22-1733

Maßnahmen zur Gefahrenabwehr bei schneebelasteten Bäumen

Antrag

Letzte Beratung: 12.02.2026 Hauptausschuss Ö 9.4

Sachverhalt

Der jüngste Wintereinbruch hat in Hamburg zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr geführt; unter anderem wurden Bäume und Äste durch Schneelasten gefährlich belastet und drohen abzubrechen. Es kam laut Feuerwehr Hamburg zu 528 Einsätzen im Zusammenhang mit Eisplatten, herabfallenden Schneebrettern und abknickenden Ästen. Die Stadt hat bereits Parkanlagen wie Planten un Blomen und das Wildgehege Klövensteen vorsorglich geschlossen, um Gefährdungen für die Bevölkerung zu reduzieren. Bei unmittelbaren Gefahren rückt die Feuerwehr aus; Kosten für Einsätze auf öffentlichem Grund trägt die Stadt, bei privaten Flächen werden die Maßnahmen dem Grundeigentümer in Rechnung gestellt.

Petitum/Beschluss

1. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei der Behörde für Finanzen und Bezirke dafür einzusetzen, den Melde Michel als Informationsplattform auszubauen, über die Informationen bekannt gegeben werden, wo Gefahren durch schneebelastete Bäume bestehen und wer für die Beseitigung der Gefahr zuständig ist (z.B. Feuerwehr oder private Eigentümer).

2. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, durch eine Informationskampagne die Bürgerinnen und Bürger auf den Melde Michel hinzuweisen und darum zu bitten, Informationen über Gefahren durch schneebelastete Bäume telefonisch oder digital mitzuteilen.

3. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, ein Konzept zu entwickeln, wann stark frequentierte Straßen und Wege aufgrund von Gefahrenlagen durch schneebelastete Bäume temporär zu sperren. Hierbei ist ein genauer Kriterienkatalog und Ablaufplan zu entwickeln. Dies gilt auch für das Niendorfer Gehege, wobei die konzeptionelle Entwicklung hier federführend durch die Försterei des Niendorfer Geheges erfolgen soll.

4. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich bei der BUKEA dafür einzusetzen, dass die bei der BUKEA betreuten Onlinekarte „Straßenbäume online“ für besonders gefährdeter Straßenbäume und Grünflächen mit Priorisierung nach Gefährdungspotenzial und Fußgängerfrequenz erweitert wird.

5. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, dafür zu sorgen, dass jährlich priorisierte Bäume inspiziert und durch entsprechende Fachfirmen zurückgeschnitten werden, wobei die Finanzierung aus den Mitteln der Rahmenzuweisung Grün erfolgen soll.

6. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, die getroffenen Maßnahmen zu evaluieren und dem Ausschuss für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt spätestens zu Beginn des vierten Quartals 2026 erstmals zu berichten.


Benjamin Schwanke, Camilla Joyce-Thiele, Lea Fricke (FDP) und FDP Fraktion Eimsbüttel

Bera­tungs­reihen­folge
Datum/Gremium
TOP
Lokalisation Beta
Niendorfer Gehege Niendorfer Gehege Planten un Blomen

Die Erkennung von Orten anhand des Textes der Drucksache kann ungenau sein. Es ist daher möglich, das Orte gar nicht oder falsch erkannt werden.

Themen Beta

Die Themen werden automatisch anhand von Stichworten, Ausschüssen und Orten zugeordnet und können daher unvollständig oder falsch sein.