Reparieren statt Wegwerfen Repair-Cafés und Reparaturinitiativen in Eimsbüttel stärken
Die Herstellung von Konsumgütern erfordert erhebliche Mengen an Energie, Rohstoffen und weiteren Ressourcen. Gleichzeitig werden viele Produkte aufgrund kleiner Defekte entsorgt, obwohl eine Reparatur technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll wäre. Die Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten ist daher ein wichtiger Baustein einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft und leistet einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz.
Vor diesem Hintergrund gewinnt das Thema „Recht auf Reparatur“ auf europäischer Ebene zunehmend an Bedeutung. Mit entsprechenden Regelungen soll die Reparierbarkeit von Produkten verbessert und Verbraucher*innen die Möglichkeit eröffnet werden, defekte Geräte länger zu nutzen, anstatt sie zu ersetzen.
Repair-Cafés leisten hierzu bereits heute einen wichtigen Beitrag. Sie ermöglichen Bürger*innen, gemeinsam mit ehrenamtlich Engagierten defekte Alltagsgegenstände zu reparieren, Wissen weiterzugeben und Ressourcen zu schonen. Gleichzeitig sind sie Orte der Begegnung, fördern nachbarschaftliches Engagement und schaffen generationenübergreifenden Austausch.
Auch in Hamburg existieren bereits verschiedene Repair-Cafés und Reparaturinitiativen. Im Bezirk Eimsbüttel bestehen ebenfalls einzelne Angebote. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus anderen Kommunen, dass insbesondere die Bereitstellung geeigneter Räumlichkeiten, die Vernetzung bestehender Initiativen sowie die Sichtbarkeit entsprechender Angebote wichtige Voraussetzungen für die Entstehung und Verstetigung weiterer Repair-Cafés sind.
Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, bestehende Angebote zu erfassen und Möglichkeiten zur Stärkung und Weiterentwicklung der Reparaturkultur im Bezirk zu prüfen.
Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, für eine der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Wirtschaft, Digitalisierung und Verbraucherschutz (WiDiV) eine*n sachkundige*n Vertreter*in der Verwaltung zu entsenden.
Die Verwaltung wird gebeten, insbesondere darzustellen,
Luise Rosemeier, Nico Thies, Dietmar Kuhlmann, Gerhard Delfs und GRÜNE-Fraktion
Nadine Regling-Armi, Alica Huntemann, Martin Conrad und SPD-Fraktion
keine
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