Ein Zeichen des Verständnisses für Menschen im Autismus-Spektrum setzen - in Erinnerung an das Kind Mehmet Emin Coksert (Antrag der SPD- und GRÜNE-Fraktion)
Im Bereich der Fußgängerbrücke in Verlängerung der Brackstraße ereignete sich im Oktober 2025 ein
tragischer Unfall, bei dem der Junge Mehmet Emin Coksert tödlich verunglückte. Sein Tod hat nicht
nur seine Familie, sondern auch die Schule an der Burgweide sowie den gesamten Stadtteil tief
betroffen gemacht.
Mehmet Emin Coksert war ein Kind im Autismus-Spektrum. Seine besondere Wahrnehmung und sein
Erleben der Umwelt stehen beispielhaft für die Vielfalt menschlicher Lebensrealitäten. Der tragische
Unfall macht zugleich deutlich, wie wichtig Sensibilität, Verständnis und Rücksichtnahme im
öffentlichen Raum sind, insbesondere im Hinblick auf vulnerable Gruppen.
Eine Initiative von Freiwilligen aus dem Stadtteil möchte deshalb in der Nähe des Unfallortes ein
Zeichen von Verständnis und Empathie für Menschen im Autismus-Spektrum setzen in Erinnerung an
das Kind Mehmet Emin Coksert.
Dies soll in der Nähe des Unfallortes durch das Aufstellen eines vandalismussicheren Schattenrisses aus Metall geschehen mit dem Unendlichkeitssymbol in den Regenbogenfarben, welches für Autismus als Teil der
menschlichen Vielfalt steht und einer einfachen Inschrift zum Trost für Familie und Freunde und als
Erinnerung für die AnwohnerInnen.
Gleichzeitig soll dieser würdevolle Erinnerungsort dazu beitragen, die Öffentlichkeit für das Thema
Autismus zu sensibilisieren, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen im
Autismus-Spektrum zu stärken, auf die Lebensrealität von Menschen im Autismus-Spektrum
aufmerksam zu machen und Empathie, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung im Stadtteil
sichtbar zu fördern.
Der Regionalausschuss begrüßt die Idee der Initiative, einen Schattenriss aus Metall in der Nähe des
Unfallortes aufzustellen mit dem Unendlichkeitssymbol in den Regenbogenfarben, welches für
Autismus als Teil der menschlichen Vielfalt steht mit einer einfachen Inschrift zum Trost für Familie
und Freunde des tragisch verunglückten Kindes Mehmet Emin Coksert und zur Erinnerung für die
AnwohnerInnen.
Der Regionalausschuss Wilhelmsburg/Veddel/Kleiner Grasbrook möge deshalb beschließen:
1. Der Regionalausschuss beteiligt sich an den Kosten für die Herstellung und das Aufstellen des
Schattenrisses mit maximal 2.000 € aus regionalen Sondermitteln.
2. Das Bezirksamt wird gebeten,
a. die Initiative bei der Suche eines geeigneten Standortes auf öffentlichem Grund in
der Nähe des Unfallortes zu beraten und
b. eine Sondernutzungsgenehmigung für das Aufstellen eines Schattenrisses aus Metall für den
geeigneten Standort zu geben
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