22-2381

Kreisverkehre – Mittelinseln entsiegeln

Antrag

Sachverhalt

Die Grünflächen in Eimsbüttel nehmen, wie überall in Hamburg, trotz gegenteilig verfolgten Ziels dennoch zunehmend ab. Zwischen 2018 und 2024 wurden in Hamburg 14 Quadratkilometer zusätzliche Fläche versiegelt das entspricht der fünffachen Fläche von St. Pauli.
Versiegelte Flächen verstärken die sommerliche Hitzeentwicklung, verschlechtern die
Versickerung von Regenwasser und wirken sich negativ auf das Stadtklima sowie die
Aufenthaltsqualität aus.

Die Entsiegelung von Flächen dient unmittelbar dem Umwelt- und Klimaschutz. Sie verbessert die Regenwasserversickerung, reduziert die Aufheizung versiegelter Bereiche und schafft
zusätzliche Lebensräume für Pflanzen und Insekten. Gleichzeitig trägt mehr Stadtgrün zur
Anpassung an zunehmende Hitzeperioden und Starkregenereignisse bei.

Das Bezirksamt Eimsbüttel verfolgt bereits das Ziel, Entsiegelungspotentiale konsequent zu identifizieren und für Klimaanpassung und Begrünung zu nutzen. Vor diesem Hintergrund
sollten bestehende Flächen von Kreisverkehren daraufhin überprüft werden, ob Entsiegelungs- und Begrünungsmaßnahmen möglich sind.

In Eimsbüttel bestehen eine Vielzahl von Kreisverkehren, die vollständig mit Asphalt, Pflastersteinen oder Schotter versiegelt sind. Kreisverkehre bieten grundsätzlich Potenzial für Entsiegelung und Begrünung, ohne ihre Verkehrsfunktion zu beeinträchtigen. Begrünte Mittelinseln könnten einen sichtbaren Beitrag zur Begrünung und damit zur ökologischen Aufwertung des öffentlichen Raums beitragen und zugleich das Mikroklima im Stadtteil verbessern.

Petitum/Beschluss

:

  1. Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Fachamt und falls nötig unter Hinzuziehung der zuständigen Fachbehörde zu
    prüfen, ob die Innenflächen aller bestehenden Kreisverkehre vollständig oder teilweise entsiegelt und begrünt werden können, ohne ihre Funktion der Verkehrsführung zu beeinträchtigen. Dabei soll insbesondere geprüft werden, welche Flächen kurzfristig entsiegelt, bepflanzt oder anderweitig ökologisch aufgewertet werden können.

Eine Prüfung sollte hinsichtlich dieser Kreisverkehre glichst zuerst erfolgen:

a) Anna-Politkowskaja-Platz

b) Arie-Goral-Platz

c) Mansteinstraße/Bismarckstraße/Bogenstraße

d) Heußweg/Stellinger Weg

e) Methfesselstraße/Müggenkampstraße/Osterstraße

(Folgender Kreisverkehr ist entsiegelt aber teilweise mit Schotter bedeckt)

f) Methfesselstraße/Stellinger Weg/Hartwig-Hesse-Straße

  1. Das zuständige Fachamt wird gebeten, nach Abschluss der Prüfung zeitnah dem
    Ausschuss Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt über das Ergebnis zu berichten.

Ralph-Michael Richter, Thomas Thomsen, Dr. Daniel Georg Werner und CDU-Fraktion

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Anna-Politkowskaja-Platz Arie-Goral-Platz Mansteinstraße Bismarckstraße Bogenstraße Heußweg Stellinger Weg Methfesselstraße Müggenkampstraße Osterstraße Hartwig-Hesse-Straße Stephanusgarten

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