Die Abrissentscheidung der SAGA für die Siedlung Möllner Landstraße 139 -149, Merkenstraße 1 - 5 und Cottaweg 5 - 19 trifft auf die Wirklichkeit (Antrag der Fraktion DIE LINKE)
Letzte Beratung: 30.06.2026 Regionalausschuss Billstedt Ö 5.5
Die Gespräche seitens der SAGA über ihr Tochterunternehmen WSH haben begonnen. Einige Mieter*innen sind auch bereits umgezogen oder sie stecken in den Vorbereitungen für den Umzug.
Allerdings hört man auch, dass sich Mieter*innen von den Gesprächen unter Druck gesetzt fühlen. Es wird von dem Eindruck berichtet, dass sie seitens der WSH (Wohnservice Hamburg Gesellschaft für wohnungswirtschaftliche Dienste mbH)über den Tisch gezogen werden sollen. Es wurden Wohnungen angeboten, deren Miete teurer sein sollte als die jetzige Miete.
Es gibt aber auch Mieter*innen, die nicht gewillt sind, hier auszuziehen, weil ein Auszug für sie unzumutbare Härten bedeuten würde. Dafür gibt es viele unterschiedliche Gründe, von denen wir einmal den gesundheitlichen Aspekt nennen wollen.
In der momentanen gesellschaftlichen Debatte wird viel über den Erhalt und die Verteidigung unserer Demokratie diskutiert. Hier wird immer wieder betont, dass die Fähigkeit zum Kompromiss ein wesentliches Element der politischen Gestaltungskraft im Sinne unserer Demokratie ist.
Diese gewünschte Fähigkeit zum Kompromiss wollen wir mit diesem Antrag auf die Abrissentscheidung der oben genannten Siedlung anwenden.
Die Idee dahinter ist ganz einfach. Man lässt ein bis zwei Reihen der Reihenhäuser für die Mieter*innen stehen, die hierbleiben wollen oder um es wesentlich klarer zu formulieren, denen man einen Umzug in ein anderes Wohngebiet nicht zumuten kann und den Rest kann die SAGA dann so umweltschonend wie möglich abreißen. Es bleibt dann auch ein Teil der Natur (Gärten) erhalten. Hier muss selbst die SAGA (Antwort auf eine Anfrage der FraktionDie Linkeinder Hamburgischen Bürgerschaft, Drucksache [NR]) zugeben, dass aus ökologoscher Sicht, die Siedlung erhalten werden müsste. Beide Interessenslagen wären dann „befriedigt“. Einige Mieter*innen können in ihrem gewohnten Umfeld wohnen bleiben und die SAGA kann zusätzlichen Wohnraum schaffen. Sicherlich nicht in der Größenordnung wie ursprünglich geplant, aber immerhin.
Diese Idee muss in ein schlüssiges Konzept gegossen werden.
Der Regionalausschuss unterstützt diesen Kompromiss und fordert die SAGA auf, diesen –ein bis zwei Reihen der Reihenhäuser für die Mieter*innen, die in den bestehenden Reihenhäusern Wohnen bleiben wollen bzw. denen man einen Umzug in ein anderes Wohngebiet nicht zumuten kann, stehen zu lassen – umzusetzen.
Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.