagsangebote für Kinder und Jugendliche auf den Sportanlagen beginnen – führt regelmäßig zu einer Überlastung und teilweise zu sehr gefährlichen Situationen.
Eine deutliche Entschärfung dieser Situation könnte durch drei Maßnahmen erreicht werden:
· Die erste Maßnahme, die wahrscheinlich kurzfristig und mit vergleichsweise geringen finanziellen Mitteln umzusetzen ist, ist die Zufahrt, die für die Bauphase der neuen Anlage des SV Wilhelmsburg eingerichtet wurde und die direkt auf den alten Parkplatz der Anlage führt, weiterhin für Besucher*innen zur Verfügung zu stellen. Diese direkte Zuwegung würde um diesen Knotenpunkt herumleiten und die kleine Brücke, die oftmals das Nadelöhr für den Verkehr ist, entlasten.
· Zweitens ist eine Reaktivierung des Fußweges, der in Verlängerung des Zebrastreifens am Karl-Arnold-Ring zwischen der Schule An der Burgweide und der ehemaligen Schule am Karl-Arnold-Ring 11 hindurch zur Kita auf dem Bauspielplatz führt, denkbar. Dieser Fußweg wurde vor einigen Jahren im Kontext der Sanierung der Schule An der Burgweide geschlossen und die hölzerne Brücke ersatzlos abgerissen. Eine Reaktivierung dieses Weges würde den vorderen Teil der Zubringerstraße deutlich entlasten.
· Drittens sollte mittel- und langfristig eine direkte Verbindung der Regionalsportanlage mit der Otto-Brenner-Straße und damit dem ÖPNV angestrebt werden, da die Sportanlagen und auch die Kita nur ungenügend mit dem ÖPNV zu erreichen sind. Ideal wäre die Errichtung einer neuen Verbindung für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen in Querung des parallel zur Otto-Brenner-Straße verlaufenden Grabens. Sie verbindet die Zubringerstraße direkt mit einer der Hauptverkehrsadern Kirchdorfs und damit mit zahlreichen Buslinien und vermeidet den Umweg durch Kirchdorf-Süd über den Karl-Arnold-Ring. Der Wasserverband Wilhelmsburger Osten, der derzeit diese provisorische Wegeverbindung für die Wetternpflege nutzt, hat seine Zustimmung zu diesem Vorhaben signalisiert.
Der Regionalausschuss möge daher beschließen:
Die zuständigen Stellen werden gebeten,
· Maßnahme 1 (Wiederherstellung der Baustellenzufahrt zum alten Parkplatz der Sportanlage am Karl-Arnold-Ring) zeitnah umzusetzen,
· die Umsetzbarkeit von Maßnahme 2 (Reaktivierung der Fuß- und Radwegverbindung) zu prüfen und eine Kostenschätzung zu erstellen,
· die Umsetzbarkeit von Maßnahme 3 (neue Verbindung zur Otto-Brenner-Straße) zu prüfen und ebenfalls eine Kostenschätzung zu erstellen.
Der Regionalausschuss ist über den jeweiligen Sachstand zu informieren.
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