22-1953

Damit der Kaifu-Park & Park am Weiher auch im Hochsommer Wohlfühlorte bleiben – Lösungsperspektiven für die Geruchsentwicklung der Gewässer bei hohen Temperaturen

Gemeinsamer Antrag

Sachverhalt

Durch den Klimawandel, der u.a. die Häufigkeit und Schwere von Extremwetterzuständen steigert, kommt es im Sommer in Hamburg zunehmend zu längeren und stärkeren Hitzeperioden als in den letzten Jahrzehnten. Eine der zahlreichen Auswirkungen dieser Entwicklung besteht in der starken Geruchsentwicklung von Gewässern, bei anhaltenden Wärmeperioden.

Gerade in wenig bewegten und stark durch Regenwasser-Zulauf betroffenen Gewässern, wie dem Weiher entlang der Unnastraße oder dem Isebekkanal entlang dem Kaiser-Friedrich-Ufer kam es bereits in den letzten Jahren im Sommer wochenlang zu starker Geruchsentwicklung, die nicht nur die Aufenthaltsqualität im Park am Weiher oder am Kaifu-Park deutlich reduziert hat, sondern auch für Anwohnende eine große Belastung darstellte.

Es wurden bereits verschiedene Maßnahmen unternommen, wie die aufwändige und kostspielige manuelle Beseitigung von Schlick & anderem Biomaterial, als auch die Platzierung von Sauerstoffpumpen, um der auftretenden Sauerstoffarmut des Wassers bei höheren Temperaturen entgegenzuwirken. Diese Maßnahmen scheinen der Überlebensperspektive der in den Gewässern lebenden Organismen zu helfen, das Problem der Geruchsentwicklung erscheint jedoch nach wie vor nicht gelöst.

Auf der Suche nach weiteren Lösungsperspektiven mag sich dabei der Blick über die Stadtgrenzen hinaus lohnen:

Aus Berichten veröffentlicht bei der Deutschen Welle am 01.07.2025 und am 30.08.2025 geht hervor, dass beim Schäfersee in Berlin, bei vergleichbaren Problemen, die Zugabe von Kalziumnitrat die Qualität des Wassers deutlich verbessern konnte und das Auftreten unangenehmer Gerüche unterbinden konnte. Im Rahmen der Berichterstattung werden auch die Stimmen der TU Berlin und des Helmholtz-Zentrumr Umweltforschung beachtet, die diese Maßnahme als geeignete Option bestärken. Der Erfolg der Maßnahme hat offenbar dazu geführt, dass diese schon in zahlreichen Städten und auch in anderen Ländern aufgegriffen wurde und unter dem Begriff der „Schäfersee-Methode“ geführt wird.

Um zu prüfen, ob diese Schäfersee-Methode auch für unsere Eimsbütteler Gewässer, den Weiher und den Isebekkanal, eine Lösung darstellen kann, soll diese einmal in den Gremien der Bezirksversammlung vorgestellt werden.

Petitum/Beschluss

Beschluss:

Der Vorsitzende der Bezirksversammlung wird gebeten, in eine kommende Sitzung des Ausschusses für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt unter Information der Mitglieder des Kerngebietsausschusses, Referierende zur Befassung mit dem Thema „sungsperspektiven für die Geruchsbelastung der Gewässer Isebekkanal & Weiher“ einzuladen, die sich explizit mit der Fragestellung befassen sollen, ob die Schäfersee-Methode eine geeignete Maßnahme für die genannten Gewässer darstellen kann. Eingeladen werden sollen:

- Karsten Rinke von der Helmholtz-Stiftung für Umweltforschung

- Forschende der TU Berlin, die sich mit der Prüfung der Schäfersee-Methode in Berlin befasst haben

- Vertreterinnen & Vertreter der BUKEA, und des LSBG.

Der Bezirksamtsleiter wird gebeten, ebenfalls einen Referenten des zuständigen Bereichs in die entsprechende Sitzung zu entsenden.

Roland Oehlmann, Ralf Meiburg und SPD-Fraktion

Nina Schübel und GRÜNE-Fraktion

Anhänge

keine

Lokalisation Beta
Unnastraße Kaiser-Friedrich-Ufer

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