22-2259

Illegale Sperrmüllablagerungen wirkungsvoll reduzieren

Antrag

Sachverhalt

Illegale Sperrmüllablagerungen stellen im Bezirk Eimsbüttel ein zunehmendes Problem dar. Sie beeinträchtigen das Stadtbild, mindern die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner und führen zu zusätzlichen Belastungen für die Stadtreinigung Hamburg.

Gleichzeitig bestehen bereits verschiedene Angebote zur ordnungsgemäßen Entsorgung von Sperrmüll, etwa die Möglichkeit der Selbstanlieferung auf Recyclinghöfen oder die Anmeldung einer Abholung. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass diese Angebote für viele Bürgerinnen und Bürger nicht ausreichend bekannt oder im Alltag nur eingeschränkt nutzbar sind – etwa aufgrund fehlender Transportmöglichkeiten oder organisatorischer Hürden.

Die Folge sind vermehrte Ablagerungen im öffentlichen Raum, die neben

zusätzlichen Reinigungskosten auch negative städtebauliche Effekte („Broken-Windows-Effekt“) nach sich ziehen können.

Vor diesem Hintergrund erscheint es sinnvoll, bestehende Angebote besser zu kommunizieren und ergänzend zu prüfen, wie die Sperrmüllentsorgung

niedrigschwelliger und bürgernäher gestaltet werden kann.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten

1. sich bei der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft sowie der Stadtreinigung Hamburg dafür einzusetzen, eine zielgerichtete Informationskampagne zur Sperrmüllentsorgung im Bezirk Eimsbüttel zu entwickeln und umzusetzen. Diese soll insbesondere niedrigschwellig, mehrsprachig und alltagsnah über bestehende Entsorgungsmöglichkeiten informieren und gezielt an bekannten Brennpunkten implementiert werden;

2. sich bei der zuständigen Fachbehörde unter Beteiligung der Stadtreinigung Hamburg dafür einzusetzen, dass Möglichkeiten einer in Häufigkeit und Menge

begrenzten, kostenfreien oder mindestens vergünstigten Sperrmüllabholung für private Haushalte geprüft werden;

3. der Bezirksversammlung über die Ergebnisse der Prüfungen sowie den Stand der Umsetzung zu berichten.

Benjamin Schwanke, Camilla Joyce Thiele, Lea Fricke und FDP Fraktion Eimsbüttel

Anhänge

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