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Vorstellung der Sanierungsmaßnahmen des Pfadfinderinnenhauses LykStüb im Niendorfer Gehege

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Das heutige Pfadfinderinnenhaus LykStüb im Niendorfer Gehege blickt auf eine lange Geschichte zurück und ist eng mit der Entwicklung des gesamten Wald- und Erholungsgebiets verbunden. Ursprünglich entstand das Gebäude um das Jahr 1912 als Wirtschafts- beziehungsweise Nebengebäude der sogenannten Merck-Villa, die sich damals auf dem Gelände befand. Wie viele wohlhabende Hamburger Familien ließ auch die Familie Merck Anfang des 20. Jahrhunderts repräsentative Sommer- und Landhäuser im grünen Umland errichten. Das heutige Niendorfer Gehege war zu dieser Zeit noch Teil privater Park- und Waldflächen.

Nachdem das Gebäude über viele Jahre kaum genutzt wurde und zunehmend verfiel, entstand Anfang der 2010er-Jahre die Idee, das historische Haus nicht abzureißen, sondern für die Kinder- und Jugendarbeit zu erhalten. In diesem Zusammenhang entwickelte sich ein Projekt, das Denkmalschutz, ehrenamtliches Engagement und naturnahe Jugendverbandsarbeit miteinander verband.

Ab etwa 2013 wurde das ehemalige Wirtschaftsgebäude umfassend saniert und schrittweise zu einem Pfadfinderinnenhaus umgebaut. Dabei wurden unter anderem Dach, Elektrik, Leitungen und Innenräume erneuert. Unterstützt wurde das Vorhaben sowohl durch öffentliche Fördermittel als auch durch erhebliche Eigenleistungen der Beteiligten. Träger und Nutzer wurde der Pfadfinderinnenstamm „Lykàmedas“ des Pfadfinderbundes Nord,der mit dem Haus erstmals über eigene feste Räumlichkeiten im unmittelbaren Umfeld des Waldes verfügte.

Das Gebäude dient seither als Ort für Gruppenstunden, gemeinschaftliche Aktivitäten, Werkwochenenden und Übernachtungen. Gleichzeitig entwickelte sich das Haus zu einem wichtigen Treffpunkt ehrenamtlicher Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk Eimsbüttel. Besonders die unmittelbare Lage im Niendorfer Gehege prägt bis heute die pädagogische Arbeit der Pfadfinderinnen, die stark auf Naturerleben, Gemeinschaft und Selbstverantwortung ausgerichtet ist.

Das Pfadfinderinnenhaus steht damit beispielhaft für die gelungene Verbindung von Bestands­erhalt, bürgerschaftlichem Engagement und nachhaltiger Jugendverbandsarbeit. Zugleich zeigt seine Entwicklung, welchen Stellenwert außerschulische Bildungs- und Begegnungsorte für Kinder und Jugendliche im Bezirk haben.

Die derzeit laufenden Sanierungsmaßnahmen verdeutlichen erneut das hohe Engagement der Beteiligten als auch die Herausforderungen beim Erhalt solcher Einrichtungen.

Vor dem Hintergrund der Bedeutung außerschulischer Bildungs- und Begegnungsorte für junge Menschen erscheint eine Vorstellung der Maßnahmen und Entwicklungsperspektiven im Regionalausschuss sinnvoll. Zugleich bietet dies die Möglichkeit, den Beitrag ehrenamtlicher Strukturen für das soziale und gemeinschaftliche Leben im Bezirk sichtbar zu machen.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, Vertreter*innen des Pfadfinder*innen­bund Nord, insbesondere Personen des im Pfadfinderinnenhaus LykStüb aktiven Stammes Lykàmedas“, in eine der nächsten Sitzungen des Regionalausschusses Lokstedt, Niendorf, Schnelsen einzuladen, um dort die aktuellen Sanierungsmaßnahmen des LykStüb, die zukünftigen Nutzungsperspektiven sowie die Bedeutung des Standorts für Kinder-, Jugend- und Ehrenamtsarbeit vorzustellen.

Dabei soll insbesondere dargestellt werden:

  1. welche baulichen Maßnahmen derzeit umgesetzt werden,
  2. welche Herausforderungen hinsichtlich Sanierung, Unterhaltung und Finanzierung bestehen,
  3. welche Bedeutung der Standort für Kinder- und Jugendarbeit im Bezirk hat,
  4. welche Angebote dort aktuell stattfinden beziehungsweise künftig geplant sind,
  5. welche Perspektiven für die langfristige Sicherung und Entwicklung des Standorts gesehen werden.

Ines Schwarzarius, Hadi Mourad und SPD-Fraktion
Melanie Starken, Rita Wolf und GRÜNE-Fraktion

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Lokstedt

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