Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bei schneebelasteten Bäumen
Letzte Beratung: 15.01.2026 Hauptausschuss Ö 9.4
Der jüngste Wintereinbruch hat in Hamburg zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt; unter anderem wurden Bäume und Äste durch Schneelasten gefährlich belastet und drohen abzubrechen. Es kam laut Feuerwehr Hamburg zu 528 Einsätzen im Zusammenhang mit Eisplatten, herabfallenden Schneebrettern und abknickenden Ästen. Die Stadt hat bereits Parkanlagen wie Planten un Blomen und das Wildgehege Klövensteen vorsorglich geschlossen, um Gefährdungen für die Bevölkerung zu reduzieren. Bei unmittelbaren Gefahren rückt die Feuerwehr aus; Kosten für Einsätze auf öffentlichem Grund trägt die Stadt, bei privaten Flächen werden die Maßnahmen dem Grundeigentümer in Rechnung gestellt.
Beschluss:
1. Kurzfristige Maßnahmen
1.1. Die Leitung des Bezirksamtes weist in Bezug auf schneebelastete Bäume und etwaige hiervon ausgehende Gefährdungen die Bürgerinnen und Bürger aktuell in einer Pressemitteilung auf den Meldemichel hin und bietet diese ausdrücklich um Ihre Mithilfe. Der Meldemichel soll alszentrales Melde- und Koordinationszentrum für schneebedingte Baumgefährdungen für ganz Hamburg (telefonisch und digital) mit klarer Information, wann die Feuerwehr ausrückt und wann Eigentümer zuständig sind, erweitert werden.
Insofern wird die Bezirksamtsleitung gebeten, bei den zuständigen Stellen dieses anzuregen.
1.2. Temporäre Sperrungen hochfrequentierter Fuß- und Radwege sowie Parkflächen sollen künftig standardisiert und mit klaren Verantwortlichkeiten erfolgen. Das Niendorfer Gehege ist hierbei unter der Leitung der Försterei besonders zu betrachten.
2. Präventive Maßnahmen
2.1. Die bei der BUKEA betreuten Onlinekarte „Straßenbäume online“ wird für besonders gefährdeter Straßenbäume und Grünflächen mit Priorisierung nach Gefährdungspotenzial und Fußgängerfrequenz erweitert.
2.2. Jährliche Inspektionen und fachgerechte Rückschnitte an priorisierten Bäumen durch städtische Dienstleister oder zertifizierte Fachfirmen, finanziert aus dem Grünflächenbudget.
3. Evaluation
Die Leitung des Bezirksamtes wird im Nachlauf zu dieser Winterwoche alle zuständige Stellen: Fachamt Grünflächen, Feuerwehr Hamburg, Amt für Sicherheit und Ordnung zur Evaluation aller getroffenen (und nicht getroffenen Maßnahmen) zusammenrufen, um für Wetterlagen wie diese einen routinierten Ablaufplan mit klaren Zuständigkeiten zu erarbeiten. Das Fachamt Grünflächen übernimmt die Ergänzung von besonders gefährdenden Bäumen (siehe auch Petitum 2.1). Die Feuerwehr möge Einsatzdaten und Gefahrenkriterien zur Priorisierung liefern; das Bezirksamt koordiniert lokale Informations- und Sperrmaßnahmen.
Benjamin Schwanke, Camilla Joyce-Thiele, Lea Fricke (FDP) und FDP Fraktion Eimsbüttel
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