Weil es im Brandfall schnell gehen muss freie (Ein- und Aus-) Fahrt für die freiwilligen Feuerwehren in Eimsbüttel. Drs. 22-1823, Beschluss der vom 26.02.2026
Letzte Beratung: 04.05.2026 Kerngebietsausschuss Ö 4.1
Die Behörde für Verkehr und Mobilität meldet Fehlanzeige.
Die Behörde für Inneres und Sport nimmt wie folgt Stellung:
Die freiwilligen Feuerwehren sind ein zentraler Bestandteil des städtischen Brandschutzes. Ehrenamtlich leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Stadtgemeinschaft, den es zu unterstützen gilt. Im Brandfall haben die Feuerwehrleute in der Regel 8 bis 10 Minuten Zeit, zur Wehr zu kommen, um schnellstmöglich ausrücken zu können. Die Standorte liegen zentral, teilweise direkt an Hauptverkehrsstraßen, um möglichst kurze Wege zu allen potenziellen Einsatzorten zu haben. Gerade in Hauptverkehrszeiten kann diese Lage zum Problem werden: Sowohl bei der freiwilligen Feuerwehr Pöseldorf an der Schröderstiftstraße als auch bei der freiwilligen Feuerwehr Eimsbüttel an der Kieler Straße kommt es in diesen Zeiten vor, dass sich der wartende Berufsverkehr von den Ampeln bis vor die Feuerwehr Ein- und Ausfahrten sammelt und diese blockiert. Zum Einsatz per Auto eintreffende, oder für den Einsatz ausrückende Feuerwehrleute bleiben in diesen Situationen des großen Zeitdrucks wenig Möglichkeiten, außer mit Warnsignalen und individueller Kommunikation andere Verkehrsteilnehmer zum „freimachen des Weges“ bewegen zu können, oder sie müssen warten. Insbesondere den Feuerwehrleuten, die mit dem privaten PKW zum Einsatzort eintreffen bleiben wenig Möglichkeiten, da es den übrigen Verkehrsteilnehmern auch nicht einfach erkennbar ist, welches Ziel die Feuerwehrleute verfolgen, wenn sie versuchen sich durch den Verkehr einen Weg zur Wache zu bahnen. Dieser Zustand kann Einsätze um wertvolle Minuten verzögern und erzeugt darüber hinaus immensen Stress und potenzielles Verkehrschaos, wenn sich Einsatzfahrzeuge durch dicht stehenden Verkehr den Weg bahnen müssen. Zum Beispiel an der beruflichen Feuerwehr Stellingen am Basselweg wurde dieses Problem erkannt und es wird entgegengewirkt, indem auf der Straße im Ein- und Ausfahrtbereich eine Sperrfläche markiert ist und eine zusätzlich installierte beleuchtete Infotafel signalisieren kann, dass eine Einsatzsituation vorliegt und mit Ein- und Ausfahrten zu rechnen ist. Eine solche Lösung könnte auch an der Schäferkampsallee und an der Kieler Straße bewirken, dass die Zugangsbereiche auch bei hohem Verkehrsaufkommen von den Verkehrsteilnehmern freigehalten bleiben und somit sowohl für die Einfahrt als auch die Ausfahrt Korridore für das zügige Durchkommen der Feuerwehrleute bestehen. Beschluss: Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und bei der Verkehrsdirektion der Behörde für Inneres und Sport (BIS) dafür einzusetzen,
Die Standorte der Freiwilligen Feuerwehren (FF) Pöseldorf (Schröderstiftstraße) und Eimsbüttel (Kieler Straße) befinden sich bewusst an zentralen Verkehrsachsen, um kurze Wege zu allen potenziellen Einsatzorten zu gewährleisten. Gerade in den Hauptverkehrszeiten kann diese Lage jedoch wie beschrieben zu Problemen durch den Rückstau des Berufsverkehrs führen. Blockierte Ein- und Ausfahrten der Feuerwehrwachen erschweren sowohl das Einrücken der ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit privaten Fahrzeugen als auch das Ausrücken der Einsatzfahrzeuge. Grundsätzlich begrüßtdie Feuerwehr die Initiative zur Verbesserung der Anfahrbarkeit der Feuerwehrwachen. Eine entsprechende Markierung auf der Fahrbahn vor den Ein- und Ausfahrten der FF Pöseldorf und Eimsbüttel könnte die Verkehrsteilnehmenden sensibilisieren und dazu beitragen, die Zugangsbereiche entsprechend freizuhalten.
Die im Antrag als Beispiel genannte Fahrbahn bei der Berufsfeuerwehr Stellingen im Basselweg ist im Gegensatz zu den Standorten der FF Eimsbüttel und Pöseldorf je Fahrtrichtung nur einspurig, was einen deutlichen Unterschied darstellt und die schnelle Nachvollziehbarkeit dieser Markierung für die Verkehrsteilnehmenden unterstützt.
