Pilotprojekt Smarter Zebrastreifen mit sensorgesteuerter Laser-/LED-Markierung
Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, insbesondere für zu Fuß Gehende und Kinder auf Schulwegen, erproben Kommunen smarte Fußgängerüberwege: Sensorik erkennt wartende Personen und aktiviert bedarfsgesteuert eine deutlich sichtbare Licht-/Lasermarkierung sowie verstärkte Beleuchtung des Überwegs. Dadurchwerden querende Personen – auch bei Dunkelheit, Regen oder verdeckter Sicht – früher und besser wahrgenommen.
Ein Beispiel ist das Pilotprojekt in Saarbrücken, wo ein sogenannter „smarter Zebrastreifen“ mit Laser- und LED-Technik bereits erfolgreich getestet wird. Dort erfasst ein Sensorsystem wartende Fußgänger*innen und projiziert bei Bedarf ein Lichtband auf die Fahrbahn, um ihre Position sichtbar zu machen und Autofahrer*innen frühzeitig zu warnen. Erste Auswertungen zeigen eine deutliche Verbesserungder Wahrnehmbarkeit und damit der Verkehrssicherheit.
Die Technik arbeitet energieeffizient (Aktivierung nur bei Bedarf), kann anonymisierte Nutzungs- und Aktivierungsdaten für die Verkehrsplanung liefern und ist mit Datenschutz- und Barrierefreiheitsanforderungen vereinbar.
Es eignen sich insbesondere Standorte mit besonderem Schutzbedarf (Unfallhäufungen, eingeschränkte Sicht, Schulwege/Kitazuwegungen, Senioreneinrichtungen, ÖPNV-Haltestellen). Diese Technik könnte auch in Hamburg zur Erhöhung der Sicherheit an besonders dunklen Stellen beitragen und sollte daher erprobt werden.
Die Zuständigkeit für die straßenverkehrsbehördliche Anordnung eines solchen Zebrastreifens liegt bei der Behörde für Inneres und Sport (BIS). Für die bauliche Umsetzung sind die Hamburg Verkehrsanlagen GmbH (HHVA) bzw. der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) zuständig, die der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM)angegliedert sind.
Beschluss:
Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei den zuständigen Fachbehörden dafür einzusetzen, dass die Einführung eines Pilotprojekts „Smarter Zebrastreifen“ geprüft und diese Technik auch in Eimsbüttel erprobt wird.
Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, soweit zuständig, einen konkreten Zebrastreifen zu benennen, an dem eine Erprobung möglich ist, und die Umsetzung des Pilotprojekts zu unterstützen.Beispielsweise könnten sich in Eimsbüttel folgende Fußgängerüberwege anbieten:
Armita Kazemi, Kordula Leites und SPD-Fraktion
Ali Mir Agha und GRÜNE-Fraktion
keine
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