Sondermittel für die energetische Sanierung des Kletterzentrums des Deutschen Alpenvereins Sektion Hamburg und Niederelbe e.V
Die Sektion Hamburg und Niederelbe des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit Sitz in Hamburg-Lokstedt zählt mit über 23.000 Mitgliedern zu den größten Sportvereinen der Stadt und steht exemplarisch für die wachsende Verantwortung organisierter Sportstrukturen. Angesichts steigender Energiekosten, gesetzlicher Klimaziele und der besonderen Nähe des Bergsports zur Natur sind Sportvereine zunehmend gefordert, ihre Infrastruktur nachhaltig auszurichten und ihren Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten.
Vor diesem Hintergrund realisiert die DAV-Sektion in Lokstedt ein wegweisendes Projekt zur vollständigen Dekarbonisierung ihres Standorts. Ziel ist die vollständige Abkehr von fossilen Energieträgern in den Bereichen Strom, Wärme und Warmwasser – und damit ein konkreter Beitrag zur klimaneutralen Entwicklung Hamburgs im Sinne des „Zukunftsentscheids“.
Kern des Projekts ist ein integriertes Energiekonzept: Eine Photovoltaikanlage in Kombination mit Batteriespeichern ermöglicht eine hohe Eigenversorgung und reduziert Lastspitzen. Parallel wird die Wärmeversorgung durch ein modernes Wärmepumpensystem vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt und ersetzt die bisherige Gasheizung. Ergänzend wird der zentrale Kletterturm energetisch saniert, wodurch der Energiebedarf deutlich sinkt und die Effizienz der neuen Systeme weiter gesteigert wird.
Mit dem geplanten Baustart im Jahr 2026 entwickelt sich der Standort zu einem Leuchtturmprojekt für klimaneutrale Sportinfrastruktur und zeigt, wie große Vereine aktiv zur Transformation urbaner Räume beitragen können. Die Maßnahmen dauern bis Ende 2027 an.
Beschluss:
1) Für die energetische Sanierung des Kletterzentrums in Lokstedt werden dem Deutschen Alpenverein – Sektion Hamburg und Niederelbe e.V. bezirkliche investive Sondermittel in Höhe von bis zu
€ 200.000,00
zur Verfügung gestellt. Dabei ist sicherzustellen, dass der Zuwendungsnehmer die baufachliche Prüfung selbst finanziert.
2) Der Verein soll zum Ende des Jahres 2026 in den Regionalausschuss Lokstedt, Niendorf, Schnelsen eingeladen werden, um über die Fortschritte im Vorhaben berichten zu können.
Melanie Starken, Ali Mir Agha, Nina Schübel und GRÜNE-Fraktion
Ralf Meiburg, Ernst Christian Schütt und SPD-Fraktion