Im Bereich der Ein- und Ausfahrt der FF Eimsbüttel in der Kieler Straße 204 ist die Fahrbahn in Richtung Basselweg dreispurig. Zusätzlich gibt es eine rechte, nicht als solche markierte Abbiegespur zur Auffahrt der dortigen Tankstelle und des rückwärtig gelegenen Gewerbehofs. Die Zufahrt zur FF ist ebenfalls an dieser Spur unmittelbar vor der Tankstellenzufahrt gelegen. Das Feuerwehrhaus ist aufgrund einer Gebäudedurchfahrt von der Straße aus nicht erkennbar.
Die FF Pöseldorf hat ihren Standort in der Schröderstiftstraße 13. Die Schröderstiftstraße ist dort dreistreifig je Richtung ausgebaut. Der Standort liegt am Ende einer längeren Zuwegung und ist von der Straße aus für Vorbeifahrende als solcher nicht zu erkennen.
Eine Markierung müsste somit an beiden Standorten auf allen drei Fahrstreifen und für die FF Eimsbüttel noch zusätzlich auf der Abbiegespur aufgebracht werden. Seitens der Straßenverkehrsbehörden wird dies als kritisch bewertet, da auch das Einfahren in die entgegengesetzte Fahrtrichtung beim Verlassen der FF bei Staubildung auf der gegenüberliegenden Fahrtrichtung nicht möglich wäre.
Des Weiteren erhöhen insbesondere quer zur Fahrtrichtung aufgebrachte zusätzliche Markierungen durch das ständige Überfahren das Geräuschniveau des Fahrverkehrs, was zu Beschwerden aus der Wohnbevölkerung führen kann. Aufgrund der sehr hohen Verkehrsbelastung an beiden Straßen ist miteinem hohen Erhaltungsaufwand aufgrund regelmäßig notwendiger Nachmarkierung zu rechnen. Markierungen werden aus Sicht der Straßenverkehrsbehörden aus den genannten Gründen nach derzeitigem Kenntnisstand als eher nicht zielführend bewertet.
Im laufenden und folgenden Haushalt stehen bei der Feuerwehr zudem keine Mittel zur Verfügung.
Infotafeln haben sich bereits an anderen Standorten bewährt und tragen dort maßgeblich dazu bei, die Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmenden gezielt auf die besondere Situation während eines Feuerwehreinsatzes zu lenken. Sie unterstützen die Verkehrssicherheit, indem sie frühzeitig und unmissverständlich signalisieren, dass mit ausrückenden oder einrückenden Einsatzfahrzeugen zu rechnen ist und die Zufahrtsbereiche freizuhalten sind.
Die Kombination aus Infotafeln und ggf. zusätzlichen Markierungen könnten die Erreichbarkeit und Einsatzbereitschaft der FF weiter verbessern und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöhen.
Eine Infotafel, die auf einen bevorstehenden Einsatz hinweist, wird auch von den Straßenverkehrsbehörden an den Standorten der FF Eimsbüttel und Pöseldorf als zielführend und einen wertvollen Beitrag leistend eingestuft. Gerade auch im Hinblick auf die Standorte der beiden FF, welche für Vorbeifahrende nahezu nicht erkennbar sind.
Die Feuerwehr wird bezüglich der Aufstellmöglichkeit und möglichen Verbesserung der Ausfahrtsituation in Kontakt mit den zuständigen Polizeikommissariat und dem Bezirksamt treten.
Im laufenden und folgenden Haushalt sind bei der Feuerwehr jedoch keine Mittel eingeplant.
Die Einrichtung zusätzlicher Lichtsignale (Ampeln) vor den Ein- und Ausfahrten, die mit den bestehenden Ampelanlagen synchronisiert werden müssten, wird sowohl von der Feuerwehr als auch den Straßenverkehrsbehörden kritisch gesehen. Die Umsetzung wäre mit erheblichen Kosten für Planung, Installation, Betrieb und Wartung verbunden. Angesichts der bereits aufgezeigten Möglichkeiten erscheint der zusätzliche Nutzen von weiteren Lichtsignalen in keinem angemessenen Verhältnis zu stehen.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Standorte der FF in der Regel nicht mit einer so hohen Einsatzfrequenz wie Berufsfeuerwehrwachen konfrontiert sind, sodass der Bedarf an dauerhaft installierten Ampelanlagen geringer einzuschätzen ist.
Eine weitere Befassung ist daher nicht angedacht.
Die unter 2. vorgeschlagene Maßnahme könnte bereits einen effektiven und wirtschaftlich vertretbaren Weg bieten, die Zufahrten im Einsatzfall freizuhalten und einen weiteren Schritt darstellen, um die Einsatzbereitschaft und die Sicherheit der Bevölkerung weiterhin zu gewährleisten.
Um Kenntnisnahme wird gebeten.
keine
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