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Weil es im Brandfall schnell gehen muss – freie (Ein- und Aus-) Fahrt für die freiwilligen Feuerwehren in Eimsbüttel

Gemeinsamer Antrag

Letzte Beratung: 02.02.2026 Kerngebietsausschuss Ö 8.4

Sachverhalt

Die freiwilligen Feuerwehren sind ein zentraler Bestandteil des städtischen Brandschutzes. Ehrenamtlich leisten sie einen unverzichtbaren Beitrag zur Stadtgemeinschaft, den es zu unterstützen gilt.

Im Brandfall haben die Feuerwehrleute in der Regel 8 bis 10 Minuten Zeit, zur Wehr zu kommen, um schnellstmöglich ausrücken zu können.

Die Standorte liegen zentral, teilweise direkt an Hauptverkehrsstraßen, um möglichst kurze Wege zu allen potenziellen Einsatzorten zu haben.

Gerade in Hauptverkehrszeiten kann diese Lage zum Problem werden: Sowohl bei der freiwilligen Feuerwehr Pöseldorf an der Schröderstiftstraße als auch bei der freiwilligen Feuerwehr Eimsbüttel an der Kieler Straße kommt es in diesen Zeiten vor, dass sich der wartende Berufsverkehr von den Ampeln bis vor die Feuerwehr Ein- und Ausfahrten sammelt und diese blockiert.

Zum Einsatz per Auto eintreffende, oder für den Einsatz ausrückende Feuerwehrleute bleiben in diesen Situationen des großen Zeitdrucks wenig Möglichkeiten, außer mit Warnsignalen und individueller Kommunikation andere Verkehrsteilnehmer zum „freimachen des Weges“ bewegen zu können, oder sie müssen warten.

Insbesondere den Feuerwehrleuten, die mit dem privaten PKW zum Einsatzort eintreffen bleiben wenig Möglichkeiten, da es den übrigen Verkehrsteilnehmern auch nicht einfach erkennbar ist, welches Ziel die Feuerwehrleute verfolgen, wenn sie versuchen sich durch den Verkehr einen Weg zur Wache zu bahnen. Dieser Zustand kann Einsätze um wertvolle Minuten verzögern und erzeugt darüber hinaus immensen Stress und potenzielles Verkehrschaos, wenn sich Einsatzfahrzeuge durch dicht stehenden Verkehr den Weg bahnen müssen.

Zum Beispiel an der beruflichen Feuerwehr Stellingen am Basselweg wurde dieses Problem erkannt und es wird entgegengewirkt, indem auf der Straße im Ein- und Ausfahrtbereich eine Sperrfläche markiert ist und eine zusätzlich installierte beleuchtete Infotafel signalisieren kann, dass eine Einsatzsituation vorliegt und mit Ein- und Ausfahrten zu rechnen ist.

Eine solche Lösung könnte auch an der Schäferkampsallee und an der Kieler Straße bewirken, dass die Zugangsbereiche auch bei hohem Verkehrsaufkommen von den Verkehrsteilnehmern freigehalten bleiben und somit sowohl für die Einfahrt als auch die Ausfahrt Korridore für das zügige Durchkommen der Feuerwehrleute bestehen.

Petitum/Beschluss

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) und bei der Verkehrsdirektion der Behörde für Inneres und Sport (BIS) dafür einzusetzen,

  1. die Einrichtung von Sperrflächen, die durch Markierungen auf der Fahrbahn erkennbar sind, vor den Ein- und Ausfahrten der Freiwilligen Feuerwehren Hamburg-Pöseldorf und Hamburg-Eimsbüttel zu prüfen.
  2. zu prüfen, ob die Einrichtung von Infotafeln nach dem Vorbild der Berufsfeuerwehr Hamburg-Stellingen, die zu Einsatzzeiten durch leuchtende Markierungen auf die Einsätze hinweisen, in den Ein- und Ausfahrten der Freiwilligen Feuerwehren Hamburg-Pöseldorf und Hamburg-Eimsbüttel möglich ist.
  3. die Einrichtung von Potenziell zusätzlich notwendigen Lichtsignalen (Ampeln) vor den (in Punkt a beschriebenen) Sperrflächen, die den darauffolgenden Ampeln gleichgeschaltet werden, zu prüfen.
  4. den Kerngebietsausschuss im angesetzten Sitzungstermin sechs Monate nach Beschluss in der Bezirksversammlung über das Voranschreiten des Prozesses in Kenntnis zu setzen.

Roland Oehlmann und SPD-Fraktion
Nina Schübel und GRÜNE-Fraktion

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
02.02.2026
Ö 8.4
Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Schröderstiftstraße Kieler Str. Stellingen Eimsbüttel

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