22-2279

K.O.-Tropfen – Opferschutz und Vorsorge

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

In der Bezirksversammlung des Bezirks Altona wird mit der Drucksache 22-2165 das Thema Opferschutz im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen aufgegriffen. Auch in Eimsbüttel soll nun der aktuelle Stand ermittelt und der Schutz weiter ausgebaut werden.

Sogenannte K.O.-Tropfen können zu Erinnerungslücken, Bewusstlosigkeit oder Kontrollverlust führen. Besonders in Verbindung mit Alkohol werden die Wirkungen häufig verstärkt. Bei einem Verdacht ist schnelles Handeln wichtig, da viele Substanzen nur kurze Zeit im Körper nachweisbar sind. Daher ist es wichtig, schnell Urin- oder Blutproben zu sichern. Durch eine frühzeitige Probenabgabe können mögliche Rückstände gesichert und später gerichtsverwertbar untersucht werden. Es ist essenziell, im Notfall niedrigschwellige Testmöglichkeiten zu bieten.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

  1. Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, sich mit der Sozialbehörde in Verbindung zu setzen und diese zu bitten,
  1. eine referierende Person in eine Sitzung des Sozialraumausschusses zu entsenden, um zu berichten, wie das aktuelle Protokoll für Notfälle mit Verdachtsfällen auf K.O.-Tropfen und die aktuellen Möglichkeiten für eine Kostenübernahme des Tests über die Krankenkassen in Hamburg aussehen,
  2. zu prüfen, welche weiteren Möglichkeiten der Kostenübernahme für Beratungs-, Begleit- und Unterstützungsangebote einschlägiger Opferschutzverbände und Fachberatungsstellen ausgebaut werden können und darüber zu berichten,
  3. die Durchführung einer bezirksweiten Aufklärungskampagne an Schulen, in Jugendzentren und in öffentlichen Einrichtungen zu planen und dieses Konzept im Jugendhilfeausschuss vorzustellen.
  1. Darüber hinaus wird der Vorsitzende der Bezirksversammlung gebeten, sich mit der Behörde für Inneres und Sport in Verbindung zu setzen und diese zu bitten, eine/n Referenten/in für Prävention und Jugendschutz in dieselbe Sitzung des Sozialraumausschusses zu entsenden, der/die über die Präventionsarbeit der Polizei im Zusammenhang mit K.O.-Tropfen berichtet.

Der Jugendhilfeausschuss soll über die Inhalte informiert werden.

Ines Schwarzarius und SPD-Fraktion
Falk Schmidt-Tobler und GRÜNE-Fraktion

Anhänge

keine

Lokalisation Beta

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