22-2276

Neugestaltung der Pflasterung Tibarg/Niendorf Markt

Beschlussempfehlung Ausschuss

Sachverhalt

Bisherige Beratungsfolge

am

TOP

Drs.-Nr.

Ergebnis

RaLoNiS
(Gemeinsamer Antrag der SPD-, GRÜNE-, CDU-und Volt-Fraktion sowie Fraktion die Linke.)

08.06.2026

15.4

22-2217

Die Drucksache wird, unter Berücksichtigung der Änderung einstimmig angenommen.

Der Tibarg im Eimsbütteler Stadtteil Niendorf ist nicht nur eine zentrale Einkaufsstraße im Stadtteil, sondern ein wichtiger Aufenthaltsort für Anwohnende, Besucher:innen und Gewerbetreibende. Er ist ein Identifikationsort für den Stadtteil. An zwei Tagen findet der beliebte Wochenmarkt auf dem Tibarg statt und wird ergänzt durch den Ökomarkt freitags. Das Tibarg-Center belegt laut dem Shopping-Center Performance Report Deutschland 2020 den 2. Platz unter den Shopping-Centern mit bis zu 20.000 m² Einzelhandelsfläche deutschland­weit. Wie in früheren Anträgen der Bezirksversammlung aber auch bereits thematisiert, weist der Tibarg einige Defizite in seiner Aufenthaltsqualität auf.

Insbesondere die Pflasterung der Fußngerzone am Tibarg/Niendorf Markt ist in einem sanierungsbedürftigen Zustand: alte Pflastersteine sind teilweise stark abgenutzt, uneben, rissig oder gebrochen. Dadurch entstehen Stolperfallen, zahlreiche Unebenheiten und Gefahrstellen. Zusätzlich ist die Pflasterung nicht barrierefrei dies erschwert älteren Menschen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Personen mit Kinderwagen die Nutzung erheblich. Insbesondere bei Nässe und Kälte ist die Pflasterung sehr rutschig und stellt so eine besondere Gefahr an einem zentralen Platz dar. Angesichts dieser Ausgestaltung besteht aus Sicht vieler Bürger:innen, Gewerbetreibender und Geschäftsleute am Tibarg ein hoher Bedarf an einer grundlegenden Neupflasterung.

Hinzu kommt: Die Versiegelung durch das Pflaster ist sehr hoch, was negative klima­ökologische Effekte mit sich bringt. Versiegelte Flächen speichern Wärme, verschärfen das Stadtklima, verhindern natürliche Versickerung von Regenwasser und verschlechtern die ökologische Qualität des öffentlichen Raums. In Zeiten zunehmender Niederschlags- und Hitzebelastung ist diese Art der Gestaltung nicht mehr zeitgemäß.

Die Maßnahme ist dabei realistisch auf Sichtweite nur mit Fördermitteln durch Bundes- oder Landesebene umsetzbar. Mögliche Förderprogramme sind:

  • Programme der Stadt Hamburg zur Stadtgrün- und Entsiegelungsförderung
  • Klimaschutz- und Anpassungsprogramme auf Landesebene
  • Bundesmittel für städtebauliche Erneuerung, öffentliche Räume und Klimaanpassung


Eine entsprechende Prüfung, welche Fördermitteln in Frage kommen und wie darauf aufbauend eine entsprechende Maßnahme umgesetzt werdennnte, sollte als Basis für die Maßnahme durch das Bezirksamt erfolgen.

Petitum/Beschluss

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, auf Basis einer Prüfung möglicher Förderprogramme auf Landes- und Bundesebene einen detaillierten Planungs- und Umsetzungsvorschlag für eine Neupflasterung der autofreien Fußngerzone Tibarg/Niendorf Markt unter besonderer Berücksichtigung von Klimafolgeanpassung, Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit zu erarbeiten, der Folgendes umfasst:

  1. Bestandsaufnahme und Zustandsanalyse der aktuellen Pflasterung (z.B. Schadstellen, Unebenheiten, Versiegelungsgrad);
  2. Konzept für eine neue Pflasterung, in welchem potenzielle Flächen identifiziert werden, die mit der Neugestaltung der Pflasterung entsiegelt bleiben können, und mit der
    1. Barrierefreiheit hergestellt wird,
    2. der anstehende Bebauungsplan Niendorf 92 und die Modernisierung des Busbahn­hofes Niendorf-Markt, insbesondere im Hinblick auf eine einheitliche Gestaltung, berücksichtigt werden;
  3. Beteiligungskonzept lokaler Akteure (Gewerbetreibende, Anwohnende, Business Improvement District Tibarg, Quartiersmanagement);
  4. Kostenschätzung für die Umsetzung;
  5. Darstellung möglicher Fördermittel und möglicher Eigenanteile;
  6. Zeitplan.

Die Verwaltung wird gebeten, die Ergebnisse im Regionalausschuss Lokstedt, Niendorf, Schnelsen (RaLoNiS) durch eine:n Vertreter:in des Fachamtes vorzustellen.

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Tibarg Lokstedt Schnelsen

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