22-2185

Niendorfer Gehege – Wie ist die Lage im Damwildgehege?

Kleine Anfrage gem. § 24 BezVG

Sachverhalt

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG der Mitglieder der Bezirksversammlung Eimsbüttel,
Ines Schwarzarius, Hadi Mourad und Ann-Kathrin Riegel (SPD-Fraktion)
Titel: Niendorfer Gehege Wie ist die Lage im Damwildgehege?
Fortlaufende. Nr.: 22-180

Eingangsdatum: 27.04.2026
Datum der Antwort: 05.05.2026

Das Bezirksamt Eimsbüttel beantwortet die Kleine Anfrage wie folgt:

Sachverhalt:

Im Herzen des Niendorfer Gehege befindet sich direkt bei der Revierförsterei ein Damwildgehege, das 1974 errichtet wurde und heute eine Fläche von fast vier Hektar umfasst. Auf einer großen Lichtung leben dort rund 30 Alttiere mit ihren Kälbern. Besucherinnen und Besucher können die Tiere von den umliegenden Wanderwegen sowie von zwei Aussichtspunkten aus beobachten. Neben dem Gehege hängen Beschilderungen die Besucher*innen bitten die Tiere nicht zu füttern.

Im Sommer 2020 wurde das Gehege erweitert. Ziel der Erweiterung war es, einen zusätzlichen Rückzugsraum für die Aufzucht der Jungtiere zu schaffen. Dieser Bereich soll den Hirschkühen ermöglichen, ihre Kälber ungestört aufzuziehen. Während der Brunft haben aufdringliche Hirsche keinen Zugang zu diesem sogenannten „Brautschlupf“. Ein etwa 1,80 Meter hoher Erdwall dient dabei als Sichtschutz gegenüber Besucherinnen und Besuchern, sodass die Tiere in diesem Bereich möglichst wenig gestört werden.


Vor diesem Hintergrund fragen wir den Bezirksamtsleiter:

  1. Wie hat sich der Bestand in den letzten Jahren entwickelt? Bitte jeweils Jahreszahlen und Bestand angeben.

Jahr

2025

2024

2023

2022

2021

2020

Gesamttierbestand Damwildgehege Niendorfer Gehege jeweils zum 1.Februar

33

29

28

26

24

30

  1. Gibt es pädagogische Angebote oder Führungen zur Umweltbildung?

Es gibt im Niendorfer Gehege umfangreiche Waldpädagogische Angebote durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Die Försterei Niendorf bietet vereinzelt Waldführungen an, teilweise auch in Kooperation und Zusammenarbeit mit den Vereinen PRO Niendorfer Gehege und NABU, welche auch eigenständig darüber hinaus Umweltbildung anbieten.

  1. Welche Gründe hat die nicht erwünschte Fütterung der Tiere?

Das Fütterungsverbot dient der Gesunderhaltung der Tiere. Die Mitarbeiter der Försterei achten bei der Versorgung auf eine sorgfältig abgestimmte Fütterung, die den Bedürfnissen des Damwildes gerecht wird. Zu viel und falsches Futter auch mit vermeintlich gesunden Lebensmitteln kann zu Verdauungsstörungen, Krankheiten und Allergien bis hin zum Tod der Tiere führen.

  1. Wird der „Brautschlupf“ inzwischen regelmäßig genutzt?

Die Tiere haben sich an die beiden verengten Durchgänge gewöhnt und benutzen diese.

  1. Wird die Fläche perspektivisch weiter angepasst oder naturnäher gestaltet?

Das Wildgehege verfügt über einen natürlichen Strukturreichtum mit einer großen Wiese und einem Waldgebiet mit einer unterschiedlichen Altersstruktur auf rund 4 ha. Eine Erweiterung oder Umgestaltung ist nicht vorgesehen.

  1. Wie wird die Gesundheit der Tiere überwacht?

Im Damwildgehege des Niendorfer Geheges finden täglich Sichtkontrollen bei der Fütterung der Tiere, zweimal jährlich durch einen Bestandstierarzt, einmal jährlich durch das Veterinärsamt des Bezirksamtes Eimsbüttel statt.

Petitum/Beschluss

ohne

Anhänge

keine

Lokalisation Beta

